Fußball-Landesliga Bremen

Derby-Kontrahenten stehen unter Druck

Um Big Points im Abstiegskampf geht es am Sonntag ab 14 Uhr, wenn sich der SV Lemwerder und der SV Grohn im SFZ Lemwerder gegenüberstehen.
30.11.2018, 16:16
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol
Derby-Kontrahenten stehen unter Druck

Immer für ein Tor gut: Sandro Iacovozzi (rechts), der mit dem SV Lemwerder auf den SV Grohn trifft.

Christian Kosak

Bremen-Nord. Der letzte Hinrundenspieltag in der Fußball-Landesliga beschert den drei in den Abstiegskampf verwickelten Nordbremer Teams heikle Aufgaben. Der SV Lemwerder und der SV Grohn stehen sich Sonntag um 14 Uhr direkt gegenüber, zeitgleich will Schlusslicht TSV Lesum-Burgdamm seine Negativserie beim Zwölften OT Bremen beenden. DJK Blumenthal, das das Nordbremer Landesliga-Quartett komplettiert, hat zwar ein sattes Polster zu den Abstiegsrängen, aber Gegner TV Bremen Walle 1875 steht als Vorletzter mit dem Rücken zur Wand und kämpft um den Anschluss ans Mittelfeld.

TV Bremen Walle 1875 – DJK Germania Blumenthal: „Es wird für uns ein sehr schweres Spiel werden. Der Gegner wird, gerade weil er zurzeit auf einem Abstiegsplatz liegt, alles daran setzen, die Punkte zu Hause zu behalten“, vermutet DJK-Trainer Aydin Pekyalcin. Neben der vermutlich hohen Motivation des Gastgebers werden die Ausfälle auf Seiten der Nordbremer wahrscheinlich eine große Rolle spielen. So sind Mahmut Cicek, Maik Tiganj, Dinho Seydi und Yusuf Dingil verletzt, hinzu kommen zwei weitere kranke Spieler. Ebenso nicht auflaufen können wird Cuma Aytac, der im Spiel gegen die SG Findorff seine fünfte Gelbe Karte sah. „Somit werde ich einige Veränderungen in der Aufstellung vornehmen müssen“, kündigt Aydin Pekyalcin an. Seiner Mannschaft sei die schwierige Personalsituation jedoch klar, und der Trainer vertraut seinen Jungs, dass sie alles umsetzen können, was er ihnen abverlangen wird. Insofern sind die Aussichten bei diesem Flutlichtspiel für die Nordbremer auch insgesamt nicht schlecht, das fünfte Mal in Folge ungeschlagen zu bleiben. Ein Wiedersehen mit seinen alten Weggefährten wird es für DJK Top-Torschützen Kemal Kalac geben, der zuvor in Walle aktiv war.

Sonnabend, 18 Uhr, Hohweg

OT Bremen – TSV Lesum-Burgdamm: Wiederum wird bei den Lesumern vieles vom zur Verfügung stehenden Personal abhängen. Beim 0:9 in der Vorwoche bei Tura waren es nur elf Leute, davon hatte Neuzugang Tom Loeck noch wenig Spielpraxis, und Steven Ekin musste wegen Kniebeschwerden nach rund 70 Minuten ersatzlos passen. „Deshalb werde ich eventuell auch mitspielen“, kündigt Lesums Trainer Bayram Özkul bereits vorsorglich an.

Von den Ostbremern, die momentan auf Tabellenplatz zwölf beheimatet sind, möchte Bayram Özkul gerne einen Punkt entführen. „Es ist für uns wieder einmal ein wichtiges Spiel, und wir werden unser Möglichstes versuchen. Aufgeben ist nicht meine Art, wir haben auch was gutzumachen“, so Bayram Özkul weiter. Er muss seine Spieler hartnäckig motivieren, bis zur Winterpause durchzuhalten. Nicht spielen können die Verletzten Matheus Wild, Philip Ruholl und Peyman Rasmju. Für die dann in diesem Kaldenjahr noch anstehenden beiden Rückrundenpartien hofft Bayram Özkul offen und ehrlich auf Spielausfälle.

Sonntag, 14 Uhr, BSA Schevemoor

SV Lemwerder – SV Grohn: Nüchtern betrachtet stehen sowohl die Schützlinge von Trainer Norman Stamer (zwölf Punkte) als auch die „Husaren“ unter Interimstrainer Torben Reiß (zehn Punkte) unter Zugzwang. „Wir müssen den Bock umstoßen, uns schadlos halten, dann sehe ich gute Chancen, das Derby zu gewinnen“, sagt Norman Stamer. Er möchte die Hinrunde gerne mit 15 Punkten abschließen, um auf eine Saisonendmarke von 30 Zählern hinarbeiten zu können. Mit einem Dreier gegen Grohn und zwei weiteren Siegen noch in diesem Kalenderjahr in den Heimspielen gegen die Kellerkinder TV Bremen Walle 1875 und OT Bremen, sähe sich Norman Stamer auf einem guten Weg dahin. Dazu müssten allerdings die frühen Gegentore der letzten Wochen abgestellt und insgesamt aus den Fehlern gelernt werden. „Man hat ja gesehen, dass wir Tore schießen können, allerdings dürfen wir den Gegner mit unseren Schnitzern zu Beginn eines Spiel auch nicht aufbauen“, so Norman Stamer. Er fordert von seiner Truppe ein mutiges Auftreten auf dem Kunstrasenplatz, auch wenn die Vorbereitung alles andere als optimal war. Die Trainingsbeteiligung beim SVL war aufgrund von Verletzungen eingeschränkt, dennoch kehren mit Mirko Ohlzen, Tobias Lange und Sean Yannik Windhorst drei zuletzt fehlende SVL-Akteure zurück. Frank Schach fällt hingegen aus.

Bei den Gästen fordert Torben Reiß eine Leistungssteigerung gegenüber dem mit 1:2 verlorenen Heimspiel gegen den TSV Melchiorshausen. „Ich hatte gehofft, dass wir den Schwung aus dem Sieg gegen Lesum mitnehmen könnten“, so der SVG-Interimstrainer, „jedoch machen wir noch zu viele Fehler, die wir abstellen müssen. Immerhin bekommen wir es mittlerweile hin, nicht mehr so viele Gegentore wir noch vor einigen Woche zu kassieren“, sagt Torben Reiß. Auch er möchte mit seinem Team noch ein paar Punkte vor der Winterpause holen – danach geht es noch gegen den Ligaprimus FC Union 60 und zum TSV Melchiorshausen – und sucht auch in Lemwerder das Erfolgserlebnis. Für die nötigen Tore muss dabei ein dezimierter „Husaren“-Kader sorgen. Mehmet Tugay Tiras (Muskelfaserriss), Michael Busche (Grippe), Janis Enßle (krank) und Kai Michaelis werden ausfallen, ansonsten hat Torben Reiß alle Mann an Bord.

„Es wird sicherlich ein anderes Spiel als sonst werden, eben weil es ein Ortsderby ist“, vermutet Torben Reiß. „Wir werden alles tun, um zumindest einen Punkt nach Grohn mitnehmen zu können.“

Sonntag, 14 Uhr, SFZ Lemwerder

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