Gegen Spitzenteam Henstedt-Ulzburg soll Linkshänder Hoppe zunächst geschont werden / Kehrt Malmon zurück? Carsten Meyer setzt auf kalkuliertes Risiko

Das Fernduell der SG Achim/Baden mit dem DHK Flensborg um den 14. Platz in der 3. Handball-Liga und den Einzug in die Relegation geht heute in die drittletzte Runde. Der Tabellenvorletzte aus dem Kreis Verden erwartet den Meisterschaftsaspiranten SV Henstedt-Ulzburg, doch der um einen Punkt bessere Konkurrent hat mit dem TSV Altenholz als Gast ebenfalls eine sehr schwere Aufgabe zu lösen.
05.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Das Fernduell der SG Achim/Baden mit dem DHK Flensborg um den 14. Platz in der 3. Handball-Liga und den Einzug in die Relegation geht heute in die drittletzte Runde. Der Tabellenvorletzte aus dem Kreis Verden erwartet den Meisterschaftsaspiranten SV Henstedt-Ulzburg, doch der um einen Punkt bessere Konkurrent hat mit dem TSV Altenholz als Gast ebenfalls eine sehr schwere Aufgabe zu lösen.

Achim (msö). Carsten Meyer hat sehr sorgfältig abgewägt, als er seinen Matchplan für die heutige Begegnung mit dem Tabellenzweiten der 3. Liga, SV Henstedt-Ulzburg, entwickelte. Sollte er ganz auf die Karte "Endspiel gegen DHK Flensborg" setzen und beispielsweise seinen angeschlagenen Linkshänder Daniel Hoppe für den vermutlich im Kampf um den Relegationsplatz entscheidenden Vergleich mit dem Tabellen-14. schonen? Oder volles Risiko gehen, die nicht gerade große Chance suchend, dem Favoriten aus dem schleswig-holsteinischen Landkreis Segeberg ein Schnippchen zu schlagen?

Meyer will das eine tun ohne das andere zu lassen. "Wir werden mit drei Rechtshändern im Rückraum beginnen. Dafür haben wir Konzepte und auch Spieler, die das können", kündigte der Nachfolger von Irek Faciejew an, dem es bisher nicht gelungen ist, die lange Serie von Niederlagen (die vergangene in Beckdorf war die zehnte) zu stoppen, der aber den beim Abstiegskandidaten bereits um sich greifenden Fatalismus mit Charisma, harter Trainingsarbeit und ansteckender Zuversicht bekämpft hat. Zusätzliche Energien will er aus der Gunst generieren, die ihm die Konstellation in der Handball-Oberliga Nordsee gewährt: Da weder der TSV Bremervörde noch die HSG Barnstorf-Diepholz den Aufstieg wagen wollen, hat der DHB vorsorglich eine Relegationsrunde angesetzt, in der - wie berichtet - die Tabellen-14. der 3. Ligen Nord, Süd, West und Ost um den Platz kämpfen, der eigentlich dem Aufsteiger reserviert war. "So eine Chance bekommt man nur alle Jubeljahre. Da wollen wir

nichts unversucht lassen", versicherte Carsten Meyer, vom Leuchten in den Augen schwärmend, das er bei Spielern wie Torwart Marco Blum, die schon einmal bei einer Relegation dabei waren, gesehen haben wollte. Alles deutet auf einen echten "Showdown" mit den Flensburgern am 19. Mai hin, die nach dem Spiel gegen Altenholz mit dem Tabellenführer HF Springe erneut einen schweren Brocken vorgesetzt bekommen. Achim wiederum muss am vorletzten Spieltag zum TSV Altenholz und ist da ebenfalls klarer Außenseiter. Meyer wäre freilich nicht Meyer, wenn er nicht Gründe dafür finden würde, warum seine Mannschaft eine Chance habe, wenn auch eine minimale, gegen den SV Henstedt-Ulzburg zu punkten. "Bei denen läuft es auch nicht mehr ganz rund", hat er festgestellt und verweist auf die Niederlage des SV in Altenholz und den 33:31-Arbeitssieg gegen Flensborg, was bei der Mannschaft der Rückrunde auf den Sieg gegen Tabellenführer Springe und die Rückeroberung der Spitzenposition folgte.

Rasmus Gersch stoppen

Dreh- und Angelpunkt beim SV Henstedt ist Rasmus Gersch. Der 29-jährige Jurastudent, der als früherer Mittelmann des TSV Altenholz auch schon in der 2. Liga die Wege der SG Achim/Baden gekreuzt hat, zählt zu den erfolgreichsten Schützen der Klasse. "Wir dürfen sie nicht ins Laufen lassen kommen", sagt Meyer, der auf Arne Zschorlich verzichten muss. Dafür ist der verletzt gewesene Kreisläufer-Kollege Fabian Balke wieder dabei.

Sollte Achim den Sprung in die Relegation schaffen, wird es noch eine Weile länger dauern, bis es in Sachen Trainer-Nachfolge eine Entscheidung geben wird. Wunschkandidat ist offenbar Tomasz Malmon, der vor kurzem beim VfL Fredenbeck seine Zelte abgebrochen hat. "Ich würde sehr gerne wieder in Achim arbeiten, doch es hängt viel davon ab, in welcher Klasse die Zukunft der SG liegt", bestätigte der frühere polnische Nationalspieler entsprechende Kontakte zu seinem Ex-Klub.

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