Kreisliga: Durch einen 4:1-Heimerfolg sichern sich die Delmenhorster die Meisterschaft und steigen auf Devin Isik schießt Baris in die Bezirksliga

Delmenhorst. Der SV Baris Delmenhorst ist durch: Bereits zwei Spieltage vor Schluss sicherten sich die Fußballer durch einen hochverdienten 4:1 (2:0)-Erfolg im Spitzenspiel gegen den VfR Wardenburg die Kreisligameisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Stürmer Devin Isik hatte daran mit einem Dreierpack den größten Anteil.
15.05.2017, 00:00
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Von Ralf Kilian

Delmenhorst. Der SV Baris Delmenhorst ist durch: Bereits zwei Spieltage vor Schluss sicherten sich die Fußballer durch einen hochverdienten 4:1 (2:0)-Erfolg im Spitzenspiel gegen den VfR Wardenburg die Kreisligameisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Stürmer Devin Isik hatte daran mit einem Dreierpack den größten Anteil. „Wir haben Geschichte geschrieben“, jubelte Kapitän Mert Caki, während seine Mitspieler Trainer Önder Caki gemeinschaftlich in die Luft warfen und ausgelassen feierten. „Ich hatte Angst, dass sie mich fallen lassen“, bekannte Önder Caki, der dafür während der 90 Minuten zu keiner Phase um den Sieg bangen musste.

Nach dem Abstieg aus der damaligen Bezirksklasse im Mai 2006 ist die Rückkehr auf die Bezirksebene absolut verdient. „Wir sind nach Niederlagen immer wieder aufgestanden und waren insgesamt die konstanteste Mannschaft“, sagte Önder Caki. In der Tat resultiert der momentane Acht-Punkte-Vorsprung vor allem daraus, dass sich der SVB im Gegensatz zu den Verfolgern kaum einen Ausrutscher leistete. Offensiv profitierten die Delmenhorster von Schützenkönig Dennis Kuhn, der am Sonntag als Vorbereiter glänzte und Devin Isik beim 4:0 das 100. Saisontor überließ.

Allerdings war die Gegenwehr der Gäste auch sehr überschaubar. Der VfR versuchte es mit einer Dreierkette, dessen Mittelmann Felix Otten gegen den schnellen Kuhn jedoch heillos überfordert war. Während beim SV Baris Jugendspieler am Muttertag rote Rosen an die Damen unter den 180 Zuschauern verteilten, lieferten die Wardenburger die Geschenke auf dem Rasen ab. Immer wieder gab es krasse Ballverluste, die insbesondere Kuhn zu Kontern nutzte. Nach einem Außennetztreffer des Torjägers setzte er sich in der 15. Minute erneut unwiderstehlich durch und passte zurück auf Isik, der die Kugel aus zehn Metern zum 1:0 ins fast leere Tor schob.

Beim 2:0 (29.) wurde es Sinan Uygun ähnlich leicht gemacht, als er einen Eckball von Mert Caki aus fünf Metern per Kopf unter die Latte wuchtete. Gegenwehr der baumlangen Gäste war erneut kaum vorhanden, was VfR-Coach Jörg Beckmann zu der Analyse verleitete, dass seine Mannen wohl keinen Bock hätten, bei diesem Spiel etwas zu reißen. Seine Mannschaft vertändelte in Person von Lukas Menke auch vor dem 3:0 den Ball. Mert Caki schnappte sich das Spielgerät, legte zurück auf Isik und der Angreifer stocherte den Ball ins Netz (34.).

Die Gäste machten nach Wiederanpfiff in Durchgang zwei zunächst richtig Betrieb. Allerdings nur etwas mehr als vier Minuten lang, dann spurtete Kuhn aus der eigenen Hälfte los und legte im gegnerischen Strafraum uneigennützig auf Isik quer, dessen neunter Saisontreffer gleichbedeutend mit dem 4:0 (50.) und der endgültigen Entscheidung war. Zwar kam der VfR jetzt auch zu Möglichkeiten und durch Tim Conring (80.) nach Pass von Benjamin Cordoni zum Ehrentor und auch Dennis Beckmann und Menke hatten weitere Möglichkeiten, scheiterten jedoch am reaktionsschnellen Orhan Karakaya beziehungsweise sich selbst. Aber Baris hatte auf der anderen Seite auch noch einige Hochkaräter, um den VfR wesentlich klarer zu besiegen. „Wir haben verdient verloren, ich will mich nicht in Tuchel-Ansagen ergötzen“, kommentierte Jörg Beckmann die Niederlage. „Baris ist verdient Meister geworden“, gratulierte der scheidende VfR-Trainer seinem Kollegen Önder Caki.

Dieser hatte die Aufbauten von einer Feier am Vorabend wohlweißlich stehen gelassen, um nach geschaffter Meisterschaft gleich wieder durchstarten zu können. Ob er am Montag zur Arbeit gehen würde, ließ Caki offen: „Wahrscheinlich nehme ich mir frei.“ Zuvor nahm er auch noch die Glückwünsche von Munderlohs Trainer Ralf Eilenberger entgegen, der mit seiner Mannschaft am Freitag durch das 4:3 gegen Ganderkesee wertvolle Schützenhilfe geleistet hatte. Angesprochen auf die neue Saison blickte Caki voraus: „Ich will den Schritt mit den Jungs gehen. Nach jetzigem Stand bleiben alle an Bord und es gibt schon Zuspruch von möglichen neuen Spielern.“ Aber vor der Planung steht die Aufstiegsfeier, die die Akteure professionell in ihren neuen Meister-T-Shirts antraten.

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