Gero Thiel verlängert vorzeitig Trainervertrag bei Kreisliga-Aufsteiger FC Hambergen II: „Wir sind angekommen“ Die Offensive als kleiner Sorgenfaktor

Hambergen. „Wir sind in der Kreisliga angekommen“, sagt Gero Thiel. Diese Tatsache und dass die personellen Perspektiven auch mittelfristig stimmen, haben ihn dazu bewogen, die Fußballer des FC Hambergen II auch in der Saison 2016/2017 zu coachen.
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Von Thomas Müller

„Wir sind in der Kreisliga angekommen“, sagt Gero Thiel. Diese Tatsache und dass die personellen Perspektiven auch mittelfristig stimmen, haben ihn dazu bewogen, die Fußballer des FC Hambergen II auch in der Saison 2016/2017 zu coachen. Der souveräne Kreisklassen-Meister der vergangenen Spielserie (100:23 Tore, 78 Punkte) rangiert zur Winterpause auf Tabellenplatz elf (23:30 Tore, 17 Punkte). „Das ist okay“, sagt Thiel und fügt gleich hinzu: „Luft nach oben ist immer. Aber Sorgen mache ich mir nicht.“ Entscheidend sei für ihn, dass seine Mannschaft mit den meisten Konkurrenten mithalten könne – mal abgesehen vom Spitzenquartett.

Ein besseres Abschneiden sei für ihn durchaus möglich, sagte Thiel, „aber wir müssen noch an Torgefahr zulegen und konstanter spielen.“ Dass es offensiv eher suboptimal läuft, dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens: Das in der Meistersaison so erfolgreiche Sturmduo Mohamed Taha (22 Saisontreffer) und Soeren Sewtz (15) wirbelt nicht mehr wie gewohnt die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Bei Sewtz wurde vor gut einem Monat eine Arthrose diagnostiziert, er war nur in vier Spielen dabei. Taha und auch der vom FC Lune gekommene Tjark Stelljes sind ebenfalls angeschlagen. So muss Jonas Blank vorne aushelfen.

„Wir müssen viel improvisieren und uns läuferisch noch verbessern“, sieht Coach Thiel noch einige Arbeit vor sich. Weil auch der offensiv einsetzbare Florian Lütjen wegen eines längeren Australien-Aufenthalts fehlt, ist der Kader auf 20 Akteure geschrumpft. „Auf dem Papier“, betont Thiel, weil ja nicht alle einsatzfähig seien.

Auf seine Abwehr um Kapitän Jan-Henrik Gantzkow kann er sich dagegen verlassen: „Die war schon immer unser Prunkstück. Aber nach Gegentoren spielen wir manchmal auch zu offen.“ Während die Innenverteidigung mit Gantzkow und Björn Wendelken unverändert spielt, wurden die Außen neu besetzt: die rechte Seite mit Eric Thiel (Neffe des Trainers), die linke mit Timon Pretzel (Neuzugang vom TSV Wallhöfen II).

Der 46-jährige Industriekaufmann Thiel blickt aber dennoch optimistisch voraus. Aus der ehemaligen Niedersachsenliga-A-Jugend spielen ja schon mit Florian Lütjen (sieben Einsätze) und Ferenc Statz (sechs) vielversprechende Youngster in der Hamberger Zweiten. Und im Frühjahr sollen weitere Nachwuchstalente aus der Landesliga-U 19 bei den Herrenteams hereinschnuppern. „Ich hoffe, dass unsere Zweite auch ein paar abbekommt“, setzt Thiel darauf, dass nicht alle Talente im Bezirksliga-Team von Trainerkollege Christian Hasloop landen.

Thiel, das Hamberger Urgestein, setzt aber noch auf einen anderen Faktor, den ganz wesentlichen mentalen nämlich. „Das Ganze muss ja auch Spaß machen“, sagt der Übungsleiter, der auf dem Rasen natürlich die nötige Ernsthaftigkeit erwartete, abseits davon seinen Jungs aber durchaus lange Leine lässt. Oder, wie er es zum Ende der vergangenen Saison mal so treffend formulierte: „Diese Mannschaft ist etwas lebhafter als andere Teams.“ Kapitän Jan-Henrik Gantzkow macht erst gar nicht den Versuch, dem zu widersprechen und freut sich über die weitere Zusammenarbeit mit dem Coach: „Wir sind schon eine coole Truppe. Dass kann ja auch ein Reiz sein, weiter mit uns zu arbeiten.“ Und über diesen Satz muss er selbst schmunzeln.

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