Paralympics Deutsches Paralympics-Team will hoch hinaus

Zugspitze. Die Zugspitze lieferte bei «Kaiserwetter» die malerisch-imposante Kulisse und war gleichzeitig Symbol für die hohen Ziele: 2962 Meter über dem Meeresspiegel dokumentierte Deutschlands Paralympics-Mannschaft für die Spiele in Vancouver (12. bis 23. März) hohe Ansprüche.
28.01.2010, 10:00
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Zugspitze. Die Zugspitze lieferte bei «Kaiserwetter» die malerisch-imposante Kulisse und war gleichzeitig Symbol für die hohen Ziele: 2962 Meter über dem Meeresspiegel dokumentierte Deutschlands Paralympics-Mannschaft für die Spiele in Vancouver (12. bis 23. März) hohe Ansprüche.

«Wir wollen uns unter den Spitzen-Nationen etablieren», sagte Chef de Mission Karl Quade. Dabei misst er dieses Begehren nicht nur an Medaillen, sondern vielmehr auch an anderen Aspekten: «Wir wollen die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung demonstrieren, wir wollen unsere soziale Kompetenz unterstreichen, und wir wollen Vorbild sein für Menschen mit und ohne Behinderung.»

22 Sportler werden am 17. Februar für die Winter-Paralympics in nominiert, Deutschland wird mit diesen Athleten im Rollstuhlcurling, im alpinen und nordischen Skisport und im Biathlon vertreten sein. Im Sledge-Eishockey ist Deutschland nicht qualifiziert. Angeführt wird die Mannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) vom siebenfachen Paralympics-Gewinner Martin Braxenthaler, vom zwölffachen Paralympics-Sieger Gerd Schönfelder (beide Ski alpin), von der Nordischen Verena Bentele (7 x Paralympics-Gold) und Frank Höfle, der im nordischen Skisport mit 13 Goldmedaillen erfolgreichster Deutscher bei Paralympischen Spielen ist.

«Mit diesen Sportlern demonstrieren wir von der Zugspitze aus die Spitze, wir sind top, wir symbolisieren, ganz oben zu sein», sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Und dabei erwiesen den deutschen Paralympics-Teilnehmern DOSB-Präsident Thomas Bach und Sir Philip Craven als Chef des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) ihre Reverenz. «Die sportliche Leistung wird in Vancouver im Mittelpunkt stehen, nicht die Behinderung. Das ist auch der Kern der Beziehungen zwischen IPC und dem Internationalen Olympischen Komitee», sagte dessen Vizepräsident Bach.

Bach verhehlte in den luftigen Höhen des Zugspitz-Plateaus nicht, dass Werte wie fairer Umgang oder Menschlichkeit bei den Paralympics- Sportlern «teilweise stärker ausgeprägt sind als bei den nicht Behinderten». Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird den Paralympics am Eröffnungswochenende in Vancouver seine Aufwartung machen und damit auch die Bedeutung dieses Sportereignisses im IOC unterstreichen. «Gott sei Dank war Sir Craven so großzügig, mich einzuladen», ergänzte er im Beisein des ehemaligen NOK-Präsidenten Walther Tröger und des Speerwurf-Olympiasiegers Klaus Wolfermann.

Das deutsche Budget für die X. Winter-Paralympics beträgt 540 000 Euro und wird von der Öffentlichen Hand getragen. Quade untermauerte die Bedeutung dieser finanziellen Förderung: «Das, was dort stattfindet, ist absoluter Hochleistungssport» - mit den Unwägbarkeiten des Dopings. «Wir haben intensiv aufgeklärt, jeden einzelnen Sportler. Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir nicht in eine Falle tappen», meinte der Chef de Mission, dessen Team vor vier Jahren in Turin mit achtmal Gold und je fünfmal Silber und Bronze hinter Russland (13 Goldmedaillen) Platz zwei belegt hatte. (dpa)

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