SV Bruchhausen-Vilsen Dennis Kastendieck ist Spieler der Woche

Bruchhausen-Vilsen. Uwe Sieling hat nicht viel zu meckern, wenn er an seinen Torhüter denkt. Zwar gehört Dennis Kastendieck mit seinen 1,77 Metern nicht gerade zu den Größten seiner Zunft, doch ausgestattet mit einer guten Sprungkraft macht er dieses Defizit wett.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Dennis Kastendieck ist Spieler der Woche
Von Malte Bürger

Bruchhausen-Vilsen. Uwe Sieling hat nicht viel zu meckern, wenn er an seinen Torhüter denkt. Zwar gehört Dennis Kastendieck mit seinen 1,77 Metern nicht gerade zu den Größten seiner Zunft, doch ausgestattet mit einer guten Sprungkraft macht er dieses Defizit wett. So auch zuletzt gegen den TuS Wagenfeld, wo er beim Sieg seines SV Bruchhausen-Vilsen mit mehreren Paraden die drei Punkte sicherte. Der Schlussmann ist deshalb unser Spieler der Woche.

Eine kleine Sache gibt es dann aber doch, die Coach Sieling gern ändern würde. "Dennis hat seinem Alter entsprechend ein junges Gesicht, doch als Torhüter könnte er ruhig ein wenig hässlicher werden", meint er schmunzelnd über den 21-Jährigen. "Ein Vollbart, eine Narbe oder ein ausgeschlagener Zahn wären nicht schlecht, um den Gegner ein wenig zu verängstigen."

So weit will es Kastendieck allerdings nicht kommen lassen. "Ich habe im letzten Jahr bereits ein paar Mal Bezirksliga gespielt, jetzt auf Kreisebene. Da ist mir keiner aufgefallen, der mit einem ausgeschlagenen Zahn herumläuft", flachst der Keeper selbstbewusst zurück. Zumal ihm der Erfolg Recht gibt. "Klar, Torhüter sollen immer ein bisschen verrückt sein, aber ich glaube, dass ich das auch so ganz gut hinbekomme."

Einen entscheidenden Anteil an der positiven Weiterentwicklung des Eigengewächses, das bereits seit seinem vierten Lebensjahr beim SV Bruchhausen-Vilsen kickt, hat Andreas Mann, der sich speziell um die Einheiten der Torwarte kümmert - da sind sich Trainer Sieling und sein Spieler ein. "Von Andreas kann man so ziemlich alles lernen", schwärmt Kastendieck. "Er bringt richtig viel Erfahrung mit und kann darüber hinaus seine vielen Tipps auch gut vermitteln."

Besonders sein Stellungsspiel habe sich zuletzt verbessert, glaubt der Schlussmann. "In Sachen Strafraumbeherrschung und beim Rauskommen muss ich allerdings noch besser werden", gibt Dennis Kastendieck unumwunden zu.

Doch kleinere Schwächen hin oder her, in den eigenen Reihen ist der Auszubildende zum Schifffahrtskaufmann absolut akzeptiert. "Aus der Mannschaft heraus gab es nie Beschwerden, dass ich vielleicht zu jung und unerfahren sein könnte", schildert Kastendieck. "Das Team hat mir immer das Vertrauen gegeben."

Mit Erfolg, schließlich haben die Vilser bislang lediglich 24 Gegentreffer auf dem Konto. Als Tabellenführer kann ohnehin in der Defensivabteilung nicht allzu viel falsch gelaufen sein. "Mit diesem Platz eins hat wohl keiner bei uns gerechnet, aber wir haben auch einfach ein gutes Team", schwärmt der 21-Jährige.

Nur zu gern würde er wieder zurück auf die Bezirksebene, wo er in der vergangenen Saison im teaminternen Duell Lars Bobrink aus dem Kasten verdrängte. Dieses Mal würde Dennis Kastendieck dann als Nummer eins in die Spielzeit starten - selbst wenn es mit der Hässlichkeit dann doch nichts wird.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+