TSV Bremervörde legt eindrucksvoll nach, doch Achim hat zwei Punkte Vorsprung und leichteres Restprogramm

Die Hand an der Meisterschale

Achim. Jetzt kann sich die SG Achim/Baden nur noch selber ein Bein stellen. Am fünftletzten Spieltag der Handball-Oberliga Nordsee rehabilitierte sich der Spitzenreiter mit einem 37:31-(16:19) Erfolg beim hoch eingeschätzten TV Cloppenburg für die am Wochenende zuvor erlittene Heimniederlage gegen den Verfolger TSV Bremervörde und setzte einen Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft.
04.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Achim. Jetzt kann sich die SG Achim/Baden nur noch selber ein Bein stellen. Am fünftletzten Spieltag der Handball-Oberliga Nordsee rehabilitierte sich der Spitzenreiter mit einem 37:31-(16:19) Erfolg beim hoch eingeschätzten TV Cloppenburg für die am Wochenende zuvor erlittene Heimniederlage gegen den Verfolger TSV Bremervörde und setzte einen Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft.

Zwar legte der von Sascha Rajkovic trainierte Tabellenzweite am Sonnabend mit einem nicht minder eindrucksvollen 45:23-Erfolg gegen den SV Grambke-Oslebshausen nach und steht mit einem Rückstand von zwei Punkten weiter in Schlagdistanz zu den Achimern, doch das Restprogramm des Spitzenreiters verspricht das leichtere zu sein. VfL Fredenbeck II (H), HSG Nordhorn II (A), SV Grambke-Oslebshausen und HSG Varel II (H) - alles Gegner, die mit Verlaub nicht zur Hautevolée der Klasse gehören. Bremervörde dagegen muss noch zum Tabellendritten TV Neerstedt reisen.

Die SG Achim/Baden spielte in Cloppenburg meisterlich, allerdings nur in der zweiten Hälfte, die zu den besten gehörte, welche das Team von Trainer Irek Faciejew in dieser Saison abgeliefert hat. Im ersten Durchgang dagegen hatte es sich wieder einmal von seiner äußert störanfälligen Seite gezeigt.

Mit den Schiris gehadert

"Wir hatten vorübergehend einen totalen Blackout", kommentierte Faciejew jene Phase, in der aus einem 8:5-Vorsprung der Gäste aus dem Landkreis Verden ein 10:17-Rückstand wurde. Wie schon gegen Bremervörde oder beispielsweise auch in Neerstedt ließen sie die nötige Stressresistenz vermissen. Vergebene Siebenmeter, vermeidbare Ballverluste oder auch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen führen zu Ungeduld, Konzentrationsschwächen und werfen das Team komplett aus der Bahn. "Gut war, dass wir bereits in der ersten Hälfte damit aufgehört haben, uns dauernd zu ärgern und zu hadern, sondern schon damit angefangen zu haben, die Wende einzuleiten", stellte der letztlich doch sehr zufriedene Trainer fest.

Bis zum Pausenpfiff wurde der Rückstand auf drei Tore reduziert. Und danach zogen die Achimer dann alle Register. Bastian Bormann im Tor des Tabellenführers lief gegen seinen früheren Verein zur Hochform auf, nachdem er sich im ersten Durchgang mit Routinier Ole Prehn abgewechselt hatte. Und im Angriff wurde hervorragend kombiniert und abgeschlossen, wobei die diversen Balleroberungen in sehr konsequent vorgetragene Gegenstöße umgemünzt wurden. Dabei funktionierte die SG-Offensive in ungewohnter Aufstellung: Mit fünf Rückraumspielern auf der Platte. Linkshänder Björn Schierenbeck fungierte als Rechtsaußen und Kim Pansing als Linksaußen, während in Reihe zwei überwiegend Patrick Denker, Malvin Patzack, Florian Block-Osmers und Tobias Freese zum Einsatz kamen.

Pansing und Patzack erhielten von Faciejew ein Sonderlob. Die Cloppenburger dagegen waren restlos bedient. "Wir haben in der zweiten Halbzeit eine katastrophale Leistung gezeigt", stöhnte Teammanager Oliver Galeotti. Nur zwölf erzielte Treffer in den zweiten 30 Minuten untermauern seine Feststellung, sprechen aber auch eindeutig für die Qualität der zuletzt nicht immer überzeugendenAchimer Abwehr.

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