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Deutsche Rodler verfehlen Siegspur in Winterberg

Winterberg. Fünf Wochen vor Olympia haben die deutschen Rennrodler ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Winterberg die Siegspur verfehlt. Bei schwierigen Wetterbedingungen mussten sich David Möller und die Doppelsitzer-Routiniers Patric Leitner und Alexander Resch mit dritten Plätzen begnügen.
09.01.2010, 16:01
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Deutsche Rodler verfehlen Siegspur in Winterberg

Dritter

dpa

Winterberg. Fünf Wochen vor Olympia haben die deutschen Rennrodler ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Winterberg die Siegspur verfehlt. Bei schwierigen Wetterbedingungen mussten sich David Möller und die Doppelsitzer-Routiniers Patric Leitner und Alexander Resch mit dritten Plätzen begnügen.

Schlimm erwischte es im Hochsauerland bei dem von starken Windböen begleiteten dritten Heim-Weltcup des Olympia-Winters den zweimaligen Weltmeister Felix Loch: Der 20-Jährige landete beim Erfolg des einmal mehr siegreichen Routiniers Armin Zöggeler (Italien) abgeschlagen auf dem 17. Platz. Die hoch gewetteten Doppelsitzer André Florschütz und Torsten Wustlich wurden nur Zwölfte.

Eine überzeugende Vorstellung bot in Winterberg Möller, der am Ende nur 51 Tausendstelsekunden hinter dem zweimaligen Olympiasieger Zöggeler lag. Vor allem im zweiten Durchgang bewies der Thüringer seine Klasse und fuhr Tagesbestzeit heraus. Hinter Möller belegte der Oberhofer Johannes Ludwig einen guten vierten Platz. Dagegen war Loch erneut vom Pech verfolgt: Nach seiner «Kleidungspanne» vom Königssee wurden die Hoffnungen des Berchtesgadeners diesmal von einem dicken Fahrfehler im ersten Lauf zerstört. Zwar setzte Loch von Rang 30 noch zu einer starken Aufholjagd an, mehr als Rang 17 sprang aber nicht mehr heraus. Jan Eichhorn wurde Achter, Andi Langenhan, neben Möller und Loch dritter deutscher Olympia-Starter, fuhr auf Rang zwölf.

«Wirklich bezaubernd gefahren sind wir heute nicht. Wir mussten alle kämpfen», sagte Steuermann Leitner nach Rang drei beim Sieg des italienischen Duos Christian Oberstolz und Patrick Gruber. Nach fehlerhafter Fahrt im ersten Lauf blies der «Bayern-Express» im zweiten Durchgang zum Angriff und fuhr von Rang sechs noch seinen dritten Podestplatz des Winters heraus. «Das waren die zwei schlechtesten Läufe der Woche. Aber wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», sagte der Routinier erleichtert. Tobias Wendl und Tobias Arlt kamen auf den fünften Platz.

Restlos bedient waren nach dem Rennen, das von teilweise heftigen Windböen begleitet wurde, die Weltcup-Führenden Florschütz/Wustlich. Die Olympia-Zweiten von 2006 fielen im zweiten Durchgang von Platz vier auf den zwölften Rang zurück und verteidigten nur hauchdünn ihren Spitzenplatz in der Gesamtwertung. «Ich hatte eine Windböe nach der anderen. Ich weiß nicht, wie man so einen Lauf überhaupt starten kann. Das ist irregulär», schimpfte Steuermann Florschütz. Dem widersprach jedoch der Dritte Resch: «Man darf nicht vergessen, dass wir nach wie vor eine Freiluftsportart sind.» (dpa)

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