„Wölfe“ zerlegen TV Schriesheim beim 12:3 regelrecht und ziehen erstmals ins Final-4-Turnier ein

Das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte

Lilienthal. Sie haben es endlich geschafft. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stehen die Floorballer des TV Lilienthal im Final-4-Turnier um den Deutschland-Pokal.
23.01.2017, 00:00
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Das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte
Von Tobias Dohr
Das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte

Und jetzt bitte feiern: Lilienthals Floorballer, hier mit (von links) Klaas Minnermann, Niklas Bröker, Janos Bröker und Dennis Heike, haben erstmals in der Vereinsgeschichte das Final-4-Turnier um den Deutschland-Pokal erreicht.

tobias Dohr

Lilienthal. Sie haben es endlich geschafft. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stehen die Floorballer des TV Lilienthal im Final-4-Turnier um den Deutschland-Pokal. Nach vielen knapp gescheiterten Anläufen war es diesmal im Viertelfinale schon eine regelrechte Machtdemonstration, die die „Wölfe“ beim 12:3 (7:1, 3:0, 2:2) in Baden-Württemberg zeigten. Zittern musste jedenfalls keiner im Lilienthaler Tross. Und ein Pokalkribbeln wollte angesichts einer 5:0-Führung nach gerade einmal neun Minuten auch nicht wirklich aufkommen.

Es hatte etwas von einem wütenden Orkan, der da über den TV Schriesheim, immerhin Tabellenachter der 1. Bundesliga, hinwegfegte. Die Gäste aus Lilienthal schienen von der ersten Sekunde an zeigen zu wollen: hier geht heute gar nichts für euch. TVL-Trainer Remo Hubacher hatte seinem Team vor allem eins mitgegeben: Aus jeder Lage den Torabschluss suchen. „Das hat die Mannschaft perfekt umgesetzt.“

Janos Bröker (3.), Niklas Bröker (4./7.), erneut Janos Bröker (8.) und Mark Oliver Bothe (10.) hatten der Partie bereits nach fünf Minuten die Spannung genommen. Als dann Niklas Bröker (15.) und Miro Siljamo (17.) sogar noch erhöhten, drohte frühzeitig komplette Langeweile. Daran änderte auch der Treffer zum 1:7 durch Adrian Braune kurz vor der ersten Drittelpause nichts.

Goalie Sebastian Spöhle, der aufgrund des Fehlens von Nils Hallerstede diesmal durchspielte, war nur knapp am Zu-Null-Drittel vorbeigeschrammt, holte dies dann aber tatsächlich im Mitteldrittel nach. „Basti hat eine richtig gute Partie gespielt“, lobte Hubacher. Mark Oliver Bothe (26.), Niklas Bröker (34.) und Felix Stierle (38.) erhöhten auf 10:1. Für Stierle war es nach langer Verletzungspause ein ganz besonderer Treffer. Genau wie übrigens für den jungen Luis Moes, der zu Beginn des Schlussdrittels mit seiner zweiten Ballberührung das 11:1 erzielte (43.) – es war das erste Tor in der Lilienthaler Bundesliga-Formation für Moes.

Klaas Minnermann sorgte nach zwei weiteren Gegentreffern (48./52.) 23 Sekunden vor Ende der Partie schließlich für den Schlusspunkt zum 12:3-Endstand. „Das ist natürlich schon ein bisschen verrückt, wenn du bei einer 10:1-Führung in der Pause Kritik übst, dass das zweite Drittel jetzt nicht gerade gut war.“ Am Ende war die Freude dann aber natürlich überschwänglich groß.

Jetzt freut sich der TVL auf das Final-4-Turnier vom 10. bis 12. März in der Handball-Arena von Dessau mit einer Zuschauerkapazität von 3700 Plätzen. Direkt nach Abpfiff der Viertelfinal-Partie in Schriesheim ging die feuchtfröhliche Feierei los – und dauerte beinahe die komplette, siebenstündige Rückfahrt Richtung Lilienthal an. „Mit deutlich mehr Pausen als sonst“, wie Hubacher augenzwinkernd berichtete.

TV Lilienthal: Spöhle, Westphal; Bothe, Janos Bröker, Minnermann, Kleinhans, Akman, Niklas Bröker, Grönvall, Osmers, Bauer, Mähönen, Diaz de Armas, Grabau, Siljamo, Moes, Heike, Stierle.

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