Stürmer künftig in Melchiorshausen De Boers Warten hat ein Ende

Weyhe. Eigentlich wollte Jan de Boer seinen Wechsel vom Fußball-Landesligisten SC Weyhe zum Liga- und Lokalrivalen TSV Melchiorshausen am vergangenen Sonntag nach dem Spiel bei der BTS Neustadt publik machen. Allerdings erst nachdem der 35-Jährige mit Spartenleiter Torsten Wirth persönlich gesprochen hatte. Doch Weyhes Abteilungsleiter blieb nicht bis zum Abpfiff, was eine Unterhaltung unter vier Augen zunichte machte. Aus de Boers Sicht sei dies sehr ärgerlich gewesen, wie der Stürmer nach der 1:6-Niederlage verriet. Schließlich wollte er seinen bevorstehenden Wechsel nicht länger auf die lange Bank schieben und für klare Verhältnisse sorgen (wir berichteten).
03.05.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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De Boers Warten hat ein Ende
Von Dennis Schott

Weyhe. Eigentlich wollte Jan de Boer seinen Wechsel vom Fußball-Landesligisten SC Weyhe zum Liga- und Lokalrivalen TSV Melchiorshausen am vergangenen Sonntag nach dem Spiel bei der BTS Neustadt publik machen. Allerdings erst nachdem der 35-Jährige mit Spartenleiter Torsten Wirth persönlich gesprochen hatte. Doch Weyhes Abteilungsleiter blieb nicht bis zum Abpfiff, was eine Unterhaltung unter vier Augen zunichte machte. Aus de Boers Sicht sei dies sehr ärgerlich gewesen, wie der Stürmer nach der 1:6-Niederlage verriet. Schließlich wollte er seinen bevorstehenden Wechsel nicht länger auf die lange Bank schieben und für klare Verhältnisse sorgen (wir berichteten).

Seit Dienstagabend ist aber nun auch der SC Weyhe informiert. Am Rande der 0:4-Niederlage im Nachholspiel gegen den TSV Grolland sprach der zurzeit verletzte Jan de Boer mit Spartenleiter Wirth. Seine Reaktion? "Erfreut war er nicht. Aber ich glaube auch, dass er es geahnt hat. Die Spatzen haben es ja schon von den Dächern gepfiffen", erklärte de Boer.

Der Wechsel wurde am Rande des Derbys zwischen dem SC Weyhe und dem TSV Melchiorshausen Anfang April eingefädelt. "Ich hatte vorher eigentlich keine Wechselabsichten. Dann kam Mike Barten und hat mich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, in der nächsten Saison in Melchiorshausen zu spielen", berichtet der Stürmer. Und de Boer konnte sich einen Wechsel sehr gut vorstellen. Schließlich hat er bereits mit einigen Spielern aus Melchiorshausen gemeinsam in einer Mannschaft gekickt. Sei es Kolja Sternke, Tobias Klemptner, Lars Behrens oder Sascha Otten. "Sogar mit Hossi (Melchiorshausens Teamleiter, d. Red.) habe ich noch früher in Weyhe in der Oberliga gespielt", erinnert sich de Boer.

Wechsel "eher als gedacht"

Mit dem Wechsel im Sommer endet sein Comeback bei den Weyhern nach nur einer Saison. "Eher als gedacht", gibt de Boer zu. "Aber wenn ich mit allem hundertprozentig zufrieden gewesen wäre, dann wäre ich auch geblieben", sagt er und spricht damit vor allem die sportliche Situation des Vereins an, der in der Landesliga um den Klassenerhalt kämpft. "Was auch sicherlich damit zusammenhängt, dass wir seit Wochen sehr viele Ausfälle haben. Ganz klar", weiß er zwar.

Aber die Verlockung, unter einem Ex-Profi zu trainieren, dazu mit vielen alten Weggefährten, war einfach zu groß. Und schließlich stimme ihn auch die sportliche Perspektive beim TSV Melchiorshausen zuversichtlich.

Spartenleiter Heiner Böttcher und Teamleiter Markus Hoßfeld basteln derzeit kräftig an einem Kader, der in der kommenden Saison um den Aufstieg in die Bremen-Liga spielen soll. Nach Julian Michel, Matthias Kastens, Danny Pankratz, Dennis Dörgeloh (alle TSG Seckenhausen-Fahrenhorst), Marco Prigge (Habenhauser FV II) ist de Boer bereits der sechste Neuzugang – womit das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein soll.

Der TSV Melchiorshausen bekommt in Jan de Boer einen bereits höherklassig erfahrenen Mann. Mit dem SC Weyhe spielte er 2001 in der Oberliga, danach schloss er sich dem FC Oberneuland, dem FC Bremerhaven, dem Brinkumer SV und dem Bremer SV an, ehe er zu dieser Saison zum SC Weyhe wechselte. Der TSV Melchiorshausen ist nun also seine sechste Station und erst der zweite Landesliga-Verein, bei dem de Boer aktiv ist.

Zuvor war er fast ausschließlich in der Bremen-Liga aktiv – oder eben noch höher. "Durch mein Alter kann ich vor allem die jüngeren Spieler etwas an die Hand nehmen", meint de Boer zwar, sagt aber auch: "Ich gehe bestimmt nicht nach Melchiorshausen, um von der Bank aus zuzuschauen. Ich will spielen und Tore schießen. Das war schon immer so und das soll auch so bleiben."

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