Motorsport Das muss man wissen zum Formel-1-Klassiker in Monaco

Es ist wieder soweit: Formel 1 in Monte Carlo. Einer wird es diesmal besonders wissen wollen: Titeljäger Charles Leclerc. Auf dem Lokalmatador lastet ein Fluch.
25.05.2022, 19:54
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Keine Zeit zum Durchatmen. Nur wenige Tage nach der WM-Machtübernahme von Formel-1-Champion Max Verstappen ist er wieder der Gejagte. Diesmal in Monte Carlo, der Wahlheimat des Niederländers.

Sein erster Herausforderer heißt Charles Leclerc, der in Monaco geboren wurde und dort jeden Winkel seit Kindesbeinen kennt. Geholfen hat ihm das bisher wenig. Womöglich müssen sich die beiden im Red Bull und Ferrari diesmal ohnehin auf noch mehr Gegenwehr von Mercedes einstellen.

Wer ist der Favorit auf den Sieg im Fürstentum?

Max Verstappen hat nach drei Siegen in Serie noch mal enormen Schub bekommen, startet als WM-Führender. In seinem Weltmeister-Jahr 2021 gewann er zum ersten Mal in Monte Carlo, das will er nun bestätigen. Doch wie bei seinem zum Verfolger degradierten Ferrari-Rivalen Charles Leclerc, der in Monte Carlo bisher von Pech und Pannen verfolgt ist und zuletzt einen historischen Rennwagen von Niki Lauda dort sogar demolierte, hängt es auch von der Standfestigkeit seines Autos ab. Allerdings ist der kurze Kurs in Monte Carlo zumindest keiner, der den Motor all zu sehr verschleißt. Spannend wird sein, ob Mercedes mit Rekordweltmeister Lewis Hamilton und seinem neuen Partner George Russell den Aufwärtstrend fortsetzen kann.

Worauf kommt es an?

Ganz klar: Aufs Qualifying. Die eine schnelle Runde am Samstag ist so maßgeblich für den Rennausgang am Sonntag. Seit 1979, als Jody Scheckter im Ferrari von der Pole Position siegte, schaffte es der spätere Rennsieger nur dreimal nicht unter die Top Drei in der Qualifikation. Was im Rennen dann immer mitentscheidend ist: Wann muss das Safety Car raus bei einer bisherigen Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent? Und wie ist das Wetter? Vorhersagen zufolge könnte es am Sonntag regnen. Das kann für Turbulenzen sorgen.

Wirkt sich die Aero-Reform auch auf das Rennen in Monaco aus?

Es wird zumindest spannend sein zu beobachten, wie die Fahrer die noch mal knapp 50 Kilogramm schwereren Wagen um die engen Kurven hieven werden. Zudem ist durch die größeren Reifen die Sicht aus dem Cockpit nicht mehr wie vorher. Jede Bandenberührung kann in Monte Carlo das schnelle Aus bedeuten.

Gibt es einen neuen Stand in Sachen Formel-1-Zukunft in Monaco?

Bisher sieht es so aus, dass nach Angaben des monegassischen Automobilclub-Chefs Gespräche laufen. Ob diese am Rennwochenende womöglich auch zu einem Ende gebracht werden und ein neuer Vertrag PR-trächtig verkündet wird, bleibt offen. Ohne Veränderungen beispielsweise auch am überholfeindlichen Kurs wird es auch das einstige Kronjuwel im Rennkalender schwer haben, zumal künftig Las Vegas ganz neue Maßstäbe setzen könnte.

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