Fußball Landesliga und Bezirksliga Der entscheidende Endspurt

Die heiße Phasen in beiden Ligen steht an, und bei fünf Teams geht es noch um den Klassenerhalt beziehungsweise den Aufstieg
08.05.2018, 16:25
Lesedauer: 3 Min
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Der entscheidende Endspurt
Von Patrick Hilmes

Landkreis Verden. Im Fußball zählen am Saisonende Siege gefühlt noch ein bisschen mehr als während der sonstigen Spielzeit. Immer wichtiger werden die Punkte auf dem Konto, denn irgendwann kann nicht mehr darauf verwiesen werden, dass noch so viele Partien gespielt und demnach noch so viele Punkte vergeben werden. Irgendwann muss gepunktet werden. Und dieses Irgendwann ist jetzt. Die Landesliga Lüneburg und auch die Bezirksliga Lüneburg 3 befinden sich im Saisonendspurt, nun stehen in beiden Ligen die Entscheidungen im Titel- und im Abstiegskampf an.

Landesliga Lüneburg

Die beiden Vertreter aus dem Kreis Verden kämpfen noch immer um den Klassenerhalt, haben jedoch die Rollen getauscht. Während bei der einen Mannschaft die verloren gegangene Hoffnung zurückgekehrt ist, ist sie bei der anderen mittlerweile so gut wie dahin. In der Winterpause war der TSV Ottersberg noch zuversichtlich, die Klasse halten zu können. Beim TSV Etelsen sprach man zu dieser Zeit hingegen von einem nötigen Wunder.

Ottersberg steht nach dem Abstieg 2015 aus der Oberliga nun kurz vor dem Abstieg in die Bezirksliga. Fünf Spiele haben die Wümmekicker noch zu absolvieren, können somit maximal 15 Punkte holen und weisen zur Konkurrenz – die meisten haben noch sechs Partien vor sich – einen Abstand von acht Punkten auf. Theoretisch machbar, doch in der Praxis hapert es einfach zu sehr. Als bestes Beispiel dient der Auftritt gegen Emmendorf: Die Truppe von Coach Jan Fitschen versiebte reihenweise beste Möglichkeiten und schenkte sich die Gegentore quasi selbst ein. Dementsprechend lautete das allgemeine Fazit: Das war’s, denn welche Spiele soll der TSV noch gewinnen, wenn nicht solche. Am Mittwoch geht es daheim gegen den SV Eintracht Lüneburg, ohne einen Sieg dürften dann selbst die größten Optimisten kapitulieren.

Während bei dem einen TSV das Selbstvertrauen verloren scheint, hat der andere es wiedergefunden. Die Schlossparkkicker aus Etelsen legten eine furiose Aufholjagd nach der Winterpause hin und ließen sich nicht mal durch drei Niederlagen am Stück entmutigen. Zwar steht die Truppe von Interimscoach Nils Goerdel noch immer auf einem Abstiegsrang, weist aber nur einen Punkt Rückstand auf den rettenden zwölften Platz auf. Dieser Abstand könnte bereits am Mittwoch wettgemacht werden, wenn die Etelser in Bornreihe antreten. Doch die Blau-Weißen aus dem Teufelsmoor nahmen eine ähnliche, eine noch bessere Entwicklung wie der TSV Etelsen.

Bezirksliga Lüneburg 3

Nicht mehr für alle kreisverdener Teams geht es noch um Aufstieg oder Klassenerhalt, so haben der TV Oyten, der TSV Bassen und der MTV Riede lediglich die für sie bestmögliche Platzierung im Kopf. Das Trio kämpft untereinander um die Plätze hinter dem Spitzenduo aus Verden und Hambergen. Und eben diese beiden Mannschaften kommen noch für den Titel infrage. Während die Hamberger weiterhin von Sieg zu Sieg eilen – ihre letzte Niederlage datiert vom 8. Oktober 2017 (1:2 in Bassen) – trauern die Verdener seit dem vergangenen Wochenende um ihre gerissene Serie. Ausgerechnet im Derby gegen den FSV Langwedel-Völkersen verloren die Domstädter erstmals in diesem Jahr. Gewinnt der FCH seine drei Nachholspiele, hätte Verden nur noch drei Punkte Vorsprung. Zudem steht am 23. Mai das direkte Duell an. Noch enger geht es im Kampf um den Ligaverbleib zu. Der FSV Langwedel-Völkersen hat nur einen Punkt mehr auf dem Konto als der SV Vorwärts Hülsen, der den ersten Abstiegsplatz einnimmt. Tendenzen gibt es keine, am vergangenen Spieltag siegten alle Teams von Platz elf bis 14. Einen großen Schritt kann an diesem Mittwoch Langwedel machen, wenn der FSV den FC Worpswede, den 15. der Liga, empfängt. Gleiches gilt für die Hülsener, die beim ATSV Scharmbeckstotel, dem Tabellenelften, zu Gast sind. Für den SVV hat die stressige Phase nun begonnen, binnen knapp drei Wochen absolviert die Truppe von Ziad Leilo neun Spiele.

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