Handball-Oberliga Der Wunsch nach Wiederholung

Die SG Achim/Baden hat in der Saison 2016/2017 ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis gestellt. In die Spitzengruppe will Tobias Naumann auch in der neuen Spielzeit.
30.08.2017, 23:00
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Der Wunsch nach Wiederholung
Von Florian Cordes

Zur Vorfreude auf eine Saison gehört auch stets, dass die Zuschauer auf neue Spieler in ihrem Lieblingsteam gespannt sein dürfen. Beim Nordsee-Oberligisten SG Achim/Baden hielten sich die Verantwortlichen bei der Suche nach neuen Gesichtern jedoch extrem zurück. Im Grunde geht die Spielgemeinschaft, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, mit dem gleichen Kader wie im Vorjahr in die Serie.

Immerhin tauchen aber zwei Namen im Kader auf, die dort in der vorigen Spielzeit nicht auftauchten: Mirco Thalmann und Jan Wolters. Beide sind aber an der Weser wahrlich keine Unbekannten. Wolters gehört zum Perspektivkader der Achimer. Der junge Rückraumspieler lief in der Vorsaison noch in der Landesliga mit der Reserve auf. Jetzt soll Wolters eine Chance im Team von Coach Tobias Naumann bekommen, und diese bestenfalls auch nutzen. Thalmann kommt dagegen nicht zum ersten Mal zur SG Achim/Baden. Erst nach der Saison 2015/2016 hatte er den Klub verlassen. Nach einem Jahr bei der HSG Verden-Aller kehrt er nun zurück.

Vier Akteure haben die Spielgemeinschaft hingegen verlassen. Die Brüder Tim und Jan Fieritz stehen nicht mehr im Kader. Ihre Abgänge kamen wenig überraschend. Anders sieht es bei Jakob Winkelmann und Florian Pröhl aus. Besonders mit Pröhl hätte man gerne weitergearbeitet, sagte einst Co-Trainer Thorben Schmidt, nachdem der Abschied des Rückraumspielers gewiss war. Aus beruflichen Gründen ist Pröhl zurück zu seinem Heimatverein HSG Heidmark gegangen. Jakob Winkelmann, der in der vergangenen Saison mit einem Kreuzbandriss aussetzen musste, hat es zu Achims Ligakonkurrenten SG HC Bremen/Hastedt gezogen.

Die Tatsache, dass sich im Kader während der Sommerpause kaum etwas verändert hat, sei für Tobias Naumann kein Nachteil. „Tendenziell denke ich sogar, dass es ein Vorteil ist“, sagt der Coach, der im Dezember 2016 Steffen Aevermann auf der Bank abgelöst hatte. „Wir sind bereits eingespielt. Die Strukturen sind vorhanden und wir müssen uns grundsätzlich an nichts Neues gewöhnen.“

Dass die SG Achim/Baden eine konkurrenzfähige Mannschaft besitzt, hat sich in der Vorsaison gezeigt – vor allem nach dem Trainerwechsel. Durch Naumanns Wirken herrschte im Umfeld und auf der Tribüne der Gymnasiumhalle eine Euphorie, wie man sie lange nicht gesehen hatte. Und diese wurde auf die Spieler übertragen: Am letzten Spieltag wurde der dritte Tabellenplatz perfekt gemacht – mit einem überzeugenden Erfolg gegen den hochgehandelten TV Cloppenburg.

In diese Tabellenregion will Naumann auch in diesem Jahr wieder vorstoßen. „Wir wollen uns definitiv wieder in der Spitzengruppe aufhalten“, kündigt der Coach an. „Aber es wird dort auch diesmal wieder eng zugehen. Darüber hinaus ist die Liga noch einmal stärker geworden. Ich erwarte eine dichtere Spitze.“ Besonders durch die beiden Drittliga-Absteiger SV Beckdorf und SG VTB/Altjührden komme Qualität in die Oberliga. Die Beckdorfer gehören für Naumann zu den größten Titelkandidaten, genauso der TV Cloppenburg. Personell hat der TVC aufgerüstet – unter anderem läuft nun der Ex-Achimer Erik Gülzow für den Vorjahresfünften auf. „Und es gibt sicher wieder Teams, die überraschen. Es kommt immer jemand nach oben, der dort nicht erwartet wird“, sagt Naumann.

Der SG-Coach geht jedoch mit einem sehr guten Gefühl in die Spielzeit. Dazu haben auch die Turniere in Fredenbeck und Habenhausen beigetragen. Beide Male traf die Spielgemeinschaft auf höherklassige Gegner. „Besonders in Habenhausen haben wir uns gut präsentiert“, lobt Naumann seinen Kader: „Es kann jetzt losgehen.“

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