Fußball-Bezirkspokal Das sagt Staffelleiter Jürgen Stebani

Seit vielen Jahren schon leitet Jürgen Stebani den Lüneburger Bezirksspielausschuss – und ist in dieser Funktion auch zuständig für die Rahmenspielpläne sowie die Ansetzungen der Pokaltermine.
11.07.2018, 20:05
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Das sagt Staffelleiter Jürgen Stebani
Von Tobias Dohr

Seit vielen Jahren schon leitet Jürgen Stebani den Lüneburger Bezirksspielausschuss – und ist in dieser Funktion auch zuständig für die Rahmenspielpläne sowie die Ansetzungen der Pokaltermine. Der jüngste Unmut der Trainer aus dem Landkreis Osterholz hat Stebani durchaus ein wenig überrascht. Denn Jahr für Jahr, so sagt er, frage er auf den jeweiligen Staffeltagen die grundsätzliche Anordnung der Pokalrunde ab: „Und da kommt in der Regel eigentlich kein Widerspruch von den Vereinen.“

Grundsätzlich gebe es regional große Unterschiede im Umgang mit den frühen Ansetzungen. „Es stimmt, dass eher in den Kreisen Osterholz und Verden Unmut herrscht“, ergänzt Stebani, „aber das deckt sich nicht mit der Wahrnehmung in anderen Kreisen.“ So sei vor allem die Häufung der Sportwochen in besagten Regionen das Hauptproblem. Eine derartige Häufung an Sportwochen gäbe es laut Stebani nämlich nur in Osterholz und Verden: „Im gesamten Kreis Lüneburg haben wir beispielsweise nur drei solcher Turniere.“

Stebani empfiehlt den Vereinen, die Spieltage der Sportwochen mit dem Rahmenspielplan abzustimmen. Dann könne nämlich problemlos vermieden werden, dass sich Termine überschneiden. Stebani hält eine Entzerrung des Spielplans für wenig sinnvoll: „Dann kriegt man doch hinten raus nur noch mehr Probleme“, sagt er mit Blick auf die jüngste Rückserie im Amateurfußball. „Deshalb bin ich grundsätzlich ein großer Befürworter, den Pokal so früh wie möglich zu spielen, damit man diese Partien weg hat.“

Stebani macht auch darauf aufmerksam, dass sich Vereine für ein Freilos in der Qualifikationsrunde bewerben könnten. „Da sind wir in der Regel großzügig, falls ein Verein partout nicht so früh spielen kann.“ Aber im aktuellen Jahr sei die Anzahl der Vereine, die ein solches Freilos beantragt hätten, auf gerade einmal fünf Klubs zurückgegangen. In der Saison davor seien es noch elf gewesen. Auf Nachfrage der Sportredaktion bei den hiesigen Vereinen wurde hingegen schnell klar: Die Klubs wissen überhaupt nicht, dass man ein solches Freilos beantragen kann. „Da stimmt dann wohl die Kommunikation innerhalb der Vereine nicht“, so Stebanis Antwort darauf.

Er weise jedenfalls regelmäßig auf diese Möglichkeit hin. Und der Spielleiter legt noch nach: „Ich halte es für grob fahrlässig, wie einige Vereine ihre Sportwochen planen. Ich bin immer gerne gesprächsbereit bei solchen Dingen, aber ich persönlich halte es nicht für sinnvoll, diesen Modus zu verändern. Ein Trainer soll, darf und muss einen Tunnelblick für seine Mannschaft haben. Aber manchmal werden einem eben von woanders Grenzen aufgezeigt. Es gibt 1000 kleine Dinge zu bedenken, und wie gesagt: Es gibt dort eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung und unterschiedliche Kulturen in den verschiedenen Kreisen.“

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