TSV Ristedt - TSV Weyhe-Lahausen 2:7 Die Pflicht erfüllt – mehr nicht

Standesgemäß hat sich der Kreisliga-Tabellenführer TSV Weyhe-Lahausen beim Schlusslicht TSV Ristedt mit 7:2 (4:1) durchgesetzt. Tobias Marquardt traf dabei gleich dreimal.
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Von Lars Lucke

Ristedt. Standesgemäß hat sich der Tabellenführer der Kreisliga Diepholz, der TSV Weyhe-Lahausen, beim Schlusslicht TSV Ristedt mit 7:2 (4:1) durchgesetzt. „Wir haben trotzdem kein gutes Spiel gemacht“, kommentierte Erfolgstrainer Friedhelm Famulla den Auftritt seiner Elf kritisch. „Wir haben den Ball nicht ordentlich laufen lassen und die Tore nicht erspielt, sondern eher mit unserer Überlegenheit reingedrückt.“

Dabei war der Liga-Primus früh und äußerst geradlinig in Führung gegangen. Tobias Marquardt traf aus 15 Metern mit einem sehenswerten Schuss in den rechten Winkel zum 1:0 (4.). Überraschend leisteten die zuletzt arg gebeutelten Ristedter erfolgreich Widerstand. Sascha Otten gab einen Freistoß von der linken Seite über die gesamte Lahauser Abwehr hinweg in den Strafraum und fand am langen Pfosten Christian Frenzel, der aus zwei Metern mühelos den Ausgleich erzielte und den krassen Außenseiter auf den zweiten Punkt der Saison hoffen ließ (11.). Die Kräfteverhältnisse auf dem Platz jedoch waren eindeutig und führten schon bald wieder zur Gäste-Führung. Dominik Lindenborn scheiterte im ersten Anlauf noch am gut reagierenden Keeper Lukas Wickbrand, im zweiten Versuch brachte er die Kugel dann doch über die Linie (21.). Sascha Otten verpasste mit seinem satten Geschoss den erneuten Ausgleich, bevor die Gäste mit zwei weiteren Toren vor der Pause bereits alle offenen Fragen klärten. René Eggers lieferte den Ball per Freistoß ideal bei Aljoscha Klatte ab, der das Leder aus zwei Metern nur über die Linie drücken musste (37.). Praktisch mit dem Pausenpfiff zeigte sich Goalgetter Christian Wiesner als Kopfballungeheuer und nickte eine Rechtsflanke von Dominik Lindenborn zum 4:1 ein (45.).

Drei Minuten nach Wiederanpfiff schienen sich die Hausherren noch einmal aufbäumen zu wollen: Benjamin Dökel eroberte am gegnerischen Strafraum den Ball, legte quer zu Patrick Hein, der aus kurzer Distanz auf 2:4 verkürzte (48.). Doch die Aufbruchstimmung der Ristedter währte nicht allzu lange: Philipp Albrecht stellte mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze ins linke Eck den alten Abstand für die Lahauser wieder her (59.). Fünf Minuten darauf zeigte Tobias Marquardt seine technischen Fertigkeiten und nahm eine Lindenborn-Flanke volley ab – das 6:2 für die überlegenen Gäste (64.).

Nach einem verbalen Ausfall Benjamin Dökels, dem in der 89. Minute die Rote Karte folgte, kassierten die Gastgeber in der sechsten Minute der Nachspielzeit schließlich noch das 2:7, einen Handelfmeter, den Tobias Marquardt sicher verwandelte. Die nächste deftige Schlappe für den Aufsteiger, der bislang in der Kreisliga reichlich Lehrgeld bezahlen und aufpassen muss, dass vor den entscheidenden Spielen gegen die direkte Abstiegskonkurrenz nicht alle Motivation abhanden kommt. Die psychologischen Fähigkeiten des Teams um Trainer Bernd Schebitz sind gefragt.

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