Pokalspiel gegen Drochtersen/Assel am Mittwoch Der TSV Ottersberg bereitet sich auf die neue Liga vor

Ottersberg. Wenige Tage vor dem Start in die Saison 2010/11 häufen sich für den Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg die Niederlagen. Er verlor gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck (0:5) und Werder Bremen III (0:1) zwei seiner letzten drei Testspiele.
01.08.2010, 16:51
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Wenige Tage vor dem Start in die Saison 2010/11 häufen sich für den Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg die Niederlagen. Er verlor gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck (0:5) und Werder Bremen III (0:1) zwei seiner letzten drei Testspiele, außerdem hatte er am Sonnabend am Verhandlungstisch das Nachsehen.

Der beim Blitzturnier des MTV Riede getestete und für gut befundene Abwehrspieler Björn Dreyer überraschte Ottersberger Funktionäre mit seinem Wechsel zum TuS Heeslingen. Vor diesem Hintergrund wird Trainer Axel Sammrey am Mittwoch im Niedersachsenpokal-Spiel gegen die SV Drochtersen/Assel (Anpfiff: 19.15 Uhr, Wümme-Sportlatz) einen Innenverteidiger aufbieten, dem er in Riede noch die Startelf-Reife abgesprochen hatte.

Der zuletzt eher sporadisch trainierende Thomas Nowotny soll an der Seite von Mateusz Peek wirken. 'Er hat die vergangenen Tage wieder gut und vor allem regelmäßig trainiert', stellt Sammrey zufrieden fest. Auf den beiden Sechser-Positionen, während der Saisonvorbereitungsphase ein anderes Ottersberger Experimentierfeld, sind die beiden Youngster Denker und Huhn vorgesehen.

Die jüngsten, durch zum Teil gravierende Abwehrschwächen hervorgerufenen Niederlagen gegen Osterholz-Scharmbeck und Werder III stimmten auch Sammrey nachdenklich, doch inzwischen ist seine Zuversicht zurückgekehrt. 'Vor allem das Sonnabend-Training sah schon wieder gut aus, allmählich kommt die Spritzigkeit zurück.'

Für die Begegnung mit der personell erheblich verstärkten SV Drochtersen/Assel (vom Oberligisten Hansa Lüneburg kamen beispielsweise Stürmer Benjamin Tillack und Mittelfeldspieler Lukas Hertting) hat Sammrey sich für ein Ottersberger 4-4-2-System mit zwei defensiven Mittelfeldspielern entschieden.

Eine bislang seltener gespielte Rolle soll der bisherige Torjäger Lars Behrens übernehmen. Er bekommt den Auftrag als hängende Spitze und soll mit Anlauf aus der Tiefe der linken Angriffsseite kommen. Die einzige echte Spitze wird Neuzugang Alexander Neumann sein. Als Härtefall ist der während der Saisonvorbereitungsphase überzeugende Iman Bi-Ria zu betrachten. Systembedingt, wird der Stürmer zunächst auf der Ersatzbank sitzen.

Kapitän Lars Behrens und Co bekommen am Mittwoch den Auftrag, sich möglichst viele Bälle zu erkämpfen und sie zügig in die Spitze zu spielen. Damit verändert Sammrey die Strategie der vergangenen Saison entscheidend. Sie hatte auf langen Ballbesitz und Kurzpässe gegründet.

Das Pokalspiel ist bereits ein Vorgriff auf die am Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen Borussia Hildesheim beginnende Punktspielsaison. 'Das Niveau der nun eingleisigen Oberliga ist bedeutend höher', begründet Sammrey, 'wir werden mit Sicherheit nicht mehr so dominant wie in der vergangenen Saison auftreten können.'

Es liegt auch daran, dass der TSV Ottersberg im Vergleich mit anderen Oberligisten bei den Neuzugängen 'eher gespart hat' (Sammrey). Auch die SV Drochtersen/Assel zählt der Trainer zu den Klubs, die zukünftig ganz andere Kaliber aufbieten werden. Mit dem Ergebnis, dass das Gefälle innerhalb des Ottersberger Kaders nicht unerheblich sein dürfte. 'Wir haben eine starke erste Elf', vermutet Sammrey, 'jedoch auch viele junge Spieler an Bord genommen. Ich fürchte, ab Position 13, 14 sinkt unser Niveau rapide.'

Vereinschef Henning Haltermann äußerte bereits die Vermutung, der TSV Ottersberg werde die Oberliga 'nur als verschworene Gemeinschaft und mit absoluter Fitness' halten können. Der Vorstandschef, dem kaum eins der insgesamt 13 Vorbereitungsspiele entgangen ist. 'Personell sind uns die meisten Oberligisten weit voraus.'

Portugiesen Rodrigues verpflichtet

Immerhin verpflichtete der TSV Ottersberg am Wochenende noch den Portugiesen Victor Rodrigues, während dessen Landsmann Fabio Carvalho durchs Sieb fiel. Allerdings muss sich der einen beträchtlichen Konditionsrückstand aufweisende Außenverteidiger über Kurzeinsätze an die erste Elf herantasten.

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