Personell geschwächte SG Achim/Baden muss sich gegen teilweise enorm verstärkte Konkurrenz behaupten "Der Klassenerhalt wäre ein schöner Erfolg"

Achim. Auf das Saisonziel angesprochen gibt sich Irek Faciejew keinen großen Illusionen hin. "Wenn wir in dieser starken Liga am Ende den Klassenerhalt geschafft haben, wäre das ein schöner Erfolg", räumt der Trainer der SG Achim/Baden ein. Viele Experten schätzen die Dritte Liga Nord in diesem Jahr deutlich stärker als jene der vorigen Saison ein.
03.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Jürgen Prütt

Achim. Auf das Saisonziel angesprochen gibt sich Irek Faciejew keinen großen Illusionen hin. "Wenn wir in dieser starken Liga am Ende den Klassenerhalt geschafft haben, wäre das ein schöner Erfolg", räumt der Trainer der SG Achim/Baden ein. Viele Experten schätzen die Dritte Liga Nord in diesem Jahr deutlich stärker als jene der vorigen Saison ein.

Immerhin mussten mit den Bundesliga-Reserveteams aus Magedeburg und Berlin sowie dem TSV Altenholz gleich drei Absteiger aus der 2. Liga aufgenommen werden. Zudem verpassten die beiden Top-Teams der vergangenen Serie aus Tarp-Wanderup und Springe als Meister und Vizemeister den Sprung in die neue eingleisige zweite Bundesliga.

"Wir müssen die Ruhe bewahren, auch wenn es nicht gleich nach Wunsch läuft", so Irek Faciejew mit Blick auf das schwere Auftaktprogramm. Während die Trauben in den beiden ersten Auswärtsspielen der Punktrunde - heute bei den HF Springe, die jüngst den 123-maligen ehemaligen russischen Nationalspieler Oleg Kuleshov als Cheftrainer verpflichtet haben, und am dritten Spieltag beim starken Aufsteiger TS Großburgwedel - enorm hoch hängen, dürfte sich der 36-jährige Coach der SG für die Heimpremiere (10. September) schon etwas ausrechnen, wenn mit dem SV 63 Brandenburg-West ein Mitaufsteiger in der Gymnasiumhalle erwartet wird. "Definitiv ein wichtiges Match", stellt Irek Faciejew fest.

Nach der Meisterschaft in der Oberliga Nordsee hatte Faciejew sich für das Abenteuer 3. Liga als Verstärkung einen Spieler mit Erfahrung gewünscht. Zumindest was die Position zwischen den Pfosten angeht, wo die Abgänge von Bastian Bormann (TSV Ottersberg) und Ole Prehn (Karriereende) ein empfindliches Loch in den Kader gerissen haben, wurde der Wunsch erfüllt. Mit Oldie Marco Blum konnte der Pole einen Keeper in den Kreis Verden lotsen, der zuletzt zwar nur noch beim Landesligisten SG Bremen-Ost aktiv war, davor aber mehrere Jahre beim ATSV Habenhausen in der Regionalliga seine Klasse unter Beweis gestellt hat. Blum bildet mit Arne von Seelen das Torhütergespann. Youngster Mirco Thalmann soll an das höhere Niveau herangeführt werden.

Patzack vier Monate weg

Bedenklich gelichtet hat sich nach dem Aufstieg auch die Rückraumreihe. Mit Benjamin Janssens (Reserve) und Simon Bock (Burgdorf II) gehören zwei Eigengewächse nicht mehr dem 14 Spieler umfassenden Kader an. Schwerer dürfte allerdings der Ausfall von Malvin Patzack wiegen. Achims einziger Shooter mit Gardemaß geht Anfang Oktober für vier Monate ins Ausland. Verlassen in Richtung TSV Embsen hat die SG auch Linksaußen Roman Döhling. Nur eingeschränkt zur Verfügung steht ab Oktober Sören Meier, der ein Praktikum in der Nähe Hannovers absolviert.

Den drei Rückraum-Abgängen steht mit Florian Doormann lediglich eine Neuverpflichtung für die zweite Reihe gegenüber. "Ein ähnlicher Spielertyp wie Tobias Freese, der aber weniger den Abschluss aus der zweiten Reihe sucht", umschreibt Faciejew die Stärken des jungen Elsflethers. Dritter Neuer im Kader des Drittligisten ist Linkshänder Ngadhnjim Xhafolli aus der U23 des HSV Hamburg

"Die Vorbereitung ist gut verlaufen. Ich sehe uns stärker als in der vorigen Saison. Wir müssen aber abwarten, welche Teams sich für die drei Abstiegsplätze aufdrängen", fasst Faciejew zusammen, der in der 16 Teams starken Liga SV Henstedt-Ulzburg und SF Springe ganz vorne erwartet.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+