Formel 1 Daimler-Chef Zetsche: Geben Schumacher Zeit

Hamburg. Daimler-Boss Dieter Zetsche hat keinen Zweifel an einem Erfolg von Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher.
18.01.2010, 16:01
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Hamburg. Daimler-Boss Dieter Zetsche hat keinen Zweifel an einem Erfolg von Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher.

«Wir sind überzeugt, dass Michael gut fahren und wieder gewinnen wird. Vielleicht nicht sofort - wir werden ihm Zeit geben. Aber ein Champion enttäuscht nie», wurde der oberste «Schumi»-Chef von der «La Gazzetta dello Sport» zitiert. Er sei von Schumachers Enthusiasmus beeindruckt, meinte Zetsche. «Wir verschwenden keinen Gedanken daran, dass er uns enttäuschen könnte.»

Zetsche wird auch am 25. Januar dabei sei, wenn Mercedes Grand Prix sein eigenes Werksteam mit den beiden deutschen Piloten Schumacher und Nico Rosberg im Museum des schwäbischen Automobilbauers vorstellen wird. Auf den neuen Silberpfeil müssen die Fans allerdings noch warten, er wird eine Woche später am 1. Februar beim Auftakt der offiziellen Testfahrten enthüllt.

Auf die Frage, ob Schumacher, der 91 Grand-Prix-Siege in 250 Rennen vorweisen kann, die Nummer eins sei, entgegnete Zetsche in dem italienischen Sportblatt: «Für diese Fragen haben wir einen Teammanager. Ross Brawn ist einer der besten. Wenn dies nicht so wäre, hätte er nicht vom Start weg beide WM-Titel in der vergangenen Saison gewonnen.» Brawn, der auch an allen sieben Titel Schumachers bei Benetton Renault und Ferrari maßgeblichen Anteil hatte, werde dies entscheiden und er «wird seine Entscheidung zum Besten der Piloten und des Konstrukteurs treffen», so Zetsche weiter. Schumachers 17 Jahre jüngerer Teamkollege Rosberg (24/Wiesbaden) wartet unterdessen ja noch auf seinen ersten Sieg.

In der vergangenen Woche hatte Schumacher in einem GP2-Rennwagen einen exklusiven dreitägigen Test in Jerez absolviert. «Ich fühle mich fit, ich habe mich im Auto sofort wieder wohl gefühlt - hey, es kann wieder losgehen!», bilanzierte Schumacher nach insgesamt 1151 Kilometern. Seinen Comebackversuch im vergangenen Sommer bei Ferrari nach dem Unfall von Felipe Massa hatte er seinerzeit abbrechen müssen. Die Schädelbasisverletzung, die sich Schumacher im Februar 2009 bei einem Motorradunfall in Spanien zugezogen hatte, hatte ihn damals ausgebremst.

Zetsche rechtfertigte auch das Engagement des Rekordweltmeisters, das Spekulationen zufolge sieben Millionen Euro pro Jahr kosten soll. Der Vertrag des 41-Jährigen als Pilot bei Mercedes GP läuft drei Jahre. «Wir haben die einzigartige Möglichkeit, neue Fans und neue potenzielle Kunden auf den neuen Automärkten wie Indien, China und im Orient zu gewinnen», meinte Zetsche. (dpa)

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