Volleyball-Oberliga

Chance auf Klassenerhalt sinkt

Die VG Delmenhorst-Stenum verliert das Duell gegen den direkten Konkurrenten TG Wiesmoor mit 1:3 und rutscht in die Abstiegszone. Bei noch drei ausstehenden Partien droht der Abstieg in die Verbandsliga.
18.02.2019, 15:11
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Von Gerhard Göldenitz
Chance auf Klassenerhalt sinkt

Trotz des Drei-Punkte-Rückstandes auf den Relegationsrang hat Trainerin Susanne Schalk den Verbleib in der Oberliga noch nicht abgeschrieben.

INGO MÖLLERS

Wiesmoor. Das Ziel Klassenerhalt ist für die Oberliga-Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum an diesem Spieltag in weite Ferne gerückt. Nach der 1:3-Niederlage (15:25, 25:8, 22:25, 20:25) gegen den direkten Konkurrenten TG Wiesmoor ist der Zug bei drei Punkten Rückstand zwar noch nicht endgültig abgefahren, doch es wird bei nur noch drei verbleibenden Spielen ungemein schwer, diesen noch aufzuholen, um das vorerst rettende Ufer des Relegationsplatzes zu erreichen.

Nach dem überaus erfolgreichen Heimspieltag vor Wochenfrist und dem Gewinn von vier Punkten hatten die Schützlinge von Trainerin Susanne Schalk ihre Hoffnungen auf das Auswärtsspiel in Wiesmoor gesetzt. Im Hinspiel in eigener Halle gelang seinerzeit der erste Saisonsieg, der zwar erst nach dem Tiebreak feststand. Doch mit diesem Erfolgserlebnis war die Hoffnung zurück im Lager einer bis dato sieglosen und verunsicherten Mannschaft. Nachdem die Gastgeber im ersten Spiel den Tabellenführer aus dem Ammerland am Rande einer Niederlage hatten, dann aber doch noch den Kürzeren zogen, wollten die Schalk-Schützlinge von einer eventuellen Verunsicherung und dem Kraftverlust profitieren. Doch es kam ganz anders.

Wiesmoor zeigte von Beginn an den größeren Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden, während die Gäste überhaupt nicht ins Spiel fanden und immer wieder mit den eigenen Unzulänglichkeiten haderten. Die Hausherren agierten dagegen mutig und ließen sich auch von kleinen Rückschlägen nicht aus dem Tritt bringen. Ständig in Führung liegend gelang es ihnen, sich nach einem Zwischenspurt von 10:7 auf 18:10 abzusetzen und den ersten Satz deutlich zu gewinnen.

Mit einer veränderten Aufstellung im zweiten Abschnitt schafften die VG-Herren die spielerische Wende. Sämtliche Anweisungen ihrer Übungsleiterin umsetzend spielten die Gäste ihren Gegner an die Wand. Plötzlich klappte alles und nach einer Rotation war nach 16 Minuten und einem 25:8 der zweite Satz Geschichte.

Und hier begann der große mentale Fehler der Gäste, die sich ihrer Sache zu sicher waren und in den alten Schlendrian verfielen. „Der zweite Satz war einfach zu deutlich, da hätte ich mir lieber ein knappes 26:24 gewünscht, um mein Team auf dem Boden der Tatsachen zu behalten“, meinte Trainerin Susanne Schalk, die mit ansehen musste, wie ihre Mannschaft immer mehr abbaute. Nach ein paar unglücklichen Aktionen – Wiesmoor punktete mit Netzroller oder knappen In-Bällen – ließen die Gäste die Köpf hängen, anstatt sich gegenseitig anzufeuern. Die VG lag ständig zurück und auch die eigenen Aufschläge, sonst eine der Stärke, erzeugten nicht wie erhofft den nötigen Druck auf die Annahme der Hausherren. „Je mehr wir selber unter Druck gerieten, umso mehr Fehler haben wir gemacht“, analysierte Schalk den weiteren Verlauf des Spieles. Auch im vierten Durchgang waren die Gastgeber deutlich aufgeweckter und zeigten einfach mehr Siegeswillen, der dann am Ende berechtigterweise auch belohnt wurde.

„Wir werden bis zum Ende weiter kämpfen“, hat Trainerin Schalk die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Wenn wir in Rückstand geraten, ist das aber häufig reine Kopfsache, die uns daran hindert, aus diesem Tal zu kommen. Da haben wir ein mentales Problem“, fügte sie hinzu. Das Restprogramm der VG Delmenhorst-Stenum sieht noch einen Heimspieltag in drei Wochen gegen Schlusslicht TV Bremen-Walle 1875 und Spitzenreiter VC Osnabrück sowie ein abschließendes Auswärtsspiel beim Dritten TV Baden II vor. Das sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, da die VG noch mindestens zwei Spiele gewinnen muss, um den Relegationsplatz zu erreichen. Zudem bedarf es Schützenhilfe, damit Wiesmoor nicht mehr punktet.

VG Delmenhorst-Stenum: Schröder, Sanders, Carus, Süßmuth, Bode, Wahle, Müller, Förstermann, Marks, Doig, Riewe.

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