Ristedt strebt in der Fußball-Kreisliga A erneut einen einstelligen Platz an / Auftakt gegen Brockum Die Ansprüche sind die gleichen

Syke-Ristedt. Gehobene Ansprüche darf in der Fußball-Kreisliga A der TSV Ristedt für sich reklamieren. "Das ist genau die Entwicklung, die wir uns auf die Fahnen geschrieben hatten. In der abgelaufenen Saison waren wir Fünfter, davor sind wir Sechster geworden", zog der nun ins vierte Amtsjahr gehende Trainer Bernd Schebitz eine durchaus positive Bilanz. Auch die Punktzahl war in den vergangenen beiden Spielzeiten in etwa gleich. Die jüngste Saison erbrachte 50, die zuvor 49 Zähler.
04.08.2011, 05:00
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Von Henning Reinke

Syke-Ristedt. Gehobene Ansprüche darf in der Fußball-Kreisliga A der TSV Ristedt für sich reklamieren. "Das ist genau die Entwicklung, die wir uns auf die Fahnen geschrieben hatten. In der abgelaufenen Saison waren wir Fünfter, davor sind wir Sechster geworden", zog der nun ins vierte Amtsjahr gehende Trainer Bernd Schebitz eine durchaus positive Bilanz. Auch die Punktzahl war in den vergangenen beiden Spielzeiten in etwa gleich. Die jüngste Saison erbrachte 50, die zuvor 49 Zähler.

Die Ristedter durften sich sogar etwas mehr ausrechnen, als sie als Tabellenfünfter ins Winterquartier zogen. Da hatten sie allerdings erst zwölf Partien absolviert und schoben somit ein hammerhartes Nachholprogramm vor sich her. "Und da gab es dann einen bösen Einbruch", so Schebitz. Und das, obwohl die Ristedter gerade beim Nachholprogramm auf etliche Dreier gesetzt hatten. "Aber ausgerechnet gegen Mannschaften aus dem unteren Viertel haben wir fest eingeplante Zähler liegen lassen. Irgendwie war nach der Winterpause der Wurm drin. Für uns alle ist das ein Rätsel", bekennt der Coach.

So gab es sechs Unentschieden am Stück und eine Niederlage gegen den seinerzeit aufstrebenden TuS Varrel. Dadurch rutschte der TSV auf einen zweistelligen Tabellenplatz ab. "Die vielen Nachholpartien haben uns sehr stark zugesetzt. Da lag manchmal nur ein Ruhetag zwischen zwei Spielen. Insgesamt haben wir sechs Wochen lang nur englische Wochen gehabt. Deshalb mussten wir auch die Trainingseinheiten deutlich herunterfahren. Das war sicher auch ein Grund für unsere Durststrecke", meint Schebitz rückblickend.

Zudem schlug das Verletzungspech unerbittlich zu. Mit Nils Dumke, Christian Frenzel und Markus Bruns fielen wichtige Eckpfeiler längerfristig aus. Und schließlich folgte der Schock, als André Zimmermann einen Tag vor Heiligabend einen fatalen Autounfall hatte und sich eine Schädelfraktur zuzog. "Inzwischen hat sich André gut erholt, und mit ihm zusammen hoffen wir auf ein Comeback im Herbst", lässt Schebitz wissen. Christian Frenzel war trotz seiner längeren Auszeit mit zehn Treffern der erfolgreichste Ristedter Schütze, gefolgt von Timo Huntemann (9), der auch nicht bei allen Begegnungen in der Aufstellung auftauchte. Torjägerqualitäten zeichneten aber noch zwei Akteure aus der Defensivabteilung aus: Markus Bruns brachte es auf neun, Tim Purnhagen auf acht Treffer. Ein hausgemachtes Problem gab es dagegen im Tor, denn Finn Huntemann sah gleich zwei Mal glatt Rot. "Damit hat er uns einen Bärendienst erwiesen", so Schebitz.

In der neuen, für die Ristedter am kommenden Sonntag mit dem Heimduell gegen den Kreisliga-Absteiger TSV Brockum (15 Uhr) beginnenden Saison, steht Finn Huntemann nicht mehr im Ristedter Kader. "Er ist zum TuS Syke abgewandert", berichtet Schebitz, der nun auf der Suche nach einem Keeper ist. Denn Steffen Behrens hat es berufsbedingt ins Ausland verschlagen. Nicht mehr dabei ist ferner Marco Engels, denn der spielenden Co-Trainer ist beruflich nach Stuttgart umgesiedelt. Mit Ingo Merkel, zuletzt Trainer der Bassumer A-Junioren, hat Schebitz bereits einen neuen "Co" gefunden.

Fündig wurden die Ristedter auch auf dem Spielermarkt. Neuzugänge sind Christopher Ehrler, einst TSV Melchiorshausen und zuletzt SV Dreye II, Sebastian Link (TSG Osterholz-Gödestorf), Anders Potthast (FC Syke 01) und Jorge Herdt, der seine Wurzeln in Ristedt hat und zuletzt in Etelsen kickte. "Ich denke, wir gehen gut aufgestellt in die neue Saison. Wir haben inzwischen gelernt, unser Leistungspotenzial richtig einzuordnen. So sollte wieder ein einstelliger Tabellenplatz möglich sein", urteilt Schebitz.

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