Weser-Ems-Liga: Gallmann-Sieben schlägt Grüppenbührens Reserve mit 39:35 / Harpstedt in Sandkrug chancenlos Delmenhorst nach Derbysieg fast Meister

Delmenhorst·Neuenburg·Hatten-Sandkrug. Sie hatten im Vorfeld großen Respekt vor dem Derby, doch die Handballer der HSG Delmenhorst II haben auf dem Weg zum Titel in der Weser-Ems-Liga auch die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II aus dem Weg geräumt. Mit 39:35 (21:15) gewann der Tabellenführer am Sonnabend gegen den Erzrivalen.
26.04.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rolf Behrens

Sie hatten im Vorfeld großen Respekt vor dem Derby, doch die Handballer der HSG Delmenhorst II haben auf dem Weg zum Titel in der Weser-Ems-Liga auch die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II aus dem Weg geräumt. Mit 39:35 (21:15) gewann der Tabellenführer am Sonnabend gegen den Erzrivalen. Auch Grüppenbührens Dritte kassierte eine Niederlage – 21:29 (12:14) bei der HSG Neuenburg/Bookhorn. Die HSG Harpstedt/Wildeshausen unterlag bei der TSG Hatten-Sandkrug mit 20:38 (8:22).

HSG Delmenhorst II - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II 39:35 (21:15). Das Derby bot viele Tore, dabei zeigten beide Torhüter starke Leistungen. Am Ende siegten die Delmenhorster und stehen kurz vor der Meisterschaft. Allerdings stapelt Trainer Volker Gallmann immer noch tief und will davon nichts wissen. Bis zur 20. Minute verlief die Partie ausgeglichen. Danach setzten sich die Gastgeber allmählich ab, weil die Gäste einige Bälle vertändelten. Grüppenbührens Spielmacher Marcel Behrens wollte in manchen Situationen zu viel. Von 12:11 zogen die Delmenhorster bis zur Pause über 17:12 auf 21:15 davon.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Steffen Eilers auf 23:15 (33.). Die Begegnung schien entschieden zu sein, doch weit gefehlt. Die Gallmann-Schützlinge ließen plötzlich nach, und die Gäste um Coach Andreas Müller witterten ihre Chance. Angetrieben von Behrens, der nun groß aufspielte, verkürzten die Grüppenbührener bis zur 46. Minute auf 26:27. Danach steigerten sich die Hausherren wieder. Besonders Malte Coors nahm nun Fahrt auf und traf, wie er wollte. Nach 54 Minuten hieß es 34:30 für das Heimteam, und das Spiel war gelaufen. „Dafür, dass wir nach dem 15:23 noch einmal wiedergekommen sind und nicht aufgesteckt haben, gebührt der Truppe ein Lob“, bilanzierte Grüppenbührens Trainer Müller und fügte hinzu: „Wir haben ein gutes Spiel gesehen, und gegen den kommenden Meister zu verlieren, ist keine Schande.“ Sein Gegenüber Gallmann sagte: „Nach dem 23:15 hat uns die Körperspannung gefehlt, aber wir haben uns selbst aus dem Loch befreit.“

HSG Neuenburg/Bockhorn - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III 29:21 (14:12). Enttäuscht traten die Grüppenbührener die Heimreise an, denn die Pleite beim sicheren Absteiger war nicht eingeplant. Zu Beginn des Spiels lief noch alles wunschgemäß für die Gäste. Bis zum 7:4 lagen die Schützlinge von Trainer Gerold Steinmann stets vorn. Danach gerieten sie jedoch aus dem Rhythmus. Speziell in der Abwehr haperte es, sodass Neuenburg zum 8:8 ausglich und zur Halbzeit mit 14:12 führte. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber etwas besser. Die Grüppenbührener kämpften sich aber wieder heran und warfen durch Sebastian Mielcarek das 19:19 (47.). Danach gingen die Neuenburger allerdings wieder mit drei Treffern in Front, und die Gäste steckten auf. Das Heimteam kam nun zu einfachen Toren nach Tempogegenstößen und landete einen deutlichen Erfolg.

TSG Hatten-Sandkrug II - HSG Harpstedt/Wildeshausen 38:20 (22:8). Die bereits abgestiegenen Harpstedter zeigten in Sandkrug einmal mehr keine Weser-Ems-Liga-Tauglichkeit. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Gäste völlig überfordert. „In den ersten 30 Minuten war das ein Totalausfall“, sagte Coach Peter Büssing. Dementsprechend lag seine Mannschaft zur Pause bereits mit 8:22 hinten. Im zweiten Durchgang ließen es die Hausherren etwas ruhiger angehen, und die Harpstedter konnten immerhin ein komplettes Debakel verhindern. Am Donnerstag muss die Büssing-Sieben nun ab 20.30 Uhr beim Tabellenführer HSG Delmenhorst II antreten, wo die nächste hohe Niederlage droht.

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