TSV Barrien kehrt doch nicht in die Korbball-Bundesliga zurück / Zwei Niederlagen zum Abschluss Dem Druck nicht standgehalten

Barrien. Die Enttäuschung nach dem Abpfiff war groß. Bei einigen Spielerinnen kullerten auch Tränen. Verständlich, denn die Korbballerinnen des TSV Barrien hatten eine gute Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Doch am letzten Spieltag der Niedersachsenliga blieben sie in zwei Partien ohne jegliche Punkte und fielen vom Aufstiegsplatz sogar noch bis auf Rang sieben zurück.
09.03.2011, 05:00
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Von Christine leska-ottensmann

Barrien. Die Enttäuschung nach dem Abpfiff war groß. Bei einigen Spielerinnen kullerten auch Tränen. Verständlich, denn die Korbballerinnen des TSV Barrien hatten eine gute Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Doch am letzten Spieltag der Niedersachsenliga blieben sie in zwei Partien ohne jegliche Punkte und fielen vom Aufstiegsplatz sogar noch bis auf Rang sieben zurück.

"Heute hatten wir einen rabenschwarzen Tag", resümierte Trainer Manfred Otto. "Schon beim Aufwärmen vor der ersten Partie hatte ich ein komisches Gefühl. Meine Damen waren nicht locker und haben gehemmt gewirkt." Dieser Eindruck sollte sich im Duell mit dem nicht aufstiegsberechtigten Meister SV Brake II bestätigen. "Wir wussten, dass wir gegen die Braker nicht gewinnen können. Aber das 0:10 zur Pause war schon deprimierend. Das war alles viel zu verkrampft", analysierte Otto. Am Ende stand eine deftige 3:20-Pleite. Das Hinspiel hatten die Barrierinnen lediglich mit 4:9 verloren.

Die Niederlage war jedoch eingeplant; die beiden nötigen Punkte zum Aufstieg sollten in der zweiten Partie gegen den FC Gessel-Leerßen eingefahren werden. "Leider waren wir aber auch in diesem Spiel nicht frei im Kopf. Ein flüssiges Kombinationsspiel kam nicht zustande", erklärte der enttäuschte TSV-Trainer. So stand es zur Pause bereits 2:7. Das Endergebnis lautete schließlich 7:10.

"Ich glaube, viele meiner Mädels sind mit dem Druck, der angesichts der großen Aufstiegschance entstanden ist, nicht zurechtgekommen", konstatierte Otto. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Anschluss an den Spieltag konnten die Barrierinnen aber schon wieder ein wenig lächeln. "Wir hatten vorher ja schon betont, dass ein Nichtaufstieg kein Beinbruch ist. Meine Mädels lassen den Kopf jetzt nicht hängen. Im Gegenteil, sie freuen sich schon auf die neue Saison", bekräftigte Otto.

Den Kampf um den Aufstiegsplatz hat übrigens der TSV Thedinghausen für sich entschieden. Mit zwei Siegen schob sich das Team noch von Platz fünf nach vorne und feierte damit nach drei Jahren die Rückkehr in die Bundesliga. Punktgleich mit dem Aufsteiger beendete der TuS Sudweyhe II die Saison auf Rang drei. Der FC Gessel-Leerßen landete in der Abschlusstabelle auf dem fünften Platz.

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