TuSG Ritterhude lässt dem 8:2-Kantersieg aus dem Frühjahr nun einen 5:0-Derbysieg folgen Die nächste Packung für Worpswede

Ritterhude. Der FC Worpswede sollte sich überlegen, der TuSG Ritterhude die Punkte in der Fußball-Bezirksliga 3 künftig per Post zum Jahnsportplatz zu schicken. Nachdem die Gastgeber den Lokalrivalen in der vergangenen Saison mit 8:2 vom Feld gefegt hatten, behielten sie nun immerhin mit 5:0 die Oberhand.
16.08.2016, 00:00
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Von Karsten Hollmann

Ritterhude. Der FC Worpswede sollte sich überlegen, der TuSG Ritterhude die Punkte in der Fußball-Bezirksliga 3 künftig per Post zum Jahnsportplatz zu schicken. Nachdem die Gastgeber den Lokalrivalen in der vergangenen Saison mit 8:2 vom Feld gefegt hatten, behielten sie nun immerhin mit 5:0 die Oberhand. Das Ergebnis spiegelte auch die Kräfteverhältnisse in etwa wider. Die Platzherren waren bissiger und hatten deutlich mehr Zug zum Tor.

Nachdem TuSG-Abwehrriese Merten Hellmann bereits in den ersten fünf Minuten zweimal mit Kopfbällen Gefahr für den FC-Kasten heraufbeschworen hatte, verflachte das Niveau der Partie aber erst einmal. Kein Team vermochte sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. „Bis zu unseren Fehlern waren wir gleichwertig“, fand auch Worpswedes Coach Gregor Schoepe. Doch dann unterlief Innenverteidiger Hendrik Meinhardt ein folgenschwerer Fehler: Er vertändelte den Ball an Niklas Kutz. Dieser hätte auch zu Marcel Meyer herüberpassen können, entschied sich aber für die eigensinnige Variante.

Der Kapitän umkurvte FC-Torsteher Dennis Gulde und vollendete zum 1:0. „Wenn man als letzter Mann einen solchen Fehler macht, ist es für den Gegner zu einfach“, kritisierte Schoepe. Auch beim 2:0 halfen die Worpsweder kräftig mit. Nachdem Gregory Fock noch an Gulde gescheitert und Marcel Meyer von Younus Sow geblockt worden war, setzte Marco Grahl zu einem cleveren Heber aus spitzem Winkel an. Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe Damian Bogus mit einem schönen Schuss aus der Distanz den ersten vernünftigen Angriff der Gäste zu Ende brachte. Mit dem Pausenpfiff erhöhten die Blau-Weißen jedoch auf 3:0. Mirko Gatz hatte keine Probleme, einen Querpass von Patrick Manig zu verwerten.

Die Zuschauer merkten nach dem Seitenwechsel schnell, dass der Gast um Besserung bemüht war. „Uns war aber klar, dass Worpswede noch einmal alles versuchen würde“, erklärte TuSG-Trainer Julian Geils. Ritterhudes Keeper Lars Oberdiek wehrte einen Schuss von Jan-Henrik Kück zunächst bravourös ab, ehe Marlon Lieder sein Ziel mit einem sehenswerten Fernschuss verfehlte. Das war es aber auch schon mit der Herrlichkeit der Kicker aus dem Künstlerdorf. Gregory Fock hätte das 4:0 erzielen müssen, schob die Kugel jedoch nach einem zu kurz abgewehrten Schuss von Marcel Meyer unbedrängt am leeren Tor vorbei (54.).

Gulde hielt zudem einen Drehschuss von Marcel Meyer sowie einen Kopfball von Merten Hellmann. Als Sherief El-Shafie auf der Gegenseite endlich mal durch war, brachte der angespielte Lars Rieken freistehend nur ein Schüsschen zustande (68.). 20 Minuten vor dem Ende patzte Hendrik Meinhardt noch einmal gegen Marcel Meyer, bügelte seinen Fehler aber sofort wieder aus. Meinhardts Kollege im Abwehrzentrum, Younus Sow, deutete in einigen Szenen bereits an, dass er zu einer echten Verstärkung für die Worpsweder werden könnte. Er war kopfball- sowie zweikampfstark und sah viele Aktionen des Gegners voraus.

Als Gregory Fock und Marcel Meyer eine Großchance für Joker Gero Förster einleiteten, war aber auch Sow nicht im Bilde (71.). Eine Zeigerumdrehung hiernach nahm Marco Grahl einen Querschläger in der FC-Abwehr in Perfektion mit links auf und passte im Anschluss von rechts in die Mitte zu Gero Förster. Dieser leitete das Spielgerät zu Gergory Fock am langen Pfosten weiter, der das 4:0 herstellte. „Nach dem 4:0 war der Drops gelutscht“, sagte Julian Geils.

Grahl hatte gerade erst den Flügel mit Fock gewechselt. „So wollten wir die Worpsweder durcheinanderbringen“, teilte der spielende Co-Trainer mit. Noch schöner war allerdings das 5:0 von Merten Hellmann. Dieser nahm den Ball mit der Brust an und wuchtete diesen anschließend gekonnt in die linke Ecke. „Wenn wir solche Fehler machen, werden wir kein Spiel gewinnen. Aber im Rückspiel wird es anders aussehen“, kündigte Gregor Schoepe an.

„Nach dem 4:0 war der Drops gelutscht.“ Julian Geils, Trainer TuSG Ritterhude
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