Letztlich muss sich die A-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen aber dem HC Bremen beugen Die Einstellung stimmt

Schwanewede. „Schade..Schade, das sagte auch HSG-Torwart Lukas Flentge, der das anfängliche Losen um den Ersteinsatz im Spiel bei „Schere, Messer, Papier“ gegen Mit-Keeper Theo Krüger verloren hatte: „Die Bremer waren am Ende etwas abgezockter als wir. Wir hatten dagegen nach einem richtig guten Spiel einige Torchancen zu viel liegen gelassen.
09.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

„Schade...“ – das war das Wort des Tages bei der männliche A-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen. In der Handball-Bundesliga hatte die HSG der favorisierten SG HC Bremen/Hastedt bis zum Schluss einen packenden Kampf mit offenem Visier geboten, am Ende triumphierten jedoch die Hausherren am hoffnungslos ausverkauften Jakobsberg mit 33:30 (11:14).

Schade, das sagte auch HSG-Torwart Lukas Flentge, der das anfängliche Losen um den Ersteinsatz im Spiel bei „Schere, Messer, Papier“ gegen Mit-Keeper Theo Krüger verloren hatte: „Die Bremer waren am Ende etwas abgezockter als wir. Wir hatten dagegen nach einem richtig guten Spiel einige Torchancen zu viel liegen gelassen.“

Dem ist im Grunde genommen nicht viel hinzuzufügen. Die Gäste hatten den Tabellensechsten „mit einer geilen 3:2:1-Abwehrarbeit“ (Zitat HSG-Trainer Eik Hapke) bis zur Verzweiflung getrieben, dahinter war Theo Krüger lange Zeit gut aufgelegt. Im Angriff war es wiederum Moritz Witzenhausen, der mit sechs Treffern vor der Pause überhaupt nicht zu bremsen war.

Tim Stapenhorst und Moritz Witzenhausen (2) waren es dann auch, die ihre Farben nach dem 12:11 bis zur Pause das erste Mal mit drei Toren in Führung warfen. Und als der Rotschopf Witzenhausen direkt nach Wiederanpfiff dort weiter machte, wo er aufgehört hatte, hielt es den Schwaneweder Anhang nicht mehr auf den Sitzen.

Bei der doppelten Witzenhausen-Rückraum-„Peitsche“ zum 17:13 sprang selbst der verletzte Linksaußen Vibulan Sivanathan auf der Tribüne auf und feuerte sein Team mit einer Pappklatsche in der Hand kräftig an. 35 Tickets waren den Gästen von den Hausherren im Vorfeld der Partie zugestanden worden. Über den Internetvorverkauf sicherte sich aber noch ein beträchtlicher Teil mehr die heiß begehrten Karten in der pickepackevollen Arena am Jakobsberg. Der Rest musste sich mit der Liveübertragung in der angrenzenden Gaststätte begnügen.

Letztlich half auch das gute Bauchgefühl von Schwanewedes Henrik Hamann nicht, Trainer mit Hapke und Marcel Claus. Zeigte er noch in der Pause lächelnd den Daumen rauf, senkte dieser sich mit der Einwechslung des SG-Keepers Dennis Zjezdzalka zusehends. Auf einmal war es Schluss mit der Trefferquote des HSG-Rückraumkrachers Moritz Witzenhausen, dem in den finalen 25 Minuten nur noch ein Treffer gelang. „Bei mir fehlte einfach die Kraft, außerdem hatte ich am Ende nicht mehr das Glück aus der ersten Hälfte gehabt“, senkte der dynamische Spieler enttäuscht den Blick.

„Unsere anderen Rückraumoptionen haben nicht gezogen“, stellte Hamann fest. Vor allem deshalb, weil Niels Huckschlag diesmal nicht zu seiner gewohnten Form fand. Tim Stapenhorst machte dagegen ein sehr engagiertes Spiel. Vielleicht hätten es die „Schwäne“ aber auch noch einmal mit Jerome Lippe versuchen sollen, wenngleich dem vor der Pause nicht viel Nennenswertes gelungen war.

Beim 20:21 kippte das Spiel erstmals nach dem 0:1 gegen die Niedersachsen (46.), bis zum 22:25-Rückstand fing die HSG sich weitere empfindliche Gegentreffer ein, von denen sie sich nicht mehr erholte (52.). Beim 26:30 war die HSG-Niederlage dann endgültig besiegelt (58.). „Wir hatten uns aber wie schon im Hinspiel klasse verkauft“, tröstete sich Henrik Hamann über die Niederlage hinweg. Und Eik Hapke

verabschiedete sich vom Gastgeber: „Vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr in der Bundesliga wieder.“

Eine Fotostrecke vom Handball-Bundesligaderby finden Sie unter www.weser-kurier.de/sport

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