"Schwäne" müssen gegen Altenwalde in die Verlängerung und verlieren 30:31 / Meyenburg auch ausgeschieden Diane Meyer hat Pokalsieg in der Hand

Schwanewede. Pokalkrimi in der Heidehalle mit Pech für die Goldmädchen: In der ersten Runde des BHV-Pokals musste sich die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in der Verlängerung mit 30:31 (23:23) dem Landesliga-Gefährten TSV Altenwalde geschlagen geben. Das Pokal-Aus ereilte auch den Kreisoberligisten TSV Meyenburg, der der SG Achim/Baden mit 16:20 unterlag.
06.09.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von KLAUS GRUNEWALD und OLAF KOWALZIK

Schwanewede. Pokalkrimi in der Heidehalle mit Pech für die Goldmädchen: In der ersten Runde des BHV-Pokals musste sich die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in der Verlängerung mit 30:31 (23:23) dem Landesliga-Gefährten TSV Altenwalde geschlagen geben. Das Pokal-Aus ereilte auch den Kreisoberligisten TSV Meyenburg, der der SG Achim/Baden mit 16:20 unterlag.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen - TSV Altenwalde 30:31 n. V.: "Wir haben zu viele Chancen vergeben und bei Kontern geschlafen", ärgerte sich HSG-Trainer Dean Schmidt über das unnötige Pokalaus. Überglücklich dagegen sein Kollege Viktor Wink, der nur mit sieben Feldspielerinnen und zwei Torfrauen angereist war. "Mit diesem kleinen Kader müssen wir uns auch in der Punktspielsaison behaupten", hatte sich Wink vor dem Anpfiff eher skeptisch gezeigt. Um nach 70 Spielminuten zu jubeln: "Eine unglaublich starke kämpferische Leistung des Teams."

Das allerdings Anlaufschwierigkeiten hatte. Nach vier Minuten lagen die Gastgeberinnen durch Tore von Kati Wessels und Diane Meyer (2) 3:0 in Front. Doch die Frauen aus dem Cuxhavener Vorort konnten sich auf ihre Goalgetterin Katrin Gohlke, mit elf Treffern die erfolgreichste Werferin der Partie, verlassen. Zudem hatte der Oberliga-Absteiger Glück, dass die Goldmädchen in den ersten 25 Minuten viermal das Aluminium und nicht ins Netz trafen. So gerieten sie in der 28. Minute erstmals in Rückstand (10:11) und lagen beim Pausenpfiff 11:12 hinten.

Obwohl es auch im zweiten Spielabschnitt eine enge Kiste blieb, mussten die Goldmädchen weiterhin Gegentore hinnehmen, weil sie weder Gohlke in den Griff bekamen, noch die Löcher auf der linken Abwehrseite stopfen konnten. Nach dem 16:20 (44.) schien Altenwalde auf der Siegerstraße zu sein. Doch dann nahm Dean Schmidt die TSV-Tormaschine quasi aus dem Spiel, weil er Maret Jäger als Abfangjägerin auf sie ansetzte. Den Gastgeberinnen gelangen vier Treffer in Folge, die Partie war jetzt völlig ausgeglichen, und Diane Meyer hatte es Sekunden vor dem Abpfiff in der Hand, aus dem 23:23 einen Sieg zu machen: Sie scheiterte freistehend an Altenwaldes Torfrau Carina Gaus.

Kati Wessels machte es in der ersten Hälfte der Verlängerung besser, als sie in der 65. Minute die 26:25-Führung erzielte. Doch Fortuna war schließlich mit den aufopferungsvoll kämpfenden Gästen im Bunde, denen Sekunden vor Schluss der Treffer zum 31:30-Pokalsieg gelang. Die Goldmädchen sanken enttäuscht zu Boden, hatten sich das Ausscheiden aber letztlich selbst zuzuschreiben.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Lehmann, Lindemann; Körber (4), Krügerke (3), Wessels (8), Deters (4), Allerheiligen, Jäger (4/2), Lisson, Schulze (3/1), Woelke, Meyer (4/1).

TSV Meyenburg - SG Achim/Baden 16:20 (9:11): "Unsere Deckungsformation stimmt." Andreas Bräuer, der Trainer des TSV Meyenburg, war durchaus zufrieden. Gut, seine Mannschaft hatte gegen einen Ligarivalen aus der Südstaffel den Kürzeren gezogen, gegen den sie noch vor zwei Jahren beide Partien gewann. Aber einen Monat vor dem Saisonstart - die SG Achim/Baden greift schon nächste Woche in die Punktspielrunde ein - darf man von den neu formierten Meyenburgerinnen in ihrem ersten echten Härtetest ja auch nicht zu viel verlangen. Zumal sie ja gerade erst die neue 3:2:1-Abwehr einstudieren.

Der TSV Meyenburg wurde von Achim/Baden zunächst mit 2:6 überrascht (14.), bevor er sich wehrte und durch Jutta Junge zum 6:8 aufschloss (20.). Bis zum 9:12 blieben die Gastgeberinnen mit der Unterstützung ihrer starken Torfrau Martha Steilen weiter dran. Da ihnen jedoch im Angriff die Kreativität und die zündenden Ideen fehlten (Bräuer: "Wir waren zu statisch"), konnten sie den Spieß nach dem 12:16-Rückstand nicht mehr umdrehen.

TSV Meyenburg: Martha Steilen, Hanna Steilen; Steil, Seebeck, Marquart, Blendermann (3), Köpke (1), Kruse (1), Eisenschmidt (4/4), Junge (3), Franke, Wätje (4), Masur.

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