Fußball-Oberliga der Frauen

Der Match-Plan geht auf

Delmenhorst. Einen deutlichen Sieg haben die Oberliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst im letzten Heimspiel der Saison gelandet. Den BV Cloppenburg II bezwangen sie ungefährdet mit 5:1 (2:0).
19.05.2014, 00:00
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Einen deutlichen Sieg haben die Oberliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst im letzten Heimspiel der Saison gelandet. Den BV Cloppenburg II bezwangen sie gestern Mittag ungefährdet mit 5:1 (2:0).

Sportlich ging es nicht mehr um viel, dennoch präsentierten sich die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst gestern in ihrem letzten Heimspiel der Oberliga- Saison in Torlaune. Der 5:1 (2:0)-Erfolg über den BV Cloppenburg II war auch in der Höhe verdient.

Aus einer starken Defensive heraus Nadelstiche setzen, so sah der Plan von Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier aus. Dieses Vorhaben ging auf. Cloppenburg rannte sich immer wieder fest, und Nathalie Heeren erzielte nach einem Pass von Neele Detken das 1:0 (13.). Die Gäste hatten sich von dem Rückstand noch nicht erholt, da schlugen die Delmenhorsterinnen erneut zu. Dieses Mal in Person von Lena Walters, die nach einem Querpass von Jana Dasenbrock nur noch den Fuß hinhalten musste und zum 2:0 traf (15.).

Danach drückten die Cloppenburgerinnen, doch die Jahn-Abwehr stand sicher. Ein Schuss von Gentjana Rochi, den Torhüterin Magdalena Flug problemlos fing, war die bis dahin größte Gelegenheit für den Tabellenvierten. Der TV Jahn fuhr dagegen immer wieder gefährliche Konter. So verpasste Heeren in der 30. Minute einen Pass von Detken nur knapp. Cloppenburg mühte sich, den Druck zu erhöhen, doch die wenigen Abschlüsse waren entweder kein Problem für Flug (34.) oder flogen über das Tor (36.). Glück hatte die Meier-Elf jedoch kurz vor der Pause: Zunächst traf Rochi den Pfosten, den Abpraller setzte Lena-Maria Steenken ebenfalls an das Aluminium.

Nach dem Seitenwechsel lauerten die Delmenhorsterinnen weiter auf Konter, und die Räume dafür boten sich ihnen: Heeren stand jedoch zweimal im Abseits (47./49.). Das 3:0 fiel in der 52. Minute: Nach einem Pass von Spielführerin Simone Wimberg setzte sich Walters mit einer schönen Einzelaktion gegen mehrere Verteidigerinnen durch und schob ein. Es folgte der erste gefährliche Cloppenburger Angriff des zweiten Durchgangs, der gleich für Aufregung sorgte: Rochi schoss aus spitzem Winkel auf das Delmenhorster Tor, Flug hielt mit einer Fußabwehr stark. Der Ball flog jedoch in die Mitte, wo es zu einer Berührung von Muriel Block und Walters kam. Schiedsrichterin Nina Blank (Achim) zeigte auf den Punkt. Den fragwürdigen Strafstoß verwandelte Block selbst zum 1:3 (55.). Der Treffer gab den Gästen allerdings keine Sicherheit. Im Gegenteil: In der 66. Minute netzte Detken nach schönem Pass von Dasenbrock aus spitzem Winkel zum 4:1 für das Heimteam ein.

Cloppenburg haderte vor allem mit den Entscheidungen der Schiedsrichterin, schien bei sommerlichen Temperaturen aber spielerisch nicht mehr leisten zu können. So ergaben sich nur noch zufällig Chancen für die Gäste, wie etwa in der 79. Minute, als Torhüterin Flug aus ihrem Kasten stürmte und Steenken anschoss – der Abpraller landete neben dem leeren Tor. Den Schlusspunkt setzte schließlich Dasenbrock, die sich das Spielgerät nach einem gelungenen Pass von Detken in Ruhe zurechtlegen konnte und in den Winkel abschloss – 5:1 (89.).

Meier zeigte sich mit der Leistung seiner Spielerinnen sehr zufrieden. „Der Match-Plan ist aufgegangen“, resümierte er. Zwar hätte sein Team den ein oder anderen Konter noch konzentrierter zu Ende spielen können, „aber wir haben trotzdem fünf Tore geschossen. Das kam in dieser Saison noch nicht so häufig vor, und deswegen möchte ich meinen Spielerinnen keine Vorwürfe machen“, betonte der Trainer. Da fiel auch der umstrittene Elfmeter gegen seine Mannschaft am Ende nicht mehr groß ins Gewicht. „Obwohl die Entscheidung aus meiner Sicht lachhaft war“, fand Meier deutliche Worte.

Für die letzte Partie der Saison geht es nun am kommenden Sonntag zum Tabellenvorletzten TuS Büppel. „Ich will noch einen Auswärtssieg zum Abschluss haben“, forderte der Coach. Das gelang dem TV Jahn in dieser Saison erst einmal.

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