Nachholspiel: SG Aumund-Vegesack erzittert sich Sieg über Vatan / In der Offensive zu hektisch

Defensiv ohne Fehl und Tadel

Vegesack. Wenn das Ergebnis stimmt, ist die gezeigte Leistung erst einmal zweitrangig. Mit dieser Gewissheit konnten die Kicker der SG Aumund-Vegesack unter die Dusche eilen.
07.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald
Defensiv ohne Fehl und Tadel

Voller Tatendrang vor dem Nachholspiel gegen Vatan Spor: Mannschaft samt Betreuerstab der SG Aumund-Vegesack. Wenig später taten sich die Nordbremer etwas schwer.

Klaus Grunewald

Wenn das Ergebnis stimmt, ist die gezeigte Leistung erst einmal zweitrangig. Mit dieser Gewissheit konnten die Kicker der SG Aumund-Vegesack unter die Dusche eilen. 2:0 gewannen die Nordbremer das Nachholspiel in der Bremen-Liga gegen den KSV Vatan Spor, obwohl die Gäste über weite Strecke den gefälligeren Fußball gezeigt hatten.

Doch Feldüberlegenheit und bessere Spielanlage sind für die Katz, wenn nichts Zählbares dabei herauskommt. Vatans Co-Trainer Andreas Kramer lobte seine Mannschaft zwar für ihren Auftritt als „kompaktes Kollektiv“, das aber ein Manko besaß: Im Strafraum der Gastgeber waren die Westbremer mit ihrem Latein am Ende.

Ein Faktum, das Gründe hatte: Der Defensivblock der SAV um Denis Nukic und Brice Quedraogo in der Zentrale, Björn Krämer und Daniel Rosenfeldt auf den Außenbahnen sowie Dauerläufer Firat Semith Demir ließ die Vatanesen nicht zum wirkungsvollen Torschuss kommen. Und nahezu alle Flanken, die in den Strafraum segelten, wurden eine sichere Beute des jungen Torwarts Jan Templin.

Nur einmal benötigten Templin und seine Vorderleute Fortunas Unterstützung: In der 37. Minute krachte ein Distanzschuss von Dickson Onyeulo an den linken Vegesacker Torpfosten. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber durch einen kuriosen Treffer von Volkan Arslan mit 1:0.

Der 20-Jährige bugsierte den Ball nach einer Ecke in Richtung Vatan-Tor, den Gäste-Keeper Stefan Kilic erst hinter der Linie zu fassen bekam. So jedenfalls hatte es Schiedsrichter Carsten Biewig gesehen, der auf Tor entschied (8.).

Die Gröpelinger zeigten in den folgenden Minuten Wirkung, die SAV schien auf dem Weg zu einem sicheren Heimerfolg zu sein. Ein Irrtum. „15 Minuten haben wir das Spiel im Griff gehabt, danach aber die Linie verloren und insbesondere beim Umschalten in die Offensive viel zu hektisch agiert“, monierte Jens Heine nach der Partie. Dennoch, gemessen an den klaren Torchancen, geht der Erfolg der Hausherren in Ordnung. Sie zeigten auf dem Kunstrasenplatz zwar des Öfteren ungewohnten Rumpelfußball, hatten aber gute Möglichkeiten, um frühzeitig Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen. Beispiele: Rosenfeldt scheitert aus Nahdistanz an Kilic (4.); Obed Scholl-Amoahs Heber geht über Keeper und Torbalken hinweg (12.); Husmann verfehlt das Tor um Zentimeter (41.); Abdullah Özkul semmelt das Leder sieben Meter vor dem Tor in die Wolken (52.). Die SAV-Fans mussten bis zur 90. Minute um den knappen 1:0-Vorsprung bangen.

Dann gelang es dem bis dahin ebenfalls glücklos operierenden Abdullah Basdas, seinen Gegenspieler Joel Richi Tchato Nono zu düpieren. Basdas tanzte ihn an der Torauslinie aus und wurde von den Beinen geholt: Elfmeter. Björn Krämer schoss schwach, so dass Kilic den Ball abwehren aber nicht festhalten konnte. Im Nachsetzen vollendete Krämer zum 2:0. Fazit: Die von Heine einkalkulierten drei Punkte auf dem Weg zum neuen Saisonziel wurden eingesackt. Und das heißt: Platz fünf.

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