Syker Stadtpokal Christian Gerlach wird zum Neunmeter-Helden

Syke. Beim Syker Stadtpokal im Hallenfußball hat es mit dem TSV Barrien erneut ein Underdog ins Endspiel geschafft. Im Finale verlor die Mannschaft jedoch vor vollbesetzten Rängen mit 2:3 nach Neunmeterschießen gegen den SV Heiligenfelde.
25.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Bödeker

Syke. Der Syker Stadtpokal im Hallenfußball ist seit Jahren trotz der unterschiedlichen Spielklassen der acht Vereine eine unterhaltsame, emotionsgeladen und oft auch spannende Angelegenheit. Auch diesmal hat es mit dem TSV Barrien ein Underdog ins Endspiel geschafft, verlor dort jedoch vor vollbesetzten Rängen mit 2:3 nach Neunmeterschießen gegen den SV Heiligenfelde. Damit hat es mit dem TSV Okel, SV Heiligenfelde, TuS Syke und jetzt wieder den Heiligenfeldern zuletzt einen munteren Wechsel der Cup-Gewinner gegeben.

Der Syker Stadtpokal lebt auch davon, dass sich ganz viele der Beteiligten kennen. So gibt es reichlich Gesprächsstoff zwischen den Spielen. Und auf dem Hallenparkett standen einige Trainer und Akteure im Mittelpunkt. Allen voran Heiligenfeldes Torwart Christian Gerlach. Der kräftige Schlussmann, den kaum etwas umhaut, ging gleich zwei Mal zu Boden, als seine Mitspieler ihn im Jubeltaumel umgerissen hatten.

Gerlach, dessen Spitzname nicht umsonst "Fuchs" ist, hatte sowohl im Halbfinale als auch im Endspiel einen Neunmeter gehalten. "Ich kenne das ja schon vom Kreispokal", schmunzelte Gerlach. Da hatte er im Halbfinale gleich vier Elfmeter entschärft. Pikanterweise hatte TuS-Fehlschütze René Liebert bis zum Sommer beim SVH gespielt, und Barriens Sebastian Meyer hatte mit dem Treffer zum 1:1 das Finale überhaupt erst offen gestaltet. Die Überraschung war tatsächlich möglich, denn der SVH hatte nach der Führung durch Richard Tischer zu verhalten gespielt, auch wenn Roman Obst kurz vor dem Ende noch die Latte traf.

Torschützenkönig mit drei Treffern

Das beste Spiel war das Halbfinale zwischen den Turnierfavoriten TuS Syke und SV Heiligenfelde. Mit der Säge beziehungsweise geballten Faust feierten Heiligenfeldes Torschütze Florian Jamer und Sykes Kristian Kreis ihre sehenswerten Treffer. Jamer, der mit mageren drei Toren sogar Torschützenkönig des Nachmittags wurde, hatte flach ins lange Eck (6.) und Kreis aus zwölf Metern in den Winkel getroffen (9.).

Erleichterung herrschte bei Heiligenfeldes Trainer Frank Fischer. Vor einigen Jahren hatte er schon mit dem TuS erfolglos teilgenommen und dabei die Bedeutung des Turniers unterschätzt. "Ich hatte damals am Vormittag noch Training angesetzt, und bin dafür richtig kritisiert worden", erinnerte sich Fischer schmunzelnd. Zwei andere, die früher als Aktive Cup-Sieger waren, zogen als Trainer diesmal den Kürzeren. Karsten Köitsch, jahrelang eine Bank im Heiligenfelder Tor, saß auf der Syker Trainerbank und gewann immerhin noch das kleine Finale gegen seine früheren Mitspieler Frank Drechsler, der in der Halle schon das SVH- und TuS-Trikot getragen hatte. Drechslers FC Gessel-Leerßen hatte gleich im ersten Spiel mit dem 2:0 gegen den TuS für einen Paukenschlag gesorgt. Der FC Gessel-Leerßen marschierte mit neun Punkten locker durch die Vorrunde, der TuS folgte auf Platz zwei.

In der anderen Gruppe war Heiligenfelde unangefochten. Seine drei Kontrahenten hatten am Ende jeweils drei Zähler, wobei der TSV Barrien mit 4:4 das beste Torverhältnis hatte und ins Halbfinale kam. Schon nach dem 3:1 gegen den FC Syke 01 hatte Barriens guter Keeper Christoph Lilienthal die Faust geballt. Sein Glauben an einen Heiligenfelder Erfolg gegen die TSG Osterholz-Gödestorf sollte ihn nicht täuschen - der längst qualifizierte SVH machte es beim 3:2 zwar spannend, aber er wollte sich nicht mit dem Vorwurf der Nachlässigkeit konfrontiert sehen.

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