Sponsoring für die Fußball-Bremen-Liga und neuer Qualifikationsmodus für das Lotto-Masters Das Echo ist überwiegend positiv

Bremen-Nord. Die Werbemaßnahme greift schon Monate vor Vertragsbeginn. Denn ab sofort und nicht erst mit Beginn der Vertragslaufzeit im Sommer ist das Sponsoring der jetzt noch Bremen-Liga und künftig Stark Bremen-Liga – in Anlehnung an eine Firma für Gebäudereinigung – heißenden höchsten Spielklasse des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) vielerorts ein Thema.
15.02.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Jens Pillnick

Bremen-Nord. Die Werbemaßnahme greift schon Monate vor Vertragsbeginn. Denn ab sofort und nicht erst mit Beginn der Vertragslaufzeit im Sommer ist das Sponsoring der jetzt noch Bremen-Liga und künftig Stark Bremen-Liga – in Anlehnung an eine Firma für Gebäudereinigung – heißenden höchsten Spielklasse des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) vielerorts ein Thema. Auf einer Informationsveranstaltung am Montag hatte sich der BFV ein Meinungsbild von Vertretern der Bremen-Liga-Vereine eingeholt und die Änderung, die pro Saison pro Verein mit 1500 Euro (beim Tragen eines Werbelogos am Arm mit 2000 Euro) vergütet wird, beschlossen.

Mitgeteilt wurde darüber hinaus, dass sich der Qualifikationsmodus für das Lotto-Masters in der ÖVB-Arena ändert. Und zwar ab sofort. Demnach werden die am Saisonende besten acht Mannschaften künftig beim prestigeträchtigen Hallenturnier im Dezember dabei sein. Bisher hatte es im November der laufenden Serie einen Stichtag für das rund anderthalb Monate später stattfindende Turnier gegeben. „Die Norddeutsche“ holte bei Vertretern der drei Nordbremer Bremen-Ligisten Blumenthaler SV, SG Aumund-Vegesack und SV Grohn ein Meinungsbild über das neue Sponsoring und den neuen Qualifikationsmodus ein.

Peter Moussalli, der Teammanager des Blumenthaler SV, findet es „grundsätzlich gut, wenn Sponsoren für die Liga gewonnen werden können, die extrem an Attraktivität verloren hat“. Der Vorstoß des Verbandes stimme ihn positiv und sei ein erster Schritt. Dann müsse man mal sehen, wo das hinführen werde. „Ich habe das Gefühl, dass etwas passiert“, sieht Moussalli den Verband, den er in den vergangenen Jahren auch öfters kritisiert hatte, auf dem richtigen Weg. Den Weg, den eigenen Firmennamen derart zu bewerben, würde Peter Moussalli, selbst Geschäftsführer einer Firma für Personalleasing, allerdings nicht beschreiten wollen: „Das würde für mich nicht infrage kommen, ich unterstütze lieber weiterhin den Blumenthaler SV.“

Was die Modusänderung bei der Quali für das Lotto-Masters betrifft, ist Moussalli „zwiegespalten“. Er hätte am Ende der Saison gerne einen oder zwei Teilnehmerplätze an andere ambitionierte Teams vergeben. Moussalli: „Die besten Teams der Landes- und Bezirksliga hätten zum Beispiel in einem Turnier einen Teilnehmer ausspielen können.“ Grundsätzlich findet er es aber gut, dass die Mannschaften dabei sind, die es über die ganze Saison betrachtet geschafft haben. „Die haben die breite Akzeptanz. Jede Mannschaft hatte dann 30 Spiele lang Zeit, sich zu qualifizieren“, so Moussalli.

Zwiegespalten beschreibt SAV-Interimstrainer und Teammanager Jörg Segerath sein Empfinden zur Namensänderung der Bremen-Liga. Er bezeichnet sich als grundsätzlich eher traditionell und nicht als Freund dieser Art des Sponsorings. „Schön und gut, dass jeder Verein Geld bekommt, aber die genauen Vertragsbestandteile kenne ich noch nicht“, befürchtet Segerath noch einen möglicherweise versteckten Aufwand. Bisher ist nur die Rede davon, dass die Vereine die neue Ligabezeichnung in ihrer internen Kommunikation nutzen müssen.

Die Änderung beim Lotto-Masters betreffend sieht sich der 45-Jährige bestätigt, er selbst habe diesbezüglich schon Vorstöße beim BFV unternommen: „Ich finde das absolut klasse, so ist in der Liga noch Spannung bis zum Schluss da.“ Allerdings räumt Segerath auch ein, dass ihm eine 7+1-Regelung als Qualifikationsgrundlage am besten gefallen hätte: Also die sieben besten Bremen-Ligisten sowie der Landesliga-Meister.

Als einen „Antrieb für die Bremen-Liga“ bezeichnet Murtaza Celik, der zweite Vorsitzende des SV Grohn, das Sponsoring: „Es kann nur ein Vorteil sein. Und auch hinter der Regelung, die am Saisonende besten acht Teams künftig zum Lotto-Masters einzuladen, steht Celik voll und ganz: „Es gibt Mannschaften, die geben nur bis zum Stichtag Gas, weil oben sowie alles entschieden ist. Danach ist die Liga uninteressant.“

Während die Neuerung für die SAV als derzeitigen Achten Spannung bis zum Schluss bedeuten könnte, dürften die Grohner beide Änderungen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr betreffen. Bei elf Punkten Rückstand zum Nichtabstiegsplatz stehen die Zeichen auf Abschied aus der Bremen-Liga. Aber vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen in der Stark Bremen-Liga.

„Ich habe das Gefühl, dass etwas passiert.“ Peter Moussalli, BSV-Teammanager
Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+