Dart-Bundesliga Nord

Der zweite Anzug passt perfekt

Obwohl dem amtierenden Meister DC Vegesack am dritten Spieltag etliche Asse fehlten, setzte er sich in Berlin gegen die gastgebenden Vikings und gegen Bochum mit 8:4 beziehungsweise 11:1 sicher durch.
20.11.2018, 15:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick
Der zweite Anzug passt perfekt

Gerd Patzel rückte aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht und half dabei, dass der DC Vegesack die Dart-Bundesliga Nord auch nach drei Spieltagen ohne Punktverlust anführt. Gegen Bochum gewann Gerd Patzel ein Einzel und gegen Gastgeber Berlin an der Seite von Robert Allenstein ein Doppel.

Christian Kosak

Vegesack. Wer soll diesen DC Vegesack stoppen? Obwohl dem amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer der Dart-Bundesliga Nord am dritten Spieltag etliche Asse wie René Berndt, Andree Welge, Tomas Seyler und Alexander Patz fehlten, setzte er sich in Berlin gegen die gastgebenden Vikings und gegen Bochum mit 8:4 beziehungsweise 11:1 sicher durch. „Der zweite Anzug passt“, stellte Vegesacks Teamchef Detlef Dolinski fest. Und unterstrich dick, dass die Gegner mit ihren fast stärksten Aufgeboten in der Hauptstadt angetreten sind.

„Diesmal konnten einige, die sonst nur wenig bis sehr wenig zum Einsatz kommen, ihr Können unter Beweis stellen. Und das taten sie“, freute sich Dolinski über die Leistungsstärke der Nachrücker wie Gerd Patzel, Lars Erkelenz, Volker Kampmann und Andreas Klittmann, die er aber nicht nur für ihre Leistung am Board, sondern auch für ihren Mannschaftsgeist lobte. „Sie fügen sich ohne zu meckern ein und zeigen, dass man sich auf sie verlassen kann, wenn man sie braucht.“

Vikings Berlin – DC Vegesack 4:8: Gegen die Vikings, die ohne ihren Topspieler Martin Schindler auskommen mussten, wurden die Punkte in den ersten beiden Einzeln geteilt. Während Olaf Tupuschis, dem mit 154 das Highfinish des Tages gelang, mit 3:1 siegte, musste sich Gerd Patzel nach fünf vergebenen Matchdarts mit 2:3 beugen.

Torsten Wöhlk, Lars Erkelenz und Volker Kampmann sorgten für eine Vegesacker 4:1-Führung, die nach glatten 0:3-Niederlagen von Robert Allenstein und Sefik Gergin jedoch auf ein 4:3 zusammenschmolz. Andreas Klittmann sorgte dafür, dass die Nordbremer mit einer Führung in die Doppel gingen.

Doppel, die sehr gut harmonierten. Und so war der erste Tagessieg nach den Erfolgen von Wöhlk/Kampmann und Erkelenz/Klittmann für Detlef Dolinski „überraschend schnell“ in trockenen Tüchern. Punkt Nummer acht ging auf das Konto von Tupuschis/Gergin, das 2:3 von Allenstein/Patzel schmerzte nicht sonderlich.

DC Vegesack – 1. DSC Bochum 11:1: Olaf Tupuschis traf auf den mehrfachen WM-Teilnehmer Kevin Münch, der sich – gut aufgelegt – mit 3:0 behauptete und dabei zwei 180er anbrachte. Gerd Patzel, im Spiel gegen Berlin noch 2:3-Verlierer, steuerte diesmal den Ausgleich bei. Von da an ging es Schlag auf Schlag, die vor Selbstbewusstsein strotzenden Spieler des DC Vegesack ließen keinen einzigen Punkt mehr liegen. Torsten Wöhlk, Lars Erkelenz, Volker Kampmann, Robert Allenstein, Sefik Gergin und Andreas Klittmann punkteten zum 7:1, die Entscheidung war damit nach den Einzeln gefallen.

Besonders Robert Allenstein war anzumerken, dass ihn seine Niederlagen gegen Berlin ärgerten. Er spielte beim 3:0 gegen Dominik Leidecker drei Shortlegs (17, 15, 15), die mit zwei 180ern hübsch garniert waren. Andreas Klittmann durfte sich bei seinem 3:0 über ein zum Matchgewinn führendes Highfinish von 104 freuen.

„Aber ein Zurücklehnen gab es nicht“, stellte Detlef Dolinski fest, dass in seiner Truppe von Selbstzufriedenheit keine Spur war. Klittmann/Erkelenz und Gergin/Kampmann legten 3:1-Siege oben drauf, Wöhlk/Allenstein und Tupuschis/Patzel verloren sogar kein Leg mehr. „Alle Doppel waren gewonnen und es stand ein 11:1 für uns auf dem Tableau“, freute und wunderte sich Detlef Dolinski gleichermaßen, „denn ich hatte nicht mit vier Punkten – und schon gar nicht in dieser Klarheit – gerechnet.“

Mit dem guten Gefühl von zwei Siegen und der Gewissheit, über einen perfekten zweiten Anzug zu verfügen, geht es für den DC Vegesack in eine lange Pause, die mit dem Heimspieltag am Sonnabend, 12. Januar, endet. Dann trifft der siebenmalige deutsche Meister auf SC Diedersen Treble Bull und Lumberjacks Salzgitter.

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