Volleyball-Oberliga

Der TV Baden II sorgt für Gemütlichkeit an der Spitze

Der TV Baden II hat das Spitzenspiel in der Volleyball-Oberliga gewonnen. Das Team von Werner Kernebeck setzte sich beim Tabellenführer VC Osnabrück mit 3:1 durch. An der Spitze wird es nun gemütlich.
18.02.2019, 13:27
Lesedauer: 2 Min
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Der TV Baden II sorgt für Gemütlichkeit an der Spitze
Von Justus Seebade
Der TV Baden II sorgt für Gemütlichkeit an der Spitze

Sie ragten aus einem starken Badener Kollektiv heraus: Leon Kölle und Balint Bencsik (von links).

Björn Hake

Osnabrück. Es war eine durchaus knifflige Aufgabe, die den Oberliga-Volleyballern des TV Baden II am vergangenen Wochenende bevorstand. Oder um es genau zu formulieren: Noch viel kniffliger ging es eigentlich nicht. Schließlich bekamen sie es mit keinem Geringeren als dem Tabellenführer VC Osnabrück zu tun. Doch davon ließ sich die Mannschaft von Trainer Werner Kernebeck nicht sonderlich beeindrucken. Die Badener setzten sich beim Ligaprimus mit 3:1 (20:25, 25:21, 26:24, 25:23) durch.

Damit entführte der TVB nicht nur alle drei Punkte aus Osnabrück, sondern sorgte gleichzeitig dafür, dass es an der Spitze des Klassements jetzt so richtig gemütlich wird. Vorneweg rangiert trotz der Pleite nach wie vor der VCO mit 30 Punkten, gefolgt von der VSG Ammerland II mit 29 Zählern und dem Kernebeck-Team, das wiederum nur einen weniger auf dem Konto hat. Auch der TuS Bersenbrück und der VfL Wildeshausen haben mit 26 beziehungsweise 25 Punkten das Spitzentrio noch ganz genau im Visier.

Welcher Platz es nun am Ende wird, ist dem Badener Trainer jedoch nicht ganz so wichtig. „Wir schauen nur auf uns. Was die anderen machen, interessiert uns nicht. Wir wollen unseren Spielstil weiter gestalten, guten Volleyball zeigen und als Mannschaft gut auftreten“, formuliert Kernebeck die eigenen Ansprüche. Wenn seine Schützlinge und er noch ganz nach oben klettern sollten, würden sie sich natürlich nicht beschweren. Und falls es nicht reicht, dann eben nicht.

Wenn die Zweitliga-Reserve in den verbleibenden Partien so auftritt wie in Osnabrück, dürften die Chancen auf eine noch bessere Platzierung nicht allzu schlecht stehen. Mit der Leistung sei er „sehr zufrieden“ gewesen, meinte Kernebeck. Wenig verwunderlich bei dem Kontrahenten. „Osnabrück ist einer der Titelaspiranten. Da gewinnt man nicht, wenn man auf Fehler hofft. Man muss schon selbst die Punkte machen“, betonte der TVB-Coach. Im ersten Satz gelang das seiner Mannschaft noch nicht ganz so wie gewünscht, sodass sich die Gastgeber diesen mit 25:20 schnappten. In der Folge steigerten sich die Gäste jedoch, reduzierten ihre Fehlerquote und drückten der Partie nicht zuletzt dank einer taktischen Umstellung mehr und mehr ihren Stempel auf. Und als es in den Abschnitten zwei bis vier jeweils in die heiße Phase ging, bewiesen die Badener ihre Nervenstärke. „Wir wussten, dass wir die Punkte machen müssen und machen können. Wenn man mit dieser Einstellung rangeht, klappt es auch“, frohlockte Kernebeck.

Vor allem Balint Bencsik war zur Stelle, als es darauf ankam. „Er hat in jedem Satz die letzten Punkte gemacht. Wir konnten uns super auf ihn verlassen“, lobte Kernebeck, der zudem die Leistung von Libero Leon Kölle hervorhob. „Er hat wieder eine super Leistung abgerufen.“ Aber klar: Nur zu zweit hätten es die beiden auch nicht richten können. Kernebeck freute sich über ein starkes Kollektiv, alle seien gut drauf gewesen.

Am 2. März geht es für die Badener mit einer Auswärtspartie gegen den TuS Bersenbrück weiter. Wieder ein Topspiel. „Wir können nur über das bestimmen, was wir selbst in der Hand haben“, sagte Werner Kernebeck. Wenn seine Mannschaft das so macht wie zuletzt, sind die Aussichten verheißungsvoll.

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