Ungewisse Zukunft

Dämmerung in Badenermoor

Am Sportplatz des FC Badenermoor muss die Flutlichtanlage abgebaut werden. Die Holzmasten sind marode. Der Klub befürchtet daher, dass er bald von der Fußball-Landkarte verschwindet.
19.07.2017, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Dämmerung in Badenermoor
Von Florian Cordes
Dämmerung in Badenermoor

Die Flutlichtmasten in Badenermoor sind marode und sollen verschwinden.

FOCKE STRANGMANN

Badenermoor. Nicht immer sind sportliche Gründe dafür verantwortlich, wenn ein Fußballverein von der Landkarte verschwindet. Auch die Infrastruktur kann für das Aus eines Klubs sorgen. Genau aus solch einem Grund befürchtet der FC Badenermoor, dass in dem kleinen Ort bald kein Fußball mehr gespielt werden kann. Die Flutlichtanlage des FCB ist in die Jahre gekommen. Sie ist marode und muss nach Vereinsangaben abgebaut werden. Nun sucht der kleine Klub händeringend nach einer Lösung, damit es im schlimmsten Fall nicht zum endgültigen Aus kommt.

„Geht in Badenermoor das Licht aus?“ – mit diesem Satz beginnt eine Nachricht, die der FC Badenermoor am 15. Juli auf seine Facebook-Seite gestellt hat. In dem folgenden Text wird das Problem beschrieben, vor dem der Dorfverein aktuell steht. Der FCB habe von der Stadt Achim die Mitteilung bekommen, dass die Flutlichtmasten aus Holz nicht mehr weiter betrieben werden dürfen. „Uns wurde gesagt, dass die Masten marode sind und abgebaut werden sollen“, sagte Marcos Baez-Jimenez, Vorsitzender des FC Badenermoor, im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass das Flutlicht abgängig und die Sicherheit für die Sportler nicht mehr gewährleistet sei, bestätigte auf Nachfrage Steffen Zorn von der Achimer Grundstücks- und Gebäudeverwaltung. „Die Masten sind nicht mehr standfest“, erklärte er. Zorn sagte aber auch, dass die Stadt momentan nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um auf dem Sportplatz in Badenermoor eine Flutlichtanlage zu installieren. „Dafür ist im Haushalt kein Geld vorgesehen“, sagte Zorn. „Daher sind wir auf der Suche nach einer anderen Lösung – und zwar in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Achimer Sportvereine. Dem FC Badenermoor soll ein Training auf einem Platz mit Flutlicht ermöglicht werden.“ Zorn und Baez-Jimenez sagten, dass der Verein auf andere Plätze in der Stadt ausweichen könne.

Momentan gibt es beim FC Badenermoor eine Herrenmannschaft, die in der 3. Kreisklasse spielt. „Außerdem haben wir noch Jugendmannschaften von der U6 bis zur U9, die in einer Spielgemeinschaft mit Posthausen organisiert sind“, erklärte der Vorsitzende. Die Entwicklung sei derzeit gut, findet er: „Zudem haben wir den großen Traum, dass wir vielleicht einmal eine zweite Herrenmannschaft melden können.“

Marcos Baez-Jimenez ist der Stadt und der Arbeitsgemeinschaft Achimer Sportvereine dankbar, dass sie den Verein bei einer Lösung unterstützen. Lieber möchte er jedoch, dass die Mannschaften weiterhin in ihrem Dorf trainieren können. Er befürchte gar, dass die Existenz des Vereins bedroht sei, wenn der Trainingsbetrieb nicht in Badenermoor angeboten werden kann. „Wenn wir keine neue Flutlichtanlage bekommen, könnte das ein erster Schritt für ein Sterben auf Raten sein“, sagte der Vereinsboss.

Daher geht der Klub nun den Weg, das benötigte Geld per Spenden zu sammeln. „Wir haben bereits alle Bewohner des Dorfes angeschrieben und um einen möglichen Förderbetrag gebeten“, sagte Baez-Jimenez. „Natürlich würde es uns freuen, wenn wir genügend Spendengelder sammeln, um uns eine Anlage zu kaufen. Die Hoffnung ist da. Uns ist bereits eine gebrauchte Anlage angeboten worden. Wenn wir die Sache finanziell stemmen können, ist uns von der Stadt zugesichert worden, dass ein Betrieb mit dem Bauhof abgeklärt wird.“

Wer den FC Badenermoor unterstützen möchte, findet im Internet unter der Adresse www.fcbadenermoor.de weitere Informationen.

„Die Masten sind nicht mehr standfest.“ Steffen Zorn
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