Handball Verbandsliga Männer

Daverdens Durststrecke dauert an

Der TSV Daverden kassiert seine dritte Heimniederlage im dritten Heimspiel des Jahres. Gegen den TV Neerstedt hieß es am Ende 26:27.
09.02.2020, 19:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt
Daverdens Durststrecke dauert an

Niklas Wehrkamp (angerissenes Kreuzband) ist zwar wieder zurück, Daverden musste sich Neerstedt aber dennoch beugen.

Björn Hake

Bei den Handballern des TSV Daverden hält die Durststrecke in eigener Halle an. Nachdem der von Ingo Ehlers trainierte Verbandsligist bereits die ersten beiden Spiele vor eigenem Anhang im neuen Jahr verloren hatte, entführte nun auch der TV Neerstedt beide Zähler aus der Langwedler Schulsporthalle. 26:27 (13:11) lautete das Resultat nach 60 Minuten aus Sicht des TSV. Den entscheidenden Treffer erzielte Neerstedts Eike Kolpack 20 Sekunden vor dem Ende. In den Schlusssekunden hielt Lukas Oltmanns beide Zähler für den TVN fest. Der Keeper der Gäste war zur Stelle, nachdem die Grün-Weißen Nilas Junge auf dem rechten Flügel freigespielt hatten.

In dem Mittelfeld-Duell waren beiden Teams auf Augenhöhe. Und das nicht nur im Spielverlauf, sondern auch was die Ausfall-Liste betrifft. Während Ingo Ehlers neben Simon Bodenstab und Erik Beuße kurzfristig auch noch Jannis Elfers ersetzen musste, fehlten aufseiten des TV Neerstedt Top-Werfer Marcel Behlmer und Kreisläufer Philipp Hollmann. Mittelmann Niko Ahrens blieb mit Schulterproblemen 60 Minuten auf der Bank.

Letztmals in Führung lag der TSV Daverden in der 40. Minute nach einem Treffer von Aushilfe Patrick Tielitz. Das 16:15 sollte schlussendlich aber ebenso wenig für etwas Zählbares reichen, wie 70 Sekunden vor Spielende der 26:26-Ausgleichstreffer – erneut hieß der Torschütze Tielitz. Bei angezeigtem Zeitspiel behielt Eike Kolpack die Nerven. Bei einem Freiwurf schraubte sich Neerstedts Rückraumlinker hoch und unhaltbar für Sören Schmincke im Kasten des TSV schlug das Leder rechts unten neben dem Pfosten ein.

Für Gäste-Coach Andreas Müller war es glücklicher Erfolg: „Mit einem Unentschieden wäre ich auch zufrieden gewesen, eigentlich hatte die schwache Partie keinen Sieger verdient.“ Derweil echauffierte sich Ingo Ehlers über eine Zeitstrafe gegen ihn in der Schlussphase. „Da geben die Schiris mir zwei Minuten, nur weil ich moniere, dass Niklas Wehrkamp am Trikot festgehalten wird“, schilderte der Coach des TSV die Szene beim Stand von 24:25 aus Sicht des TSV.

Zu Beginn stellten die Gäste das bessere Team. Über 2:0 warf sich der TV Neerstedt eine Drei-Tore-Führung heraus (8:5). „Ihr tut hinten zu wenig. Geht aggressiver an die Leute ran“, stauchte Ehlers seine Mannen in einer Auszeit zusammen – mit Erfolg. Während die Gäste zehn Minuten ohne Tor blieben, stand es nach einem Treffer per Konter durch Nilas Junge plötzlich 9:8 für die Daverdener. Kurz vor der Halbzeit traf Boyke Wilkens nach einem sehenswerten No-Look-Pass von Ole Fastenau vom Kreis zum 13:11. In Durchgang zwei bewies Andreas Müller dann bei seinen Einwechselungen ein glückliches Händchen. Zweimal beorderte der Coach Kevin Pintscher aufs Feld, und zweimal zappelte der Ball wenig später im Kasten der Gastgeber. Treffer Nummer zwei von Pintscher war gleichzeitig auch in Minute 42. die 17:16-Führung der Gäste. Kolpack und Kreisläufer Julian Hoffmann bauten diese im weiteren Verlauf auf drei Tore aus – 19:16 (47.).

Nachdem in der Rückrunde drei Spiele absolviert sind, weisen beide Kontrahenten auf den Tabellenplätzen sieben und acht 15:17 Punkte auf. „Wir werden die Zähler mit dem aktuellen Kader holen müssen“, geht der Blick von Ingo Ehlers nicht ohne Sorgen in die Zukunft. Mit der Rückkehr von Spielmacher Simon Bodenstab sei nicht vor März zu rechnen, erklärt Ehlers. Auch in Sachen Neuzugänge für die kommende Spielzeit gebe es nichts zu berichten, sagt der Übungsleiter. Dass in Langwedel ohne Haftmittel gespielt wird, erläutert der Zollbeamte, würde die Suche nicht einfacher machen.

Gegen den TV Neerstedt hatte Ingo Ehlers mit Boyke Wilkens einen etatmäßigen Kreisläufer auf der Mitte aufgeboten. Im rechten Rückraum spielte Lajos Meisloh (8/2 Tore) durch. Links wechselten sich Ole Fastenau (3) und Constantin Pasenau ab.

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