Jugendfußball Das Aus für den Unterbau

Die U19 der JSG Bierden/Uphusen muss aufgrund personeller Probleme aufgelöst werden.
28.01.2020, 17:36
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Das Aus für den Unterbau
Von Patrick Hilmes

Für Fußballer ist die Winterpause quasi die Halbzeitpause der Saison. Die eine Hälfte ist geschafft, die andere steht noch bevor. Nicht so für die Nachwuchskicker der U19 der JSG Bierden/Uphusen. Für sie ist die Winterpause gleichzeitig das Saisonende, die zweite Hälfte wird ohne sie stattfinden. Der Grund: Die Landesliga-Mannschaft musste aufgelöst werden und wurde bereits vom Spielbetrieb abgemeldet.

„Leider mussten wir diesen Schritt gehen“, bestätigte Coach Stephan Hotzan mit Bedauern. Der Hintergrund ist, dass der Kader der U19 zu klein geworden war, um den Spielbetrieb am Leben zu halten. Mit Keeper Julian Paul und Philipp Schippert gesellen sich zwei Akteure zur Oberliga-Mannschaft des TB Uphusen – das war eingeplant. Doch mit Jonas Schnez und Fabian Schmidt verabschiedeten sich zwei weitere Spieler in der Winterpause und wechselten zur JSG Achim/Uesen. Da der Kader mit 16 Mann eh nicht üppig bestückt war, ist die Rechnung eine einfache: Die Rückrunde hätte mit lediglich zwölf Spielern bestritten werden müssen. „Und dann musst du an den Spieltagen noch immer ein, zwei abziehen, die nicht können oder verletzt sind. Du würdest also nur mit Hängen und Würgen eine Truppe auf die Beine stellen.“ Angedacht war zwar, dass Schippert und auch Paul weiter in der U19 spielen sollten, „aber lass’ das mal anders kommen“, äußerte Hotzan Bedenken. „So wäre auch kein anständiger Trainingsbetrieb mehr möglich gewesen und das macht keinem Spaß.“

Und nicht nur der Coach bedauerte die Entwicklung, dasselbe gilt auch für Uphusens Spartenleiter Ingo Paul: „Das ist schade für beide Vereine, für Uphusen und auch für Bierden. Immerhin war das der Unterbau beider Herrenbereiche.“ Das Zustandekommen stieß bei Paul etwas sauer auf, denn bereits im Oktober 2019 habe es ein Gespräch mit der Mannschaft gegeben. „Viele spielen ja bereits auch bei den Herrenmannschaften in Uphusen und Bierden mit. Wir haben die Spieler gefragt, ob sie die Doppelbelastung schaffen. Damals sagten alle, dass es kein Problem sei. Und nun wird eine ganze Mannschaft durch zwei Wechsel geopfert“, haderte Paul. Für Bierden und Uphusen ist das ein harter Schlag, hatten sich beide Vereine doch erhofft, aus der eigenen Jugend schöpfen zu können. „Nun hat sich das erst mal für die nächsten Jahre erledigt, denn die nächste Jugendmannschaft ist erst die U15, die im Sommer zur U16 wird“, zeigte Paul auf.

Durch die Auflösung teilen sich nun sämtliche verbliebene Spieler auf. Nach den Informationen des Spartenleiters schließen sich drei Akteure der Uphuser Kreisliga-Truppe an, drei andere wiederum laufen fortan für Bierdens Erste auf. Wieder drei andere Spieler stammen aus Thedinghausen und wechseln wohl zum ortsansässigen TSV. „Alle im Sommer zu halten, wäre eh unrealistisch gewesen, aber natürlich haben wir uns das anders vorgestellt. Das ist eine bittere Nummer“, betonte Paul. Und das ist es auch für Stephan Hotzan, der die U19 erst im Sommer übernommen hatte und sich nun nach einer neuen Tätigkeit umschauen muss.

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