Volleyballer des SC Weyhe Das Zittern geht weiter

Weyhe. Die Volleyballer des SC Weyhe haben das elegationsturnier zur Verbandsliga gewonnen. Ob das Team von Trainerin Britta Weiner nun aber tatsächlich aufsteigen darf, entscheidet sich aber erst in den kommenden Wochen.
17.04.2012, 05:00
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Das Zittern geht weiter
Von Malte Bürger

Weyhe. Es waren die Minuten des Sebastian Liese. "Was er da in den letzten Minuten veranstaltet hat, kann man nur hervorheben", lobte Teamkollege Sven Meier. Der erst 15-jährige Liese war von der Bank aufs Spielfeld gekommen und hatte einen gehörigen Anteil daran, dass die Volleyballer des SC Weyhe tatsächlich das Relegationsturnier zur Verbandsliga gewannen. "Er hat am Ende Hannover über die Außen abgeschossen", schwärmte Meier. Ob das Team von Trainerin Britta Weiner nun aber tatsächlich aufsteigen darf, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen.

Es lag von Beginn an reichlich Spannung in der Luft. Zunächst stritten sich die VSG Hannover IV und der SC Melle 03 in Kirchweyhe ums erste Finalticket, das Team aus der Landeshauptstadt setzte sich schließlich mit 2:0 durch.

Im Anschluss ging es erstmals für den SC Weyhe ans Netz, der TSV Oerel-Barchel wollte es den Gastgebern jedoch so schwer wie möglich machen. "Wir haben zwischenzeitlich ein paar Fehler im Aufbau und bei der Annahme gehabt, außerdem wurden viele Aufschläge verschlagen", hatte Zuspieler Sven Meier beobachtet. "Doch nach hinten raus haben sich die Jungs nicht nervös machen lassen oder gezittert, sondern das gespielt, was sie können. Und plötzlich hat dann der Gegner die Fehler gemacht." So verließen die Weyher als Sieger den Platz, durch einen 2:1 (25:12, 14:25, 15:11)-Erfolg war das Finale erreicht.

Nervenspiel gegen die Oldies

Die Partie gegen die Hannoveraner wurde dann zu einem Duell der Generationen. "Das war ein Team, das aus lauter über 40-Jährigen bestand, während unser ältester Spieler gerade einmal 28 Jahr alt ist", erklärte Meier. "Zu Beginn des ersten Satzes sind wir dann von der VSG richtig überrollt worden, Hannover hat ordentlich Stimmung in der Halle gemacht. Mit 15:25 ging der Eröffnungsdurchgang verloren.

Im weiteren Verlauf steigerte sich der SCW und fand seinen Rhythmus. In Abschnitt zwei erarbeiteten sich die Schützlinge von Britta Weiner ein kleines Polster, dass sie stetig durch den Satz trugen und letztlich ins Ziel retten. Nach dem verwandelten Punkt zum 25:22 war das Rennen um den Turniersieg wieder offen.

Auf der Zielgeraden drohte den Gastgebern allerdings ein böses Erwachen. Über 1:4 und 2:6 rannten sie einem Rückstand hinterher, den sie bis zum Seitenwechsel immerhin auf einen Punkt heruntergeschraubt hatten (7:8). Doch auch die folgenden Ballwechsel gingen vorrangig an das Team aus Hannover, das plötzlich mit 12:8 in Führung lag. "Aber wir haben uns noch einmal gefangen und das Spiel gedreht", freute sich Sven Meier. Es war eben jene Phase, in der Sebastian Liese eine entscheidende Rolle einnahm. Während sich bei den gegnerischen Routiniers Fehler einschlichen, schob der Youngster einen Angriff nach dem anderen an. Mit Erfolg - am Ende hatten sich die Weyher durch ein 15:12 doch noch den Turniersieg gesichert.

Die Freude über die erfolgreiche Relegation hielt sich bei aller Begeisterung dennoch irgendwie in Grenzen. "Wir haben aus sportlicher Sicht alles für den Aufstieg getan, der Rest liegt nicht mehr in unserer Macht", schilderte Meier. Durch die Neugründung der Dritten Liga findet in den Spielklassen dahinter derzeit ein munteres Stühlerücken statt. Noch ist nicht absehbar, wie viele Plätze letztlich neben den bereits aufgestiegenen Meistern noch in der Verbandsliga frei sind. "Anfang Mai ist die Spielklasseneinteilung, dann wissen wir Bescheid", so Sven Meier. "Abschreiben will ich es noch nicht ganz, eigentlich findet sich immer irgendwie ein Platz."

SC Weyhe:Foth, Meier, Küffel, Arndt, Ehrt, Bruns, Gramms, van de Veen, Liese, Langpap, Radeke.

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