Oyten Die klägliche Konstanz des FC Verden 04

Verden. Im Fußball wünschen sich die meisten Trainer von ihrem Team eine konstante Spielweise. So auch Sascha Lindhorst in der Landesliga Lüneburg von seinem FC Verden 04.
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Die klägliche Konstanz des FC Verden 04
Von Patrick Hilmes

Verden. Im Fußball wünschen sich die meisten Trainer von ihrem Team eine konstante Spielweise. So auch Sascha Lindhorst in der Landesliga Lüneburg von seinem FC Verden 04. Jedoch wünscht er sich eine andere als seine Mannen an den Tag legen. Denn die Konstanz beim FCV beschränkt sich auf Niederlagen, Nummer acht nach zehn Spieltagen setzte es am Sonntag vor heimischen Publikum gegen den MTV Eintracht Celle. Und es war eine deutliche: 1:7 (1:3).

Und nicht nur die Konstanz im Bezug auf die Niederlagen hielten die Verdener aufrecht, auch den Spielverlauf. Denn wie so oft gingen die Reiterstädter in Führung. Verantwortlich zeichnete dafür Florian Heil. Und das bereits mit der ersten Aktion des Spiels in der ersten Minute. Ballverlust der Gäste und prompt zeigte Verden, dass sie eigentlich Fußball spielen können. Schnell wurde der Ball auf die linke Seite zu Maximilian Schulwitz gespielt, der Tempo aufnahm, in den Sechzehner eindrang und den Ball quer auf Heil spielte – 1:0. An der Seitenlinie freut sich zwar Sascha Lindhorst, doch von Jubeln kann bei ihm keine Rede sein. Er weiß zu gut, wie es in dieser Saison bisher so oft lief.

Und so sollte es auch wieder kommen, sogar schneller als gedacht. Bereits in der vierten Minute begann Landesliga-Top-Torjäger Felix Krüger mit seinem Scheibenschießen. Und all seine am Ende fünf Tore ähnelten sich. Im Strafraum kam er an den Ball und schob ihn beinahe unbehindert ein. In Minute 23 ließ er sein zweites Tor folgen, den lupenreinen Hattrick machte er nach einer halben Stunde perfekt. "Wir haben wieder mit einer neuen Viererkette gespielt und das ging völlig nach hinten los“, urteilte Verdens Kapitän Mirco Temp. Immerhin erhöhte Felix Krüger nicht schon zur Pause weiter, denn Chancen boten sich ihm dafür genug. Einen Zugriff auf die Nummer 33 der Celler fanden Temp und Co. nie.

„In der Halbzeit hatten wir uns dann noch mal einiges vorgenommen, doch das wurde ja kurz nach Anpfiff wieder zunichte gemacht“, schilderte Lindhorst. Gemeint war die 49. Minute: Wieder stand eine drei auf dem Rücken, diesmal jedoch keine zweite. Valentin von Behr war es diesmal, der nach Vorarbeit durch den schnellen Linksaußen der Celler, Christoph Gaete-Von-Wersebe, das 4:1 markierte. Quasi der Todesstoß für die Platzherren, denn danach ging gar nichts mehr und sie zeigten Auflösungserscheinungen. Und da die Männer mit einer drei auf dem Celler Trikot so gut in Verden trafen, war Vincent Ziemke mit der Nummer 13 auf dem Rücken der Nächste – 5:1 (68.). In der Schlussphase durfte dann wieder Felix Krüger ran. Seine Saisontore 15 und 16 erzielte er ohne wirkliche Gegenwehr in den Minuten 84 und 89.

Und wieder einmal verließ Lindhorsts Truppe den Platz mit hängenden Köpfen und dem Coach fehlten ein wenig die Worte. „Das ist sehr bitter und tut weh“, sagte er geknickt. Mickrige vier Punkte stehen auf dem Konto, die neuerliche Pleite bedeutete das Abrutschen an das Tabellenende. Ist man dann noch der richtige Trainer? „Ich denke nicht viel darüber nach. Wenn der Verein sich etwas anders überlegt, dann muss ich das akzeptieren. Ich versuche Woche für Woche die Jungs weiterzubringen, aber viele sind noch nicht da, wo sie sein müssten“, betonte Lindhorst. Und so sieht es auch Mirco Temp: „Man sollte nicht den Trainer, sondern die Mannschaft in die Kritik stellen. Sascha hat uns vor der 33 gewarnt, wir haben es aber einfach nicht hinbekommen. Vielleicht muss man auch ehrlich sagen, dass die Qualität des Teams nicht reicht, da ist derzeit keiner rauszunehmen.“

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