Württemberg-Cup Die nächste Hiobsbotschaft für den SVH

Der SV Heiligenfelde macht einen großen Schritt in Richtung des Finaltags, beklagt aber einen weiteren Ausfall. Der Brinkumer SV muss sich dem Bremer SV beugen.
14.07.2019, 10:51
Lesedauer: 4 Min
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Von Sven Hermann

Ristedt. Es ging hoch her an diesem zweiten Spieltag der Gruppe B beim Ristedter Württemberg-Cup. Zwar besiegte der Fußball-Bezirksligist SV Heiligenfelde seinen Ligarivalen TuS Sudweyhe mit 2:1 (2:0), doch die Begegnung wurde überschattet von der schweren Verletzung des SVH-Offensivakteurs Lars Diedrichs, der sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit dem Sudweyher Gianluca Causo das Schlüsselbein brach und ins Krankenhaus transportiert werden musste. Im zweiten Spiel des Abends triumphierte der Bremer SV im Duell der Bremen-Ligisten mit 1:0 (1:0) über den Brinkumer SV. Hier ging es zwischenzeitlich sehr turbulent zu, als der Bremer Haris Lakic die Gelb-Rote Karte sah. Insgesamt 400 Zuschauer waren Augenzeugen der beiden Partien.

SV Heiligenfelde - TuS Sudweyhe 2:1 (2:1). Torben Budelmann, Coach des SV Heiligenfelde, war nach Ende der Partie kaum zu beruhigen. Der Grund für seinen großen Ärger war die schwere Verletzung seines Spielers Lars Diedrichs, der mit seinem Gegenspieler Gianluca Causo unglücklich zusammenrasselte und sich das Schlüsselbein brach. Es war die zweite schwere Verletzung während des Turniers, die die Heiligenfelder beklagen mussten. Bereits am ersten Spieltag der Gruppe B hatte sich Angreifer Sören Schütte einen Kreuzbandriss zugezogen. „Das ist ganz bitter und wird mit Sicherheit Folgen für die neue Spielzeit haben. Emotional sind wir nach diesen beiden Verletzungen zurzeit am Tiefpunkt“, schilderte Budelmann, der zum einen die überharte Gangart der Sudweyher in den zweiten 35 Minuten beklagte, jedoch mit seiner Kritik auch den Unparteiischen Gerrit Alfken (SV Dreye) nicht verschonte. „In der zweiten Halbzeit hat der Schiedsrichter seine Linie verloren und hatte die Partie nicht mehr im Griff. Schon zuvor hätte er einige unfaire Aktionen der Sudweyher ahnden müssen. Die Verletzung von Lars resultierte aus einem unglücklichen Zusammenprall“, sagte Budelmann, der eine tolle erste Hälfte seiner Elf sah. „Da haben wir den Gegner an die Wand gespielt. Besonders Gino (Bem. der Red. Gianluca Nolte) hat seine Sache als hängende Spitze sehr gut gemacht“, lobte Budelmann.

So war es Nolte, dessen öffnender Pass Diedrichs fand, der das Leder dann zu Björn Isensee weiterleitete. Dieser versenkte die Kugel zur Führung im linken Eck (25.). Kurz zuvor hatte TuS-Torhüter Alexander Keskinsoy einen Schuss von Tobias Dickmann über den Querbalken (21.) gelenkt. Den zweiten Treffer besorgte Nolte höchstpersönlich, als er eine einstudierte Eckballvariante des ausführenden Dickmann mit der Pike ins Tor beförderte (30.). In der zweiten Halbzeit dann der Schockmoment für den SVH, als sich Diedrichs schwer verletzte. Später nutzte Stephen Bohl einen Fehler von SVH-Keeper Jörn Wachtendorf zum Anschluss (62.). „In der zweiten Halbzeit haben wir erheblich besser gespielt“, bilanzierte Sudweyhes Coach Marcus Pieprzyk, der den im Urlaub befindlichen Chefcoach Christian Mach vertrat und die Verletzung von Diedrichs sehr bedauerte. „Ich fand jedoch nicht, dass wir überhart agierten haben“, ergänzte er.

Bremer SV - Brinkumer SV 1:0 (1:0). Einen großen Schritt in Richtung Finale hat der Titelverteidiger Bremer SV gemacht, der gegen den Ligarivalen den zweiten Vorrundensieg einheimste. Mit dem Team des frisch gekürten Bremen-Liga-Meisters, der nur knapp in der Relegation zur Regionalliga gescheitert war, hatte der Bremer SV, der etliche neue Akteure präsentierte, nur noch wenig zu tun. Dennoch bestimmte das neuformierte Team das Geschehen auf dem Platz. Hoti Bilal verfehlte nach einem Flankenball des emsigen Clinton MC Mensah Quarshie zunächst noch das Tor (14.), brachte den Turnierfavoriten nach einem Solo, das er eiskalt abschloss, dann jedoch in Führung (20.). Zwei Minute später scheiterte Bilal zudem noch am Pfosten. Auch die einzige Brinkumer Gelegenheit im ersten Abschnitt hatte es in sich: Dabei ließ Torjäger Saimir Dikollari die große Chance zum Ausgleich aus, als er aus wenigen Metern freistehend an Torhüter Jasin Jashari scheiterte, der per Fußabwehr klärte (29.). „Das Ding muss er reindrücken“, bedauerte Brinkums neuer Coach Mike Gabel im Nachhinein den Fehlschuss des Angreifers.

Insgesamt agiler sah Gabel sein Team in der zweiten Halbzeit. „Das lag auch an der Systemumstellung. Wir haben vom 5-3-2- auf ein 4-1-4-1-System gewechselt. Damit sind wir besser zurecht gekommen“, kommentierte Gabel. Kurz nach Wiederanpfiff landete ein Kopfball von Brinkums Innenverteidiger Esin Demirkapi knapp über dem Querbalken. Reelle Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten danach nicht mehr, dafür wurde es hektisch. Nach vorherigem Disput mit der Brinkumer Bank leistete sich Haris Lakic ein Foul gegen Nicolai Gräpler und sah daraufhin Gelb-Rot (49.). Danach rastete der BSV-Akteur völlig aus, seine Mitspieler konnten ihn nur mit Mühe vom Feld drängen. Doch auch in Unterzahl ließen die Bremer nichts mehr anbrennen. „Wir haben nicht die letzte Torgefahr ausgestrahlt. Daher geht der Sieg des BSV in Ordnung“, sagte Gabel, dessen Team vor dem Aus in der Vorrunde steht. Als Dritter ist Brinkum auf Schützenhilfe angewiesen. Sudweyhes Aus ist bereits besiegelt.

Der Württemberg-Cup startet am Montag in seine heiße Phase. In Gruppe A ermitteln der TV Stuhr und der TuS Sulingen im direkten Duell, wer sich den Platz im Endspiel sichert. Die Stuhrer brauchen dafür im direkten Aufeinandertreffen einen Sieg. Die Partie beginnt um 20.15 Uhr. Zuvor stehen sich ab 18.45 Uhr der TSV Okel und der TSV Melchiorshausen gegenüber.

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