Fußball-Bezirksliga der Frauen SV Holtebüttel Der Spitze ein Stück näher

Holtebüttel. Beim SV Holtebüttel sind die Weichen für die kommende Saison gestellt: Nach der Vertragsverlängerung mit dem für die Bezirksliga-Fußballerinnen zuständigem Trainergespann und der Verpflichtung der Mittelfeldspielerin Janina Lindhorst stellte der Tabellenvierte mit Lena Bahlmann und Christin Staudt vor dem Saison-Finale am morgigen Sonnabend gegen den TSV Düring (Anstoß 17 Uhr) zwei weitere Neuzugänge vor.
11.06.2010, 05:27
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Von Michael Schön

Holtebüttel. Beim SV Holtebüttel sind die Weichen für die kommende Saison gestellt: Nach der Vertragsverlängerung mit dem für die Bezirksliga-Fußballerinnen zuständigem Trainergespann und der Verpflichtung der Mittelfeldspielerin Janina Lindhorst stellte der Tabellenvierte mit Lena Bahlmann und Christin Staudt vor dem Saison-Finale am morgigen Sonnabend gegen den TSV Düring (Anstoß 17 Uhr) zwei weitere Neuzugänge vor.

Beide bisherigen B-Mädchen stammen aus der eigenen Jugend und haben sowohl in der von Christine Sander trainierten zweiten Frauenmannschaft (1. Kreisklasse) als auch in der Bezirksliga bereits ausgeholfen und dabei ihr Talent unter Beweis gestellt. 'Für Lena und Christin ist der Sprung natürlich groß. Doch sie können es schaffen', versichert Abdu Nasraoglu, der als Trainer des SV Holtebüttel bereits in sein viertes Amtsjahr geht. Dies geschieht freilich nicht ganz ohne Bedenken. Vor einigen Monaten noch hatte der 37-jährige Achimer genau wie sein Assistent Heiko Strüver ersthaft über einen Tapetenwechsel nachgedacht.

Beim SV Holtebüttel schien man nach zwei fünften Plätzen in den vergangenen Jahren am Ende seiner Möglichkeiten angelangt. Trainer und Mannschaft schien die 'realistische Perspektive, die man braucht' (Nasraoglu) abhanden gekommen zu sein. Zwar stand das Team in der Hinrunde fünf Spieltage lang an der Tabellenspitze, doch nach einem leichten Auftaktprogramm gab es Rückschläge, zu denen sich nicht viel später auch noch Verletzungen von so wichtigen Spielerinnen wie Sarah Bresagk gestellten. Neben Bresagk, die einen Kreuzbandriss erlitt, fiel mit Ilka Schmidt bald eine weitere Stürmerin für Monate aus.

Doch gerade die Reaktion, die der SV Holtebüttel nach diesen Hiobsbotschaften zeigte, haben Nasraoglu bewogen, trotz verlockender anderer Angebote noch ein weiteres Jahr beim SV Holtebüttel dranzuhängen. 'Wir haben unter schwierigen Umständen bestätigt, dass wir die beste Defensive der Liga besitzen, trotz der Ausfälle nie aufgesteckt und beispielsweise in Hemmor mit nur zehn Spielerinnen ein 0:0 erkämpft.' Er zieht daraus die Schlussfolgerung, dass für den SV Holtebüttel in der kommenden Serie unter günstigen Voraussetzungen der Sprung auf einen der Spitzenplätze möglich sein müsste. 'Wenn die Vorbereitung gut läuft und der Kader von 19 Leuten nicht wieder gleich durch Verletzungen schrumpft, sind wir sicherlich in der Lage, zumindest vorübergehend vorne mitzumischen.'

Jana Maack gibt Comeback

Eine große Rolle in seinen Plänen spielt dabei Neuzugang Janina Lindhorst (24), die zuletzt für den Regionalligisten VfL Oythe aktiv war, defensive und offensive Mittelfeldaufgaben übernehmen kann und von daher für Führungsaufgaben prädestiniert ist. Nicht weniger wichtig wäre das absehbare Comeback von Sarah Bresagk und Ilka Schmidt, denn viele Alternativen im Sturm hat der SV Holtebüttel nicht. 'Ich hoffe, dass Sarah im August wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann', verrät Nasraoglu.

Der Holtebütteler Trainer bescheinigt seiner Mannschaft, in dieser Saison bereits große Fortschritte gemacht zu haben. ' Wir haben die vermeintlich leichten Gegner nicht mehr unterschätzt und so auch in diesen Begegnungen konsequent punkten können.'

Zu seinem großen Bedauern werden ihm mit Svenja Wöbse (Pause vom Fußball), Lena Allermann (für ein halbes Jahr nach England) und Ria Rode (Freiwilliges Soziales Jahr in Schleswig-Holstein) drei Spielerinnen zumindest vorläufig nicht mehr zur Verfügung stehen, doch dafür kehrt Jana Maack von ihrem Auslandssemester in Australien zurück. Sie kann sowohl im Tor als auch im Feld eingesetzt werden.

Nasraoglu ('Die Bezirksliga wird mit Sicherheit ausgeglichener!') rechnet damit, dass diesmal neben Meister Cuxhaven auch der TV Stemmen aufsteigt. Hauptkonkurrenten im Kampf um die Tabellenspitze wären dann Neuling Eintracht Immenbeck II mit seinen Regionalliga-Reservistinnen sowie der TSV Düring. Das morgige Match wäre so gesehen also schon ein wichtiger Fingerzeig für die nächste Serie.

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