Jérôme Boateng ist wieder fit und kann im Achtelfinale gegen die unbequemen Slowaken die Abwehr der DFB-Elf organisieren Die Chef-Wade hält

Lille. Der Abwehrchef ist bereit für das erste K.o.
26.06.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Mende

Lille. Der Abwehrchef ist bereit für das erste K.o.-Duell des Weltmeisters bei der EM in Frankreich. Noch vor der Abreise der DFB-Nationalmannschaft zum Achtelfinal-Spielort nach Lille kündigte Joachim Löw am Sonnabend den Einsatz von Jérôme Boateng an. „Im Grunde genommen hat die Wade heute gehalten. Er hatte keine Probleme, er hat alles absolviert. Er wird am Sonntag spielen“, erklärte der Bundestrainer.

Für den EM-Ernstfall gab er nun nach langem Bangen um die Spielfähigkeit des Abwehrchefs also Grünes Licht – Löw sieht keinen Grund mehr, den Münchner für den fest eingeplanten Viertelfinal-Knaller gegen Italien oder Spanien zu schonen. Mit drei Taschen bepackt bestieg Boateng, der noch einmal genaustens von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt an der lädierten Wade untersucht worden war, dann auch gut gelaunt den Mannschaftsbus.

Voller Vorfreude startet das DFB-Team gegen die Slowakei (18Uhr/ZDF) in den zweiten Teil der deutschen Titelmission. Löw erwartet den Achtelfinal-Kontrahenten „überwiegend defensiv. Das beherrschen sie besser als Nordirland – die Slowakei ist ein harter Gegner.“ Und das Team um Turnierkapitän Manuel Neuer will nach dem seltsam emotionslos erledigten Gruppensieg nun endlich die große Turnier-Euphorie auslösen. Ein „klarer Sieg“ gegen den unbequemen 24. der Weltrangliste würde eine „Initialzündung“ sein. „Aber zu sagen, es ist nur die Slowakei, ist falsch. Die Mannschaft hat es sich verdient, im Achtelfinale zu stehen“, warnte Nationaltorwart Neuer.

Löw wird im Stade Pierre Mauroy von Lille wahrscheinlich jener Elf vertrauen, die beim 1:0 im Gruppenfinale gegen Nordirland begonnen hatte. „Es kann aber durchaus sein, dass es die eine oder andere Veränderung geben wird“, erklärte Löw ohne konkrete Hinweise. Joshua Kimmich dürfte nach seinem starken EM-Debüt gegen die Nordiren wieder rechts offensiv verteidigen.

Vor der Abwehrreihe sind wieder Sami Khedira und Toni Kroos für die Zentrale vorgesehen. Der etatmäßige DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger werde zwar „immer besser, immer sicherer, immer selbstbewusster“, erklärte Löw. Doch ob der 31-Jährige von Manchester United schon 90 Minuten oder länger durchhalte, da sei er sich „nicht hundertprozentig sicher“, betonte der Bundestrainer. Das Aufbauprogramm für Schweinsteiger wird mit Blick auf die angestrebten weiteren K.o.-Spiele gegen die ganz großen Gegner fortgesetzt. „Wenn er noch paar Tage länger hat, dann kommt er noch ein bisschen weiter“, sagte der Bundestrainer über Schweinsteiger.

Besonders aufpassen muss ein DFB-Trio gegen die Slowakei: Mesut Özil, Sami Khedira und Jérôme Boateng wären bei einer weiteren Verwarnung gesperrt, erst nach dem Viertelfinale verfallen die Gelben Karten.

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