Burkl-Tor gegen Meppen verhindert Enttäuschung und lässt A-Junioren des BSV weiter träumen – 1:0 Der letzte Joker sticht

Der Blumenthaler SV bleibt im Kampf um eine absolute Topplatzierung in der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren ganz dick im Geschäft. Gestern erfüllten die Nordbremer ihre Pflichtaufgabe gegen den SV Meppen beim 1:0 (0:0) mit ganz viel Geduld und weisen jetzt nur einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Havelse auf. Das Tor des Tages erzielte Domenik Burkl.
25.03.2013, 05:00
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Von Jens Pillnick

Der Blumenthaler SV bleibt im Kampf um eine absolute Topplatzierung in der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren ganz dick im Geschäft. Gestern erfüllten die Nordbremer ihre Pflichtaufgabe gegen den SV Meppen beim 1:0 (0:0) mit ganz viel Geduld und weisen jetzt nur einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Havelse auf. Das Tor des Tages erzielte Domenik Burkl.

Blumenthal. Der letzte Joker stach. Domenik Burkl, vom Trainerduo Marcel Kulesha/Mohamed Chaaban in der 78. Minute als vierter Auswechselspieler des Blumenthaler SV auf den Kunstrasenplatz am Burgwall beordert, erzielte im Heimspiel der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren den Treffer zum 1:0-Endstand gegen den SV Meppen.

Ein Tor, mit dem sich die Blumenthaler im Topquartett einnisteten. Ein Tor, das aber auch eine Enttäuschung verhinderte, denn die drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten waren eingeplant. Ein Tor, das zudem den 18-Jährigen Torschützen für einige Momente auf Wolke Sieben schweben ließ. Für ihn war es schließlich erst der zweite Kurzeinsatz nach seinem im August erlittenen Kreuzbandriss. "Das ist gut für das Selbstbewusstsein", freute sich Burkl und scheute sich nicht, hohe Ziel für den weiteren Saisonverlauf auszusprechen: "Wir haben Platz zwei vor Augen."

Die gestrigen 90 Minuten erwiesen sich als das erwartete Geduldsspiel mit dem erhofften Ausgang. Ein unnötiges Geduldsspiel allerdings, denn die Blumenthaler versäumten es, die anfänglichen Schwächen der verunsichert wirkenden Emsländer zu nutzen. Im Strafraum agierten Lucas Höler & Co. im Abschluss zu umständlich. "Wenn wir ein frühes 1:0 machen, dann gewinnen wir 3:0 oder 4:0", erklärte Marcel Kulesha und war natürlich erleichtert, dass der Abwehrriegel der Gäste doch noch geknackt werden konnte: "Darauf haben wir die ganze Woche hintrainiert." Einen Strich durch die Rechnung hätten die gefällig konternden Meppener dem BSV allerdings beinahe in der 32. Minute gemacht, doch Schlussmann Malte Seemann parierte gegen den frei vor ihm auftauchenden Nico Gill glänzend, beim Nachschuss stand Badara Njie an der richtigen Stelle.

Nach dem Wechsel erstickte der BSV um den kompromisslosen Abräumer und unermüdlichen Antreiber Firat Semih Demir die meisten Gästeangriffe schon im Keim und zog eine Art Powerplay mit größer werdenden Passsicherheit auf. Da Meppens Abwehr aber an Sicherheit gewonnen hatte, ließ der durchschlagende Erfolg lange auf sich warten. Genauer gesagt so lange, bis Domenik Burkl nach Faiz Sekandari, Samer Aio und Lucian Suhrhoff als vierter Wechselspieler das Feld betrat. Bei seinem zweiten Ballkontakt fand er nach scharfer Hereingabe von Samer Aio, die nicht kontrolliert abgewehrt werden konnte, die Lücke zwischen Pfosten und dem – abgesehen von zahlreichen verunglückten Abschlägen – guten Schlussmann Joshua Hülsmann.

Gerade vier Pflichtspielminuten in der Regionalliga, nämlich zwei beim 2:2 in Oldenburg und zwei gestern gegen Meppen, hatte Burkl zu diesem Zeitpunkt nach seinem Kreuzbandriss gespielt. Kein Wunder, dass er eine Verwarnung für das Ausziehen seines Trikots nach dem Tor billigend in Kauf nahm. Der nächste Jubel beim Abpfiff war dann "gebührenfrei", allerdings war Domenik Burkl der Einzige, der beide Arme spontan Richtung Himmel streckte. Seinen Mannschaftskameraden hatte das Nerven und Kraft kostende Geduldsspiel offensichtlich weitaus weniger Freude bereitet als dem Torschützen der siegbringende Kurzeinsatz.

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