Ihlpohler Neujahrsturnier Die beiden Neuen machen das Rennen

Ihlpohl. Die beiden Neuen in der Ritterhuder Sporthalle Moormannskamp sorgten gleich für Furore. Sowohl Tura Bremen als auch der VSK Osterholz-ScharmbeckII zogen ins Finale des 32. Fußball-Neujahrsturniers beim ASV Ihlpohl ein, der erstmals ULC-Neujahrscup hieß.
03.01.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Carsten Spöring

Ihlpohl. Die beiden Neuen in der Ritterhuder Sporthalle Moormannskamp sorgten gleich für Furore. Sowohl Tura Bremen als auch der VSK Osterholz-ScharmbeckII zogen ins Finale des 32. Fußball-Neujahrsturniers beim ASV Ihlpohl ein, der erstmals ULC-Neujahrscup hieß. Nach torlosem zwölfminütigem Spiel und fünfminütiger Verlängerung setzte sich der Bremer Landesligist im Siebenmeterschießen 2:1 gegen Lüneburgs Landesligisten durch.

Es war wohl die beste Partie des kurzweiligen Nachmittags. VSK-II-Betreuer Günter Stelling nannte es gar "ein geiles Spiel von beiden Mannschaften", der Co-Trainer des Teams, Harald Meinecke, der das Coaching übernommen hatte, trauerte nur den Chancen im Finale nach, denn "das wollten wir eigentlich gewinnen", und "in der regulären Spielzeit haben wir es in der Hand gehabt". Starke Paraden von Tura-Keeper Ersim Kozulcali hätten allerdings eine vorzeitige Entscheidung verhindert, und jetzt "sind wir auch mit dem zweiten Platz zufrieden".

Nun, der VSK-II-Keeper Dennis Budach war allerdings ebenbürtig und verhinderte ebenfalls die eine oder andere Chance, wenn auch der VSK II Vorteile besaß. Tura hatte schließlich auch noch gar keine Hallenturniere gespielt, schon seit Jahren nicht mehr. Nun war Co-Trainer Ingo Klein aber mit einem kleinen Tross angerückt, der erst ein Mal in der Halle trainiert hatte, aber eben auch vielleicht Geld für die Mannschaftskasse mitnehmen wollte - 200 Euro gab es dann für den Sieg im Finale.

Und im Siebenmeterschießen, bei dem jeweils drei Spieler antraten, trafen Turas Faruk Akkus und Jakub Keller eben, beim VSK II nur Torben Poppe. Die Schüsse von Daniel Nodurft und Eugen Zilke hielt Tura-Keeper Kozulcali, sein Teamkollege Maik Schönijahn hatte den Ball zwischendrin noch gegen die Querlatte gesetzt - in der Summe also 2:1 für Tura.

Beide Mannschaften hatten sich in den Gruppenspielen noch schwer getan, in die Halbfinals einzuziehen. Tura wurde aber hinter einem fast schon überlegen wirkenden Team des Blumenthaler SV um Spielertrainer Peter Moussalli ebenso Zweiter wie in der anderen Gruppe der VSK II hinter der SG Aumund-Vegesack. Allerdings rüttelten sich die Kreisstädter nach dem zweiten Spiel in der Kabine noch mal richtig wach - oder, mit den Worten des später eingetroffenen Trainers Matthias Ruländer ausgedrückt: "Als ich kam, lief es besser". Dass der VSK II mehr als nur mitspielen wollte, unterstrich schon die Tatsache, dass die Grün-Weißen mit dem größten Kader aller acht Teams nach Ritterhude gekommen war - zwölf Spieler waren angereist.

"Wir haben die Chance, die machen die Tore"

Nach einem kurzen Zwischenfall, als - erstmals in 32 Jahren - ein unbeherrschter Zuschauer eine Bierflasche in Richtung Tribüne geschleudert hatte, setzte der VSK II sich im ersten Halbfinale mit Technik, Spritzigkeit und Schnelligkeit gegen die sicherlich erfahreneren und mit viel Körpereinsatz auftretenden Blumenthaler durch. Tura bezwang die SAV durch zwei schöne Tore; neidlos erkannte SAV-Co-Trainer Ulf Hilke den 2:1-Erfolg Turas an, auch wenn er enttäuscht feststellen musste: "Wir haben die Chancen, die machen die Tore."

Nicht so gut zu sprechen war der SAV-Verantwortliche dann auf das Spiel um Platz drei gegen den Blumenthaler SV, das er für die zahlenden Zuschauer "peinlich" fand und "absolut unwürdig". Mit 5:0 gewann seine SAV, ohne dass die BSV-Vertretung nennenswerten Widerstand leistete oder noch leisten konnte. SAV-Coach Kristian Arambasic, der mit der Familie unter den Zuschauern weilte, verließ die Halle dann auch schon vor Ende der Partie.

Und die übrigen Teams? Trainer Werner Thoden war mit Platz sieben für den ATSV Scharmbeckstotel ganz zufrieden, sowohl seine als auch die Spieler von Gegner und Gastgeber ASV Ihlpohl (ganz in schwarz!) hatten die Silvesterfeiern nicht rechtzeitig aus den Knochen schütteln können. ASV-Neu-Coach Torsten Plikat sah es ebenfalls gelassen - Trainingsauftakt für seine Jungs ist schließlich erst am 27. Januar. Keine große Rolle beim Turnier vermochten auch die TuSG Ritterhude und die SG Marßel zu spielen (1:2 im Spiel um Platz fünf).

Straffe Turnierleitung

Die Verantwortlichen des ASV Ihlpohl jedenfalls waren mit der 32. Auflage ihres Turniers zufrieden - und durften es auch. Sportlich hatte sich der Besuch für die Zuschauer zumeist gelohnt (einige Hundert waren in der Halle). Und durch die straffe Turnierleitung mit Dennis Preuß und Paul Friedrich an den Schalthebeln wurde der Nachmittag auch nicht zu lang.

Der Torschützenkönig musste in diesem Jahr übrigens ausgelost werden: Gewinner Ferdi Kök (SAV) hatte ebenso drei Tore geschossen wie Faruk Akkus (Tura), Dennis Tanski (BSV) und Mohamed Hodzic (SAV). Anschließend ging es - endlich - ins Vereinsheim des ASV zur Nach-Turnier-Fete.

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