TSV Schwarme Der Weg ist das Ziel

Die Fußballsparte des TSV Schwarme hatte in der Saison 2016/2017 wohl die schwierigste Phase. Von der Kreisliga ging es freiwillig runter in die 2. Kreisklasse. Mittlerweile hat sich die Lage stabilisiert.
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Der Weg ist das Ziel
Von Nastassja Nadolska

Schwarme. Der Neuanfang in der Fußballsparte des TSV Schwarme ist geglückt. Nach 13 Spieltagen steht das Team um Jochen Schäfer mit 20 Punkten auf Rang fünf der 2. Fußball-Kreisklasse. „Wir sind sehr zufrieden mit dem derzeitigen Verlauf, auch weil der Zusammenhalt in der Mannschaft einfach super ist“, weiß Jochen Schäfer, der seit April dieses Jahres nicht nur Trainer, sondern auch Spartenleiter ist und sich noch an ganz andere Zeiten erinnern kann.

Auf den Abstieg aus der Kreisliga in der Saison 2016/2017 folgte wohl die schwierigste Zeit des TSV Schwarme. Nach massivem Aderlass nahmen die Schwarmer ihr Startrecht in der 1. Kreisklasse nicht wahr und gingen freiwillig noch eine Etage tiefer, um einen Neuanfang einzuleiten. „Uns standen teilweise nur zwölf bis 13 Spieler zur Verfügung. Es war klar, dass es auf Dauer nicht gut gehen kann“, sagt der TSV-Trainer, der nach seinem Amtsantritt erst einmal einiges aufzuarbeiten hatte. „Es gab einige Differenzen im Verein und teilweise unschöne Situationen im Vorstand. Die Mannschaft wurde durchgereicht. Somit mussten wir die Fußballsparte neu aufstellen“, erzählt Schäfer.

Neue Sponsoren wurden an Land gezogen, eine G-Jugendmannschaft mit 13 Spielern gegründet, die Schäfer übrigens auch trainiert. Auch im Altherren-Bereich und in der A-Jugend wurde etwas getan. „Es war uns wichtig, dass wir in allen Bereichen eine vernünftige Grundlage schaffen“, berichtet Schäfer. Dabei sollte vor allem der Zusammenhalt in den jeweiligen Mannschaften gestärkt werden. „Zum Ende der Saison haben wir ein vereinsinternes Turnier organisiert. Dabei haben Jung und Alt zusammengespielt, was bei allen gut angekommen ist“, sagt Schäfer, dessen Arbeit und Bemühungen sich in den vergangenen Monaten bezahlt gemacht haben.

Ehemalige Spieler kehrten nach Schwarme zurück. Das Interesse wuchs immer mehr und auch die Zuschauerzahlen stiegen von Spiel zu Spiel. „Die Resonanz ist bisher super. Alle Beteiligten sind sehr zufrieden. Sie merken, dass hier etwas Neues entsteht“, betont Schäfer. Deswegen ist für das kommende Jahr auch ein weiteres Projekt geplant. Mit einem Image-Film wollen die Verantwortlichen aus Schwarme noch mehr Spieler anlocken. „Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen mittelfristig nach oben“, lautet Schäfers Ansage.

Ein konkretes Ziel hat sich Pedro Pinheiro, Trainer des TSV Asendorf, in dieser Saison nicht gesetzt. „Normalerweise bespreche ich das mit meiner Mannschaft. Dieses Mal habe ich es aber gelassen. In erster Linie ist es mir wichtig, dass wir unsere Spiele positiv bestreiten“, schildert Pinheiro sein Vorgehen. Seit dieser Saison betreut er die Mannschaft aus Asendorf. Zuvor trainierte er unter anderem den Bezirksligisten TuS Sulingen. „Für mich ist es natürlich etwas Neues. Die Klasse kannte ich zuvor noch nicht. Dementsprechend wusste ich nicht, was mich erwartet“, sagt Pinheiro, dessen Team sich bisher ganz gut in der 2. Kreisklasse schlägt. Der Start ist dem TSV geglückt, mit bislang nur drei Niederlagen stehen die Grün-Weißen sehr gut da. „Ich bin bisher sehr zufrieden mit der Leistung. Wenn wir am Ende auf einem positiven Tabellenplatz stehen, nehmen wir das natürlich mit“, sagt der Übungsleiter, dessen Mannschaft gegen den TSV Schwarme am vergangenen Sonntag mit 1:0 (1:0) gewann und damit einen Platz nach oben auf Rang drei kletterte.

Asendorf fand in den ersten zehn Minuten nicht ins Spiel. „Mit viel Pech hätten wir hinten liegen können“, sagte Pinheiro. Denn das Team um Jochen Schäfer hatte zu Beginn drei gute Chancen, die allerdings an die Latte gesetzt wurden oder am Tor vorbeigingen. 17 Minuten waren gespielt, da traf Asendorfs Luca-Tammo Schlesselmann zum 1:0. Schwarme setzte die Gäste weiterhin unter Druck, „doch unser Torwart Dennis Knake hat uns mit seinen Aktionen vor dem Ausgleich bewahrt“, lobt Pinheiro seinen Schützling.

Mit der Umstellung zur zweiten Halbzeit ging Schäfer zwar ins Risiko, „die Konter der Gegner hatten wir aber gut im Griff. Auch die Chancen waren da, leider haben wir uns nicht belohnen können“, sagt der Trainer, der ein Unentschieden für angemessen gehalten hätte. Etwas anders sah es dagegen der Übungsleiter aus Asendorf: „Es war ein knappes Ding, keine Frage. Zwar haben wir glücklich, im Endeffekt aber verdient gewonnen“, fand Pinheiro.

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