Handball Verbandspokal

Daverdener Überraschungscoup im Pokal

Der Verbandsligist TSV Daverden setzt sich gegen die eigene Zweite sowie gegen den Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen durch und steht ebenso im Viertelfinale wie die Frauen des TV Oyten II.
21.10.2019, 17:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Mit den Männern des TSV Daverden und den Frauen des TV Oyten II werden noch zwei Handball-Teams aus dem Kreis Verden dabei sein, wenn das Viertelfinale um den Verbandspokal ansteht (21./22. Dezember). Während Oytens Zweite ihrer leichten Favoritenrolle beim Turnier in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle des SV Werder Bremen gerecht wurde, sorgte bei den Männern Verbandsliga-Aufsteiger TSV Daverden für einen echten Überraschungscoup: In eigener Halle ließen die Grün-Weißen neben der eigenen Zweitvertretung und dem TV Schiffdorf auch den Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen hinter sich. Das entscheidende Spiel um Platz eins gegen die HSG ging mit 19:17 (11:10) an die Männer aus dem Landkreis Verden.

Nach diesen drei Siegen in eigener Halle dürfte Daverdens Trainer Ingo Ehlers wieder etwas mehr Lust auf den Pokal-Wettbewerb bekommen haben. Denn im Viertelfinale werden die Teilnehmer am Final-Four-Endturnier nicht in der von ihm ungeliebten Turnierform, sondern in Einzelspielen ermittelt. Den Auftritt seiner Mannen in der zweiten Runde hatte Ehlers derweil verpasst. Henning Meyer saß für den privat verhinderten Coach auf der Bank. „Mit dem Einzug in die dritte Runde hatten wir nicht gerechnet. Aber wir haben gezeigt, dass für uns in eigener Halle einiges möglich ist“, freute sich Meyer über die gute Vorstellung der Grün-Weißen.

Beim überraschenden 19:17 (11:10)-Sieg gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen ging es für die Gastgeber in der Partie – zweimal 15 Minuten – über 6:3 (8.) mit einem knappen 11:10 in die Pause. Nach dem Wechsel kam die HSG zwar mehrfach zum Ausgleich, ging aber nie in Führung. Erik Beuße und Sascha Nijland machten mit ihren Toren schlussendlich den Sieg perfekt. Nach weiteren Erfolgen gegen den TV Schiffdorf (17:14) sowie gegen die eigene Zweitvertretung (25:20) war die Überraschung perfekt. Der TSV Daverden II aus der Landesklasse landete mit 0:6 Punkten auf dem letzten Platz, zog sich aber achtbar aus der Affäre. Derweil zeigte sich Schwanewedes Coach Andreas Swalkiewicz enttäuscht über das unplanmäßige Ausscheiden seiner Sieben. „Laufen, kämpfen und verteidigen kann man auch ohne Backe“, spielte er auf das Haftmittelverbot in der Langwedeler Schulsporthalle an.

„Jetzt habe ich auch Bock auf das Final Four.“ Für Jens Dove, den Trainer der Frauen des TV Oyten II, war es ein perfektes Wochenende. Nachdem seine Mannschaft am Sonnabend bereits im Oberliga-Punktspiel beim VfL Horneburg zwei Zähler eingesackt hatte, folgte einen Tag später mit drei Siegen der Einzug ins Pokal-Viertelfinale. 6:0 Punkte und 59:43 Tore – so liest sich die Bilanz der Drittliga-Reserve nach den Erfolgen gegen den SV Werder Bremen III (19:12), die HSG Bützfleth/Drochtersen (22:17) und den VfL Horneburg (18:14). "Ich habe die Gelegenheit genutzt und den jungen Spielerinnen viel Praxis gegeben. Ich hätte mir in einigen Phasen zwar noch etwas mehr Selbstvertrauen gewünscht, aber alle haben ihre Aufgabe super gelöst. Ich bin sehr zufrieden. Jetzt richten wir den Fokus auf das schwere Heimspiel gegen den TV Dinklage“, resümierte Jens Dove.

Wie bei den Männern, wird auch bei den Frauen das Viertelfinale in Einzelspielen ausgetragen. Neben den Oberligisten HSG Heidmark, MTV Peine, TuS Jahn Hollenstedt und Wilhelmshavener SSV sind mit dem ASC GW Itterbeck, der SG Neuenhaus/Uelsen und dem SC Dransfeld auch noch drei Teams aus der Landesliga im Lostopf.

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