48. Kleinfeld-Handball-Turnier: SC Kiez gewinnt zum vierten Mal in Folge, HSG Delmenhorst feiert fünf Titel Deichhorster Wetter

Delmenhorst. Es wirkte so, als ob der Wettergott nur darauf gewartet hätte, bis das 48. Kleinfeld-Handball-Turnier des TV Deichhorst beendet war, bevor er die Schleusen öffnete und es regnen ließ.
12.06.2017, 00:00
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Deichhorster Wetter
Von Michael Kerzel

Delmenhorst. Es wirkte so, als ob der Wettergott nur darauf gewartet hätte, bis das 48. Kleinfeld-Handball-Turnier des TV Deichhorst beendet war, bevor er die Schleusen öffnete und es regnen ließ. Bis zur Siegerehrung am Sonntag um 16 Uhr schien die Sonne an beiden Wochenendtagen, an denen mehr als 70 Mannschaften 184 Spiele bestritten. Kurz vor dem Turnierende, gerade liefen die Halbfinalpartien bei den Herren, hatte Mit-Organisator Hansjürgen Schäfer noch gen Himmel geblickt. „Das ist Deichhorster Wetter“, sagte er. Und da Freizeit-Turniere an der frischen Luft vor allem dann Spaß machen, wenn das Wetter passt, stimmte eigentlich alles. „Es gehört für viele Handballer zu den schönsten Zeiten im Jahr, wenn sie aus der Halle rauskommen und ohne Druck einfach spielen können“, meinte Schäfer.

Den Spaß merkte man den meisten Akteuren auf dem Feld an: Sie drehten Pirouetten vor dem Torabschluss, passten sich die Bälle hinter dem Rücken zu, zeigten den Kempa-Trick oder fingen Pässe mit dem T-Shirt. Dass diese Kabinettstückchen oft funktionierten, lag an der Qualität der Spieler, gerade im Herrenbereich. Die Top-Teams waren mit Spielern von Landes- bis Oberliga gespickt. Der VSK Bungerhof trat beispielsweise mit Landesliga-Torschützenkönig Sebastian Rabe an, beim SC Kiez lief der Neuzugang der HSG Delmenhorst, Ole Goyert, auf. Auch Stefan Timmermann oder HSG-Torwart Mirko Lettmann – der sowohl für den TV Deichhorst als auch (aushilfsweise) für die VSK Bungerhof im Feld auflief – steuerten ihrerseits Tore bei.

Dass die Teams nicht nur zum Schnacken, Biertrinken und Feiern auf das Sportgelände an der Kantstraße kamen, zeigten die Herren-Halbfinals. Hier ärgerte sich der TV Deichhorst doch merklich, dass er der HSG Delmenhorst unterlag. Zumal diese vor allem aus Spielern der Vierten Herren bestand. „Normalerweise schaffen wir kaum die Vorrunde“, sagte der derzeit verletzte Spielertrainer Marco Steiger. Auf dem Weg an den sechs Spielfeldern vorbei nach dem Halbfinalsieg kam es immer wieder zu ähnlichen Gesprächen. Steiger: „Wir sind im Finale“, Antwort: „Ihr?“. Gelächter beiderseits.

Auch die Stimmung zwischen den Teams passte. Noch vor dem Finale kam der Kiez-Keeper zu den HSGlern und bat spaßeshalber um einen Ballholer, da er im Gruppenspiel dauernd das am Gehäuse vorbeigeworfene Leder habe holen müssen. Die Kiez-Werfer setzten sich letztlich auch im Finale souverän durch und holten den Cup zum vierten Mal in Folge. Bei den Damen siegte der TV Deichhorst vor der HSG Delmenhorst. Hier wurde im Jeder-gegen-jeden-Modus gespielt. Der TV gewann jedes Spiel und erzielte ein Gesamttorverhältnis von 58:22, die HSG auf Rang zwei wies eines von minus einem Treffer auf.

Bei den Jugendturnieren dominierte die HSG Delmenhorst. Sowohl bei der weiblichen als auch der männlichen Jugend wurde von E- bis A-Jugend gespielt. Fünf Titel gingen an die Delmenhorster, dreimal stand der Nachwuchs der TSG Burg Gretesch ganz oben. Die TSG stellte laut Schäfer mit 14 Teams die meisten von den von auswärts angereisten, gefolgt von Rote Erde Schwelm, die jeden ihrer Podestplätze bei der Ehrung mit Gesängen feierten. Und dann setzte der Regen ein und trieb die Turnierteilnehmer schnell auseinander.

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