Fußball-Bezirksligist hält endgültig die Klasse durch ein 2:1 gegen den abstiegsbedrohten TSV Dörverden Das Rechnen hat ein Ende – in Riede

Riede. Denkbar knapp mit 2:1 (2:0) haben die Fußballer des MTV Riede das Kreisderby gegen den TSV Dörverden für sich entschieden. Somit steht nun auch endgültig fest, dass der scheidende MTV-Coach Uwe Bischoff seinem Nachfolger Torsten Krieg-Hasch einen Bezirksligisten übergibt.
04.05.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Florian Kastens

Denkbar knapp mit 2:1 (2:0) haben die Fußballer des MTV Riede das Kreisderby gegen den TSV Dörverden für sich entschieden. Somit steht nun auch endgültig fest, dass der scheidende MTV-Coach Uwe Bischoff seinem Nachfolger Torsten Krieg-Hasch einen Bezirksligisten übergibt. „Es ist immer schön, wenn auch rechnerisch nichts mehr passieren kann. Da aber schon die letzten Wochen recht positiv waren, hatte ich wenig Zweifel. Ich werde die letzten Spiele jetzt genießen“, freute sich Bischoff.

Für die Gäste vom TSV Dörverden hingegen hat sich die Ausgangslage nur wenig verändert. Da der direkte Konkurrent im Kampf um den Ligaverbleib, der Heeslinger SC II, sein Heimspiel ebenfalls verlor, bestehen bei noch drei ausstehenden Spielen und sechs Punkten Rückstand zumindest weiterhin alle Chancen, den Relegationsrang tatsächlich noch irgendwie zu erreichen. „Natürlich leben wir noch, aber so lange wir selbst nicht punkten, brauchen wir nicht auf die anderen Teams zu schauen“, fand Dörverdens Trainer Nils Pohlner nach der gestrigen Pleite deutliche Worte.

Rein vom Ergebnis her wurde die Partie in den ersten 45 Minuten von den Platzherren beherrscht. Der MTV Riede kam recht einfach zu einer Halbzeitführung. Über die Entstehung der Tore ärgerte sich Nils Pohlner mächtig: „Beim 0:1 verursachen wir einen völlig unnötigen Freistoß. Und das 0:2 hauen wir uns selbst rein“, schimpfte er. Nach einem Foulspiel an der Außenlinie brachte Marcel Grashoff den ruhenden Ball vor das Gäste-Tor. MTV-Kapitän Marc Lindenberg nutzte die Vorarbeit, um sehenswert per Kopf das 1:0 zu erzielen (20.). Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich Sascha Hohl auf der Außenbahn durch. Seine Hereingabe bugsierte Mauro Rosebrock beim Klärungsversuch per Kopf unglücklich ins eigene Tor – 0:2 (42.). Während die Gastgeber zuvor noch einen Lattenschuss durch Hohl verzeichneten, verpassten die Dörverdener bei einem Kopfball von Dennis Neumann einen möglichen Anschlusstreffer.

Wer sich auf Seiten des MTV Riede auf eine gemütliche zweite Hälfte eingestellt hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Bei kleineren Chancen verpassten die Gastgeber ein mögliches drittes Tor und damit wohl die endgültige Entscheidung. Stattdessen erzielte der TSV Dörverden das 1:2 durch Finn Austermann (61.) – und war plötzlich wieder zurück im Spiel. Fortan war viel Hektik in der Begegnung. „Durch das Gegentor haben wir unseren Rhythmus verloren“, gestand auch Uwe Bischoff ein.

Dennis Neumann (65., knapp drüber) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, auf der Gegenseite verpasste der MTV das 3:1, weil die Kontersituationen nicht erfolgreich ausgespielt wurden: Michael Tran (drüber), Vitalij Krist (vorbei) oder Tyark Füst (scheiterte an TSV-Schlussmann Simon Bogutzky) bewiesen im Abschluss Nerven. In der Endphase hatte der Abstiegskandidat noch zwei Mal die Gelegenheit, den Ausgleich herzustellen: Ein Schussversuch des eingewechselten Florian Kohlwey wurde im letzten Moment aber abgeblockt, Philipp Rosebrock scheiterte in der Nachspielzeit, sodass es beim knappen Erfolg des MTV Riede blieb.

Völlig uneinig waren sich die beiden Trainer bei der Einschätzung der 90 Minuten. Riedes Uwe Bischoff freute sich über „einen verdienten Erfolg meiner Mannschaft, da wir die bessere Spielanlage hatten und Dörverden für die drei Punkte einfach zu wenig getan hat.“ Reichlich überflüssig empfand Nils Pohlner dagegen die Pleite. „Hier hat sicher nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die glücklichere. Riede hat die Bälle nach der Führung nur noch planlos rausgeschlagen.“ Zugeben musste allerdings auch er, „dass der Gegner ein Tor mehr erzielt und dadurch drei Punkte erreicht hat, die wir uns nun im kommenden Spiel unbedingt zurückholen müssen.“

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