HSG Schwanewede/Neuenkirchen bezwingt ATSV Habenhausen und gewinnt das Viererturnier in Langen Dem Favoriten getrotzt

Das „Wohnzimmer“ ihres Trainers Malte Waldow hat den Oberliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen sehr gut gefallen. Nur knapp zwei Kilometer von seinem Haus entfernt, beim Viererturnier seines Ex-Klubs TV Langen, setzten sich die „Schwäne“ in der 2. Pokalrunde Niedersachsen/Bremen durch.
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Von Olaf Kowalzik

Das „Wohnzimmer“ ihres Trainers Malte Waldow hat den Oberliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen sehr gut gefallen. Nur knapp zwei Kilometer von seinem Haus entfernt, beim Viererturnier seines Ex-Klubs TV Langen, setzten sich die „Schwäne“ in der 2. Pokalrunde Niedersachsen/Bremen durch.

Die Oberliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen haben den Einzug in das Halbfinale des neu geschaffenen Pokals der Verbände Niedersachsen und Bremen geschafft. Die „Schwäne“ quälten sich in Runde zwei des Viererturniers in Langen zunächst mit 35:27 (16:12) über den Verbandsligisten TuRa Marienhafe weiter. Danach setzten sie sich etwas überraschend auch gegen den ungeschlagenen Ligarivalen ATSV Habenhausen mit 33:28 (17:13) durch.

Damit stehen die „Schwäne“ am 20./21. Dezember in einem der vier Viererturniere, deren Sieger sich wiederum für das Final Four am 25./26. April des kommenden Jahres qualifizieren.

„Wir freuen uns auf die nächste Runde und einige attraktive Gegner“, sagte HSG-Trainer Malte Waldow, „am liebsten würden wir auch eines der nächsten Regionalturniere selbst ausrichten.“ Das hätten die „Schwäne“ schon in der zweiten Runde gerne gewollt, doch da sich in ihrer Gruppe auch der TV Langen um die Ausrichtung beworben hatte, ging der Zuschlag dem Reglement entsprechend an das klassentiefere Team aus der Verbandsliga Nordsee.

Viel Kraft zum Jubeln über ihr Weiterkommen hatten die „Sahneschnitten“ allerdings nicht. Zwei Spiele über die volle Distanz binnen nur dreieinhalb Stunden nagten stark an ihrer Substanz. Nach dem Halbfinalsieg über Marienhafe blieb den „Schwänen“ gar nur eine knappe Viertelstunde zum Regenerieren, bevor es wieder zum Aufwärmen für die Partie gegen den Oberligarivalen aus Habenhausen auf die Platte ging. Der hatte nach dem 41:28 über Gastgeber TV Langen eine lange Wartezeit hinter sich bringen müssen.

Doch der Reihe nach: Gegen TuRa Marienhafe lieferten die Schwaneweder eine schlechte Leistung ab. „Das war lange Zeit Not gegen Elend, aber gewonnen ist gewonnen“, stellte Malte Waldow fest. Er hatte Andreas Szwalkiewcz, Matthias Ruckh und Fabian Rojahn extra für die nächste Partie geschont. Einziger Wermutstropfen: Beim Aufwärmen war der Bundesliga-A-Jugendliche Vibulan Sivanathan umgeknickt und wurde zur Sicherheit gar nicht erst eingesetzt. „Ich hoffe, dass er sich nichts Schlimmeres zugezogen hat“, sagte der HSG-Coach.

Seine Mannschaft setzte sich gegen die Ostfriesen nach 6:6 über 11:8 zur Pause mühselig auf vier Tore ab und fuhr am Ende einen standesgemäßen Sieg ein. „Meine Mannschaft hatte sich für das nächste Spiel geschont, ein gutes Pferd springt eben nicht höher, als es muss“, sagte er. Torben Pilger hatte seine lange Einsatzzeit genutzt, um bei einer geringen Fehlerquote acht Tore zu erzielen.

Im Spiel um das Weiterkommen in die nächste Pokalrunde tat der HSG Schwanewede/Neuenkirchen die Ruhepause seiner Routiniers gut. Vor allem Andreas Szwalkiewicz präsentierte sich in einer starken Verfassung und langte zwölfmal erfolgreich zu. Mit ihm präsentierte sich die Flügelzange, bestehend aus Mirko Ahrens (8) und Nicolas Karnick (7), in großer Trefferlaune. Hierbei profitierte vor allem der Linkshänder Karnick von seiner guten Abwehrarbeit, der die Bremer als Vorgezogener in der 3:2:1-Deckung zu einigen Fehlpässen verleitete und der nach vorne sofort wieder Vollgas gab.

Im Tor war René Steffens gut aufgelegt, auf der Angriffsmitte brachte wiederum Matthias Ruckh seine Mitspieler in gute Wurfposition. Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass die Habenhauser mit Björn Wähmann und André Ostermann zwei Abwehrkanten nicht einsetzt haben.

„Wir waren einen Tick williger als der ATSV, im Punktspiel wird das natürlich ganz anders aussehen“, prophezeite Waldow. Bei seinem Team war auch nicht alles Gold: „Es gibt es noch reichlich Luft nach oben“, versprach der HSG-Coach.

Schwanewede/Neuenkirchen: Steffens, Prieß; Ahrens (10), Kolpack (2), Witzenhausen (3), Wallrabe (5), Walker (3), Huckschlag (4), Hintke (4), Karnick (11/2), Feller (3), Pilger (8), Rojahn (2), Szwalkiewicz (12/4), Ruckh (1) (elo)

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