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Derbyfieber gleich zum Auftakt

Landkreis Rotenburg. Es geht gleich mit einem Derby los: Der TSV Karlshöfen empfängt den TSV Gnarrenburg – und so richtig wissen beide Mannschaften noch nicht, wo sie denn eigentlich stehen so kurz vor dem Saisonbeginn der Fußball-Kreisliga Rotenburg. Dabei hat der TSV Karlshöfen besonders mit dem Gewinn der eigenen Sportwoche gegen die Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck und FC Worpswede für einigen Wirbel gesorgt.
09.08.2017, 00:00
Lesedauer: 5 Min
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Von CHRISTIAN THIEMANN

Landkreis Rotenburg. Es geht gleich mit einem Derby los: Der TSV Karlshöfen empfängt den TSV Gnarrenburg – und so richtig wissen beide Mannschaften noch nicht, wo sie denn eigentlich stehen so kurz vor dem Saisonbeginn der Fußball-Kreisliga Rotenburg. Dabei hat der TSV Karlshöfen besonders mit dem Gewinn der eigenen Sportwoche gegen die Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck und FC Worpswede für einigen Wirbel gesorgt.

„Wir hatten aber teilweise auch desaströse Auftritte“, findet Peter Leschniok drastische Worte für die Gegentorflut, die sein Team oftmals erlitt: Insgesamt 16 Gegentore in den Partien gegen Nordsode, Bornreihe II, Zeven und Hesedorf sprechen eine deutliche Sprache, wäre da nicht die eigene Sportwoche gewesen, die das Leschniok-Team ohne Gegentreffer überstand. "Eine Standortbestimmung haben wir nicht. Wir hatten gute und schlechte Spiele und selten die gleiche Elf zusammen“, sagt Leschniok. Maurice Ruröde wird gegen Gnarrenburg verletzt fehlen. Und trotzdem hat Leschniok eine gute Truppe beisammen, auch weil der TSV-Coach auf einige Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend bauen kann. Michel Stolzenberg konnte in der vergangenen Spielzeit schon einige Einsatzminuten sammeln und soll nun Chris Bubbel im Sturm unterstützen.

Gnarrenburgs Spielertrainer Patrick Wellbrock tut sich ebenfalls schwer, eine Saisonprognose zu wagen, auch wenn ihn die Testspiele positiv gestimmt haben: „Da waren die gezeigten Leistungen schon in Ordnung.“ Dennoch möchte der Verteidiger erst nach dem vierten Spieltag ein konkretes Saisonziel formulieren: „Wir konnten in der Vorbereitung einiges einstudieren und sind gut aufgestellt. Aber es lässt sich noch nicht sagen, was das wert ist.“ Mit dem 17-jährigen Patrick Camü haben die Gnarrenburger einen jungen Spieler aus der eigenen Jugend hochgezogen, der erstmal auf Außen eingesetzt werden soll. „Patrick hat tolle Anlagen und wird in ein paar Jahren vielleicht auch etwas zentraler eingesetzt. Jetzt soll er erstmal an den Herrenbereich herangeführt werden“, so Wellbrock, der mit Benjamin Eckhoff einen neuen Co-Trainer gefunden hat. Eckhoff hatte zuvor pausiert und soll nur im Notfall auch mitspielen. „Ich freue mich, dass Benni dabei ist und mich unterstützt“, ist Wellbrock erleichtert über die Verstärkung an der Seitenlinie.

Der TuS Tarmstedt greift erst eine Woche später ins Geschehen ein, weil an diesem Wochenende das „Rock den Lukas“-Festival in Tarmstedt stattfindet. „Da werden einige unserer Spieler mithelfen und deshalb mussten wir das Spiel wie im letzten Jahr verlegen“, erklärt Trainer Thomas Fenslau. Bei den Tarmstedtern hat sich im Kader kaum was getan. Neben zwei Zugängen aus der eigenen Jugend (Maximilian Reinhardt, Clemens Bergmann), verließen nur drei Spieler die Mannschaft und wechselten in die eigene zweite Herren, wobei Sven Melchert künftig als Trainer der zweiten Formation eingeplant ist. Die größte Rotation betrifft bei der Fenslau-Elf vor allem die Torwartposition, denn Kai Boersdamm hat sich vorgenommen, etwas kürzer zu treten, während Tobias Meyerdierks derzeit vor allem privat und beruflich eingespannt ist und kaum trainieren kann.

Somit bleibt Fenslau nur noch der junge Maximilian Reinhardt, der seine Sache in den Testspielen schon recht ordentlich gemacht hat und nun auch in der Liga ins kalte Wasser geworfen werden soll. „Ich bin gespannt, wie es läuft, wenn der Junge mal einen Fehler macht, denn bisher klappt es echt gut“, ist Fenslau optimistisch. Dem Schlussmann fehle zwar die Erfahrung, er starte dennoch unbekümmert in die Saison. Ansonsten wünscht sich der TuS-Coach vor allem mehr Beständigkeit in der kommenden Spielzeit: „Es wäre schön, wenn wir unsere guten Leistungen diesmal konstanter abrufen würden. Insgesamt müssen wir einfach robuster und teilweise auch etwas eigennütziger werden.“

Thomas Ziegler vom TSV Bülstedt/Vorwerk kann den Saisonstart kaum abwarten. Nach einigen großartigen Testspielerfolgen möchte der Aufsteiger die Euphorie mit in die Saison nehmen und mit etwas Glück frühzeitig die Klasse halten. „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, dann ist was drin“, ist sich Ziegler sicher, der einige ehemalige Bremenliga-Spieler im Kader hat und sich keineswegs als Kanonenfutter präsentieren will. Ganz im Gegenteil: „Wir haben einige Topspieler dazubekommen und wollen gut in die Saison starten.“

TSV Karlshöfen Zugänge: Sören Meyer, Niklas Kunz, Sascha Lorenz, Felix Winkelmann, Jan-Christian Franz, Hannes Schröder, Hauke Pape, Bastian Kück, Jonas Kunz, Michel Stolzenberg (alle JSG Gnarrenburg U19) Abgänge: Kristian Mahnken (SG Moor Alte Herren), David Baker (SG Bomlitz Alte Herren) Restkader: Patrick Lorenz, Sören Meyer, Dominic Meyer, Marcel Bartels, Jan Schröder, Alex Hilken, Maik Grabau, Hans Christoph Nehring, Leif Böttjer, Jonathan Böttjer, Chris Bubbel, Maurice Ruröde, Kenneth Böttjer Trainer: Peter Leschniok Co-Trainer: Florian Mahnken Torwarttrainer: Mario Lieschewski Betreuer: Maik Schomacker Saisonziel: Klassenerhalt und Weiterentwicklung der jungen Mannschaft Favoriten: TV Sottrum, die Bezirksliga-Absteiger und SG Unterstedt TSV Gnarrenburg Zugänge: Patrick Camü, Mohamed Shikhan (beide eigene Jugend), Marvin Dost (2. Herren) Abgänge: Joscha Wintjen (Studienbedingt), Sören Bijkersma (Auslandssemester), Fabian Tietjen (Betreuer) Restkader: Matthias Neumann, Andre Gehlken, Malte Brümmer, Maurice Deppenweiler, Fabian Peimann, Niklas Renken, Christoph Völkner, Sven Schostak, Patrick Wellbrock, Torsten Wellbrock, Justin Ahrens, Yilmaz Akin, Joschka Brunkhorst, Firas Assoeed, Martin Kaliebe, Marvin Dreyer, Jascha Lamp, Tobias Müller, Mohamed Shikhan, Lennardt Viebrock, Arnd Wellbrock, Benjamin Eckhoff, Andreas Grimm, Maik Elbrandt, Michael Jablonowski, Sönke Jahn Trainer: Patrick Wellbrock Co-Trainer: Benjamin Eckhoff Betreuer: Fabian Tietjen Saisonziel: schnell Klassenerhalt sichern Favoriten: TV Sottrum, Rotenburger SV II TuS Tarmstedt Zugänge: Maximilian Reinhardt, Clemens Bergmann (eigene Jugend) Abgänge: Sven Melcher (Trainer 2. Herren), Kai Boersdamm, Jannis Müller (beide 2. Herren) Restkader: Tobias Meyerdierks, Jan Runow, Ewald Kohls, Matthias Rass, Mike Jagels, Luca Möller, Christoph Schröder, Lars Ulrich, Christoph Becker, Jannick Jagels, Kevin Zilke, Edgar Moderau, Kevin Müller, Julian Bolte, Eugen Zilke, Marek Müller, Felix Möller, Jonas Marherr Trainer: Thomas Fenslau Saisonziel: Tabellenmittelfeld Favoriten: Bremervörder SC, TV Sottrum, TV Stemmen TSV Bülstedt/Vorwerk Zugänge: Kevin Ganschof (TuS Bothel), Leon Stauch, Felix Bäsmann (eigene Jugend) Abgänge: Björn Kahrs, Lasse-Til Albinger, Silvio Gruner, Ole Albinger (alle eigene 2. Herren) Restkader: Andre Schwarmann, Tobias Budde, Gerrit Privenau, David Lemmermann, Luca Pot-D‘or, Daniel Reer, Simon Loth, Dennis Matys, Christoph Martin, Tobias Wahlers, Zaza Sulaberidze, Nikolas Lappenberg, Ranko Popovic, Janos Lemmermann, Hauke Gieschen, Sören Geistert, Mirco Dillenberger, Mirko Hertwig, Mario Woltmann, Georg Jordan, Jeff Jordan Trainer: Thomas Ziegler Co-Trainer: Gerrit Privenau Betreuer: David Lemmermann Saisonziel: Klassenerhalt, gute Saison spielen Favoriten: TV Sottrum THI
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