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Dakar-Halbzeit: VW verteidigt Dreifach-Führung

Antofagasta. Zur Halbzeit der 32. Rallye Dakar hat Titelverteidiger Volkswagen seine Dreifach-Führung verteidigt. Nach der mit 600 Kilometer längsten Etappe der diesjährigen Auflage des Marathon-Klassikers in Südamerika hat VW damit beste Chancen auf den zweiten Sieg.
08.01.2010, 23:00
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Dakar-Halbzeit: VW verteidigt Dreifach-Führung

Staubig

dpa

Antofagasta. Zur Halbzeit der 32. Rallye Dakar hat Titelverteidiger Volkswagen seine Dreifach-Führung verteidigt. Nach der mit 600 Kilometer längsten Etappe der diesjährigen Auflage des Marathon-Klassikers in Südamerika hat VW damit beste Chancen auf den zweiten Sieg.

Das Klassement führte weiter der Spanier Carlos Sainz im Touareg an. Zweiter waren Nasser Al-Attiyah aus Katar und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk vor dem amerikanischen Vorjahreszweiten Mark Miller. Mit seinem zweiten Tagessieg verkürzte Al-Attiyah seinen Rückstand auf Sainz auf 11:03 Minuten.

Bester Verfolger der «Blauen» aus Wolfsburg ist der Franzose Guerlain Chicherit, der im BMW X3 des deutschen X-Raid-Teams aus Trebur als Gesamtvierter aber bereits 2:03:54 Stunden zurückliegt. Auf der Königsetappe von Iquique nach Antofagasta machte sein mehrmals von Problemen geplagter Teamkollege und Landsmann Stéphane Peterhansel drei Plätze gut. Der 44 Jahre alte Rekordsieger kämpfte sich als Tageszweiter auf den fünften Platz vor, nur noch 16 Sekunden hinter Chicherit. Etappendritter wurde Sainz vor Miller.

Noch keine Entwarnung gab es für den am Vortag schwer verunglückten Motorradfahrer Luca Manca. Der Italiener befindet sich weiter in Lebensgefahr. Noch in der Nacht war er in eine Spezialklinik nach Santiago geflogen worden. Nach der nächtlichen Überführung in die chilenische Hauptstadt wurde er sofort operiert. Der Zustand von Manca, der weiter in einem künstlichen Koma gehalten wird, sei weiterhin sehr kritisch, auch wenn er sich inzwischen etwas stabilisiert habe.

«Die nächsten 24 Stunden sind entscheidend», erklärte der stellvertretende Krankenhaus-Direktor Ricardo Eckart. Der 29-jährige KTM-Pilot war bei seiner ersten Rallye Dakar zu Beginn der sechsten Wertungsprüfung schwer gestürzt und zog sich Kopfverletzungen und eine Lungenquetschung zu.

Bei den Motorrädern hat der französische KTM-Pilot Cyril Despres seine Spitzenposition mit dem zweiten Tagessieg auf der Mammut-Prüfung weiter gefestigt. Sein neuer Verfolger ist der spanische Vorjahressieger und KTM-Kollege Marc Coma, der sich nach einigen schwierigen Tagen vom vierten auf den zweiten Platz vorkämpfte, aber 1:06:50 Stunden Rückstand hat. Der portugiesische Yamaha-Pilot Helder Rodrigues blieb mit einem Rückstand von 1:20:08 Stunden Dritter. Der bisherige Zweite Francisco Lopez Contardo fiel nach einem Navigationsfehler auf den fünften Platz (Rückstand: 1:31:04) hinter den norwegischen KTM-Fahrer Pal Anders Ullevalseter zurück. (dpa)

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