Fußball-Landesliga Bremen

Brisantes Derby im Burgwall

Das Ortsderby zwischen der DJK Germania Blumenthal und dem TSV Lesum-Burgdamm macht den speziellen Reiz des elften Spieltags in der Fußball-Landesliga aus Nordbremer Sicht aus.
02.11.2018, 15:52
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Von Marc Gogol
Brisantes Derby im Burgwall

Steht gegen den Nachbarn TSV Lesum-Burgdamm am Sonntag vor einem Härtetest: DJK-Landesliga-Spieler Marius Schramm.

Maximilian von Lachner

Bremen-Nord. Das Ortsderby zwischen der DJK Germania Blumenthal und dem TSV Lesum-Burgdamm macht den speziellen Reiz des elften Spieltags in der Fußball-Landesliga aus Nordbremer Sicht aus. Außerdem empfängt der SV Grohn den Tabellenvorletzten OT Bremen, und der SV Lemwerder testet den Zweitplatzierten SV Hemelingen auf dessen Platz (alle Spiele Sonntag, 14.30 Uhr).

DJK Germania Blumenthal – TSV Lesum-Burgdamm: Es müsste am Ende eigentlich zwei Sieger geben. Denn nicht nur das Tabellenschlusslicht aus Lesum, sondern auch die gastgebenden „Germanen“ sind auf jeden Punkt angewiesen, wie DJK-Trainer Aydin Pekyalcin im Vorfeld dieser Auseinandersetzung richtigerweise feststellt. „Lesum ist ein ernst zu nehmender Gegner, wie alle anderen auch“, sagt der DJK-Übungsleiter und zollt der Gäste-Mannschaft vom Heidberg Respekt. Nichtsdestotrotz möchte und muss Aydin Pekyalcin auf Sieg spielen lassen. „Das muss Lesum auch, das erwarte ich“, prophezeit er.

Also gilt es, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, eine eher abwartende Spielweise wie schon oft in dieser Saison praktiziert, scheint für Aydin Pekyalcin dieses Mal nicht angebracht zu sein. „Wir müssen von Anfang an Gas geben und müssen organisiert, diszipliniert und aggressiv auftreten. Zudem müssen wir uns möglichst viele Torchancen erarbeiten“, gibt Aydin Pekyalcin die Marschroute aus. Personell gesehen hat der DJK-Coach wahrscheinlich alle Alternativen zur Verfügung, die er sich wünscht.

Auf der Gegenseite hört man von Lesums Trainer Bayram Özkul ähnliche Statements. „Beide Mannschaften werden auf Sieg spielen. Ein Derby hat seine eigenen Regeln. Es ist Feuer drin“, umschreibt der Lesumer Trainer seine Sichtweise auf die Partie. Die für Bayram Özkul im Übrigen schon eine entscheidende ist: „Wir wollen aus dem Keller raus und haben jetzt alle Mannschaften von oben weg. Wir müssen die drei Punkte einfach mitnehmen und wollen auf das momentane Tief bei der DJK gar nicht eingehen“, sagt Bayram Özkul. „Jetzt kommen die entscheidenden Spiele vor der Winterpause.“ Da in einem als brisant zu erwartenden Derby immer alles drin ist, geht der 44-Jährige außerdem davon aus, dass seine Mannschaft an die gute Leistung aus dem vergangenen Spiel gegen die SV Hemelingen (1:4) anzuknüpfen vermag.

Der Tabellenzweite aus dem Bremer Süden war allerdings individuell klasse besetzt, dennoch habe seine Mannschaft eine gute Vorstellung geboten, so Bayram Özkul. Das soll dann auch auf dem Burgwall zum Erfolg führen, zumal es beim TSV Lesum-Burgdamm im personellen Bereich wohl keine weiteren Ausfälle geben wird. Bayram Özkul: „Es ist gut, dass wieder alle dabei sind. Da kann ich flexibler aufstellen.“

Sonntag, 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Burgwall

SV Grohn – OT Bremen: Es läuft zurzeit nicht bei den Grohner „Husaren“. Genauso wenig wie beim kommenden Gegner, dem TSV Osterholz-Tenever. „Die gehören nicht auf den vorletzten Tabellenplatz“, meint Grohns Trainer Celestin Zurek, aber genauso wie bei seinem Team reihte sich zuletzt bei OT Niederlage an Niederlage. Den Grund für die Misere der Mannen vom Grohner Oeversberg hat Celestin Zurek in den beiden vergangenen Wochen mit dem spielfreien Wochenende ausgemacht: „Wir haben uns vorgenommen, in dieser Zeit im Training Gas zu geben – aber eben nur vorgenommen. Die Beteiligung ist unregelmäßig, das betrifft die 18-Jährigen bis hin zu den sogenannten Leistungsträgern. Da ist es schwer, eine Mannschaft auf ein Pflichtspiel vorzubereiten“, macht Celestin Zurek seinem Ärger Luft. Den teile im Übrigen auch Grohns Teammanager Torben Reiß. So bliebe, sagt Celestin Zurek, vor dem Kellerduell lediglich noch festzustellen, dass Jannis Kurkiewicz und Wladislaw Pfeifer gesperrt seien und sich Shahin Azimi im Urlaub befinde. Mit einem Fragezeichen sei der Einsatz vom angeschlagenen Shamsedin Amini versehen.

Sonntag, 14.30 Uhr, Oeversberg

SV Hemelingen – SV Lemwerder: Der Ärger wegen des nach dem Flutlichtausfall in Lemwerder in der Anfangsphase abgebrochenen Spiels gegen den FC Huchting ist bei SVL-Trainer Norman Stamer mittlerweile verraucht. Die Partie wird nun übrigens am Dienstag, 6. November um 19.30 Uhr in Lemwerder nachgeholt. Doch zunächst geht es nach Hemelingen, wo ein guter Gegner wartet. „Die SV Hemelingen ist zurzeit gut drauf“, stellt Norman Stamer fest. „Es bedarf dort einer richtig guten Leistung meiner Mannschaft, um etwas mitzunehmen. Doch die Möglichkeit zu punkten besteht immer“, führt Norman Stamer aus. Sein voraussichtlicher Kader ist voll, lediglich Erkältungen könnten noch den einen oder anderen Ausfall für Sonntag bringen. „So muss ich dann bei der Aufstellung qualitativ auswählen“, erläutert Norman Stamer. Heißt, die fittesten Lemwerderaner werden versuchen, dem Aufstiegsaspiranten aus Hemelingen ein Bein zu stellen.

Sonntag, 14.30 Uhr, BSA Hemelingen

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