Heiligenroder Tischtennisspielerin erreicht bei Bezirksrangliste Rang zwei und lässt Nachwuchs alt aussehen Denise Kleinert lässt Erfahrung sprechen

Landkreis Diepholz. Die Tischtennisspielerinnen des Kreisverbandes Diepholz laufen immer mehr zur Höchstform auf, denn Denise Kleinert, Nele Puls und Lena Wehrenberg stellten beim Bezirksranglistenturnier in Tündern einen neuen Rekord auf: Die Plätze zwei, sieben und zwölf hatte es bislang nicht gegeben. Da fällt die Beteiligung der Herren mit einem Solo-Auftritt von Klaus Krabbe und Platz 15 deutlich spärlicher aus.
07.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Inge schmidt-grabia

Landkreis Diepholz. Die Tischtennisspielerinnen des Kreisverbandes Diepholz laufen immer mehr zur Höchstform auf, denn Denise Kleinert, Nele Puls und Lena Wehrenberg stellten beim Bezirksranglistenturnier in Tündern einen neuen Rekord auf: Die Plätze zwei, sieben und zwölf hatte es bislang nicht gegeben. Da fällt die Beteiligung der Herren mit einem Solo-Auftritt von Klaus Krabbe und Platz 15 deutlich spärlicher aus.

"Den ersten Platz und damit die Qualifikation zur Landesrangliste in Stuhr hätte ich schon gern gehabt", gestand Denise Kleinert vom TSV Heiligenrode. "Einmal nicht um 6 Uhr aufstehen und zu einem Turnier reisen zu müssen, wäre schon schön." Stattdessen reichte es für Kleinert zu Rang zwei, mit dem sie ebenfalls zufrieden war. Zumal sie einmal mehr dem Nachwuchs gezeigt hat, dass Erfahrung auch zählt. "Das sind locker 15 Jahre Altersunterschied. Die sollen ruhig merken, dass das keine Jugendveranstaltung ist."

In der Vorrunde verhielt sie sich ausgesprochen ökonomisch und leistete sich lediglich einen Satzverlust. "Die meisten Spielerinnen finden gegen meine Taktik kein rechtes Mittel", schilderte Kleinert. Erst in der Hauptrunde musste sie richtig ran, denn der Fünfsatzsieg über Kristina Jeske (Hannover 96) gestaltete sich sehr kraftraubend.

Völlig platt in Durchgang vier

Im alles entscheidenden Vergleich mit Svenja Böhm (Hannover 96) führte die Heiligenroderin nach einem Satzgewinn im zweiten Durchgang mit 9:8, wurde dann aber durch häufige Unterbrechungen und Auszeiten ihrer Gegnerin aus der Spur gebracht. Nach zwei knappen Satzverlusten ging der finale Abschnitt mit 4:11 verloren. "Ich war einfach platt", so Kleinert.

Der siebte Rang bei den Damen ist für Kleinerts 15-jährige Vereinskollegin Nele Puls eine starke Platzierung. Möglicherweise hätte sogar mehr herausspringen können, wenn sie in der Vorrunde besser gepunktet hätte (3:3). "Gegen die gleichaltrige, spätere Siegerin Svenja Böhm hatte Nele keine Chance, auch die Hildesheimerin Elisa Füldner liegt ihr nicht unbedingt", meinte Mutter Gaby Puls. Eine klitzekleine Möglichkeit sah sie gegen die Hannoveranerin Kristina Jeske. "Gegen sie hat Nele schon einmal gewonnen, aber ob ein Sieg tatsächlich zum Einzug in die Gruppe der besten Sechs gereicht hätte, wollen wir uns gar nicht ausmalen."

In der unteren Gruppe präsentierte sich Puls in bestechender Form und ließ sich auch von ihrer langjährigen Rehburger Weggefährtin Sabrina Dewenter nicht ärgern. "Wir rechnen bei der Mädchen-Landesrangliste in zwei Wochen mit Platz fünf, denn Nele muss sich dort als Jüngste dreier Jahrgänge mit vier Favoritinnen auseinandersetzen", erklärt Gaby Puls.

Als Nachrückerin durfte Lena Wehrenberg vom TTC Erichshof locker aufspielen. Dennoch hielt das Turnier eine breite Gefühlspalette bereit. Die ersten Runden liefen normal, doch dann wurde sie von der unbekannten Tatjana Rummel (TTC Darlaten) auf dem falschen Fuß erwischt und verlor in vier Sätzen. Erst der folgende Sieg über Sarah Falczyk (MTV Engelbostel) entschädigte und bescherte den Einzug in die Endrunde um die Plätze sieben bis zwölf. Dort zeigte Lena Wehrenberg eine gute Form. Von drei Fünfsatzspielen gewann sie die Partie gegen Isabelle Diaz (Hannover 96), wurde aber dennoch nur Zwölfte.

Einen vorderen Platz im Herren-Feld der Ober- und Regionallisten hatte sich Klaus Krabbe, neuer Frontmann des TV Stuhr, nicht vorgenommen. Aber ein oder zwei Positionen höher als Rang 15 hätten es schon sein dürfen. "Anfangs lief es ganz gut, aber im fünften Spiel gegen den Sorsumer Christof Schlemeier habe ich zu viel Kraft verloren", so der 46-Jährige. "Das war bei mir der Knick, für die späteren, etwas schwächeren Gegner fehlte einfach die Kraft."

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